Warum du mit Network Marketing kein Geld verdienst: 5 Fehler, die Neueinsteiger machen

Warum du mit Network Marketing kein Geld verdienst: 5 Fehler, die Neueinsteiger machen

Es ist aber auch verlockend! Doch ist es das wert?

Eine der häufigsten Geschichten, die ich höre, wenn mir jemand berichtet, warum sie es bisher nicht schaffte… es nicht schaffte, auf Reisen zu gehen, die Kinder sich frei bilden zu lassen, einfach freier und sorgenfreier leben zu können oder gar auszuwandern:

“Ich wollte uns ein Einkommen aufbauen, indem wir einfach ein paar ganz tolle Produkte empfehlen mit Network Marketing, aber nach einem Jahr verdiene ich immer noch nichts und ich mag auch keine fremden Menschen anquatschen. Das finde ich schrecklich!”

Naja, ganz so offen & klar kommen die meisten dann doch nicht sofort auf den Punkt ;). Immerhin versteckt sich hinter dem Misserfolg nicht selten eine gewisse Scham.

Das ist auch total verständlich, denn in unserer heutigen Gesellschaft lernen wir unsere Misserfolge oder Fehler als durchweg negativ zu bewerten und so wird das Scheitern zum Tabu, über das nur sehr wenig gesprochen wird.

Dass scheitern der Weg zum Erfolg sein kann, das ist den wenigsten bewusst. Meistens haben sie vorher schon aufgegeben. Hast du schon hingeschmissen?

Wie du im Network Marketing gelandet bist

Doch von vorne: Es ist schon ziemlich verlockend, ja! Jemand schreibt auf Telegram oder in einer Facebook Gruppe, die ideale Möglichkeit gefunden zu haben, um ganz einfach und schnell Geld zu verdienen. Wow, wie gut das klingt!

Deinem Traum nun gefühlt sooo viel näher, meldest du Interesse an und wirst sofort in ein Gespräch verwickelt über deine Verdienstmöglichkeiten, mega tolle Produkte, die ganz anders sind, als alles was du bisher kennst und zack nennst du dich “Beraterin” oder “Vertriebspartnerin” und gehörst zu einer MLM (Multi-Level-Marketing) bzw. stehst mit zwei Beinen im Network Marketing.

Network Marketing Fehler

Doch verdienen tust du nichts. Du schreibst in einem ersten enthusiastischen Anfall ein paar Leute an, machst ein paar “geheimnisvolle Posts” auf Social Media, kaufst eine Menge Produkte dieser Firma… alles in der Hoffnung, dass die Leute dir jetzt die Bude einrennen und bei dir endlich alles gut und einfach wird. Es melden sich auch ein paar, doch kaum wer reagiert noch auf dich. Letztendlich gibst du nur Geld für Produkte aus, die dich manchmal sogar im Grunde deines Herzens gar nicht interessieren.

Oh nein, dies hier ist weder ein Network Marketing Bashing, noch will ich dich “in mein Team holen”. Hier geht es um Hilfestellung für dich und was du als Beraterin in einer seriösen Network Marketing Firma bzw. MLM machen kannst, um auf Erfolgskurs zu gehen!

Du glaubst nicht, dass Network Marketing generell seriös sein kann? Alles ist ein Schneeballsystem? Dann check gleich mal meine objektive Sicht auf diese spannende Thematik und lerne, was eine seriöse Firma ausmacht und welche Art Produkte du dir direkt sparen kannst.

Keine Sorge: Hier wirst du weder in ein Team eingeladen, es fallen keine Firmennamen, noch wird dir das Network Marketing als heiliger Gral verkauft.

5 Fehler, die fast alle Neueinsteiger machen und was du stattdessen machen kannst

Nun geht’s um die 5 Fehler, die fast alle Neueinsteiger im Network Marketing machen und die dazu führen, dass du absolut NULL Erfolg hast:

Fehler Nr. 1:

Du interessierst dich eigentlich nicht wirklich für das Produkt, das du nun empfehlen willst. Du hättest es dir aus eigenem Antrieb nicht gekauft, es lässt dich möglicherweise sogar komplett kalt oder passt nicht so wirklich in dein Leben? Deine Freundin verdient damit schon ein bisschen Geld, also muss es funktionieren?

Fehler Nr. 2:

Du hast die Firma nicht sorgfältig überprüft. Hast du richtig gecheckt, ob es sich bei deiner Firma um Scam (Betrug) handelt oder ob eine seriöse Firma hinter den Produkten steht? >>> Wie du eine seriöse Firma erkennst

Fehler Nr. 3:

Du verlässt dich nur auf diese eine Einkommensquelle. Ist dein möglicher Verdienst aus der Network Marketing Firma dein einziges Einkommen? Woher kommt dein Einkommen, wenn deine Firma ihren Verdienstplan zu deinen Ungunsten ändert oder gar ganz vom Markt geht?

Fehler Nr. 4:

Du betreibst Kalt-Akquise und schreibst ungefragt fremde Menschen an. Schickst du fremden Menschen bei Facebook Nachrichten oder postest „geheimnisvolle“ Nachrichten ohne wirkliche Informationen auf Social Media, die andere Nutzer neugierig werden lassen sollen?

Fehler Nr. 5:

Du weißt nicht, welche Menschen dein Produkt interessiert und empfiehlst es wahllos. Weißt du genau, wer das ist, der oder die sich für dein Produkt tatsächlich interessieren würde? Wo sie sich befinden und wieso sie dieses Produkt brauchen?

Was du stattdessen tun musst:

  • Nimm deinen neuen Beruf Ernst. Nur wenn du Zeit und Hingabe in deine Arbeit steckst, wirst du auch damit Erfolg haben können.
  • Erweitere dein eigenes Business. Nutze Produkte von Network Marketing Firmen nur, um dein eigenes Unternehmen zu erweitern. Aber nur sofern sie wirklich zu dir und deinem Business passen!

Nun musst du nie wieder Kalt-Akquise betreiben, baust dir mehrere Standbeine auf, kommst so zu finanzieller Sicherheit und bist erfüllt, mit dem, was du tust.

Mach kein Business aus Network Marketing,
sondern integriere Network Marketing in dein Business.

Hanna @Vagabundenliebe

Denn: Du baust dir tatsächlich ein richtiges Online Business auf und das will auch als solches behandelt werden.

Phase 1 auf deinem Weg in ein erfolgreiches Online Business:

Bau zuerst dein Fundament, deine Basis. Du hast bereits ein Produkt (Phase 3!) zu empfehlen und hast gleich zwei wichtige Phasen übersprungen!

  • Wer bist du? Lerne dich selbst kennen: Was kannst du gut, was geht dir leicht von der Hand? Welche Fähigkeiten hast du und wie kannst du sie in deinem Business nutzen?
  • Was weißt du schon (über das Thema, in dem sich dein MLM Produkt bewegt) und was musst du noch lernen?
  • Warum möchtest du dich mit speziell diesem Thema selbstständig machen?
  • Wen willst du eigentlich damit ansprechen?

Erst wenn du mit Sicherheit weißt, was du kannst und weißt, was du wem zu bieten hast und warum das alles überhaupt, gehst du zum nächsten Schritt oder zur nächsten Phase über.

Bist du direkt und ohne Vorkenntnisse ins Network Marketing gestolpert, fehlen dir wahrscheinlich wichtige Schritte auf deinem Weg zum Erfolg.

Alle Phasen und alle Schritte findest du in der Online Business Roadmap.

Du fühlst dich etwas überfordert beim Aufbau deines Business und du suchst eine Roadmap, die dir genau zeigt, welcher Schritt in welcher Phase notwendig ist? Dann möchte ich dir meine Online Business Roadmap für 0 Euro vorstellen mit der kompletten Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Erfolg.

Hast du auch die kompletten Phasen 1 & 2 übersprungen und bist direkt mit dem Produkt in Phase 3 gestartet? Welcher Schritt steht für dich nun an und welche Herausforderungen bringt er mit sich? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

Network Marketing – schlechter Ruf & schnelles Geld: Eine objektive Sicht auf MLMs, der größte Nachteil & 3 Merkmale, an denen du eine seriöse Firma erkennst

Network Marketing – schlechter Ruf & schnelles Geld: Eine objektive Sicht auf MLMs, der größte Nachteil & 3 Merkmale, an denen du eine seriöse Firma erkennst

Vorweg: Ich schreibe hier nicht für eine spezielle Firma, noch möchte ich dir am Ende eine Beratertätigkeit andrehen. Hier geht es nicht um Network Marketing Bashing, noch um eine Glorifizierung, sondern um eine objektive Sichtweise.

Vermutlich bist du auf diese Seite gestoßen, weil du Fragen zum Network Marketing hast oder weil du häufig extrem negative oder extrem positive Äußerungen zu dieser Einkommensart gehört hast. Nun willst du herausfinden, was wirklich hinter Network Marketing steckt und ob das alles nur eine riesige Abzocke (Scam!) oder doch der heilige Gral ist?

Ich lade dich ein, dich hier umzusehen und hoffe, du findest die Antworten, die du suchst. Bei Fragen und Anmerkungen, schreib mir gerne unten in die Kommentare.

Was ist Network Marketing?

Network Marketing ist erst einmal ein Vertriebsmodell. Hierbei setzen die Firmen auf Mund-zu-Mund Empfehlungen, weshalb es im deutschsprachigen Raum auch oft als Empfehlungsmarketing bezeichnet wird (was streng genommen nicht ganz richtig ist).

In der Regel basiert eine solche Multi-Level-Marketing Firma (kurz: MLM) auf dem Netzwerk, das ihre Kunden erschaffen, die die Produkte kaufen und, sofern sie mögen, auch als selbstständige Vertriebspartner weiterempfehlen an potenzielle neue Kunden.

Im Einzelnen unterscheiden sich die Strukturen dieser Firmen durchaus, so dass eine vorschnelle Aburteilung der gesamten Branche nicht gerecht wird.

Network Marketing Scam oder seriös

Wie verdient man mit Network Marketing?

Im Allgemeinen besteht die Verdienstmöglichkeit in dieser Branche aus der Provision, die man für die Bestellungen erhält, die selbst geworbene Kunden aufgeben, sowie auch für die Gewinne, die eigene Teammitglieder erzielen, die man bereits als Vertriebspartner oder Berater gewonnen hat.

Im Speziellen ist es wichtig, sich mit dem jeweiligen Vergütungsplan der Firma zu beschäftigen, um herauszufinden, ob dieser Plan zu einem passt. Es sind erhebliche Abweichungen voneinander möglich, da jede Firma ihre eigenes, persönliches Vergütungssystem hat. Auch kann man anhand dieser Struktur erkennen, ob man es mit einem legalen und seriösen Businessmodell zu tun hat oder mit einem illegalen Schneeball- oder Pyramidensystem.

Was unterscheidet legales Network Marketing von illegalen Schneeball- und Pyramidensystemen?

Nach deutschem Recht handelt es sich dann um eines der oben genannten illegalen Systeme, wenn das Anwerben neuer Vertriebspartner im Vordergrund steht und nicht der Vertrieb der Produkte oder Dienstleistungen, um die es in der Firma eigentlich gehen soll.

Hierzu möchte ich die IHK Stuttgart und Nr. 14 des Anhangs zu § 3 Abs. 3 UWG zitieren:

Schneeball- oder Pyramidensystem (progressive Kundenwerbung)
„Unzulässige geschäftliche Handlungen im Sinne des § 3 Abs. 3 sind…
Nr. 14: … die Einführung, der Betrieb oder die Förderung eines Systems zur Verkaufsförderung, das den Eindruck vermittelt, allein oder hauptsächlich durch die Einführung weiterer Teilnehmer in das System könne eine Vergütung erlangt werden (Schneeball- oder Pyramidensystem);

oder auch

„Progressive Kundenwerbung kann wettbewerbswidrig und in Folge sogar strafbar sein, wenn sie so betrieben wird, wie es Nr. 14 des Anhangs zu § 3 Abs. 3 UWG bzw. § 16 Abs. 2 UWG definieren.

Anders ausgedrückt heißt dies, es steht nicht der Produktabsatz sondern die Progression des Systems durch ständige Neuaufnahme von weiteren Vertriebsteilnehmern im Vordergrund. Charakteristisch für diese Art der Kundenwerbung ist, dass die Verbraucher dazu genötigt werden, mehr Waren oder Dienstleistungen zu kaufen als sie für den Eigenverbrauch benötigen, da dies einen Zwang zum Werben weiterer Kunden begründet, dass mit jedem neu gewonnenen Werber der Kundenkreis lawinenartig anschwillt und dass ggf. die Absatzchancen der zuletzt Geworbenen gegen null tendieren können. Diese Art der Kundenwerbung ist unlauter und nach § 16 Abs. 2 UWG strafbar.“ – IHK Stuttgart

Network Marketing Firmen handeln nicht illegal, wenn u. a.:

  • hauptsächlich die Produkte im Vordergrund stehen, nicht aber die Verdienstmöglichkeiten,
  • alle Vertriebspartner mit dem selben Vergütungssystem arbeiten. Das kann z. B. bedeuten, dass der Preis für die jeweiligen Produkte bei dir nicht höher ist, als bei deiner Upline (die Vertriebspartner, die in der „Generation“ vor dir sind) und du
  • nicht gezwungen bist, mehr Produkte als für den Eigenverbrauch notwendig, zu kaufen.

Erfüllt deine MLM Firma diese drei Punkte? Dann stehen die Chancen gut, dass es sich um ein seriöses Unternehmen handelt.

Warum kostet mich der Einstieg ins Network Marketing Geld?

Eine seriöse Firma ermöglicht ihren Kunden den Einstieg als Vertriebspartner mit verschiedenen Einstiegspaketen für verschiedene Geldbeutelgrößen. Sie nötigt ihre Kunden nicht, mehr Produkte als für den Eigenbedarf notwendig zu ordern. Da das Hauptaugenmerk auf den Kunden und ihren Produkten liegt, können auch nur Menschen, die Kunden sind zu Vertriebspartnern im Network werden.

Da du am Produkt der Firma selbst interessiert bist und dieses auch kaufen würdest, ohne Vertriebspartner dieser Firma zu werden, hast du wenig bis gar keine Kosten beim Einstieg in die Firma zu fürchten. Im Umkehrschluss kannst du oftmals auch kein Vertriebspartner mehr sein, wenn du kein aktiver Kunde mehr bist. Du hast also meist monatliche Kosten für den Erwerb der Produkte, die du sowieso erwerben wolltest.

Was manche nun als Nachteil bezeichnen, stellt eigentlich ein Seriösitätsmerkmal dar. Wäre es anders, müsste sich die Firma vorwerfen lassen, dass es nur um die Verdienstmöglichkeiten ginge, was in Deutschland wiederum illegal ist.

Menschen, die zwar am Produkt interessiert sind, aber eigentlich das Geld dafür nicht ausgeben wollen/können, betrachten den Einstieg in eine Network Marketing Firma als Vertriebspartner dann als Investition in ihren persönlichen Businessaufbau und können bald in der Lage sein, von Promotionen zu profitieren und durch ihre Arbeit sich ein Einkommen aufzubauen, das ihnen den Erwerb dieser Produkte nun viel leichter ermöglicht und darüber hinaus finanziell unabhängiger zu werden. Ähnlich wie auch fast jeder andere Selbstständige erstmal investieren muss (und nicht selten Kredite dafür aufnimmt) in Arbeitsmaterial, Technik, Ausbildung, Mitarbeiter etc. bis der erste Gewinn ins Haus steht.

Habe ich die falsche Firma gewählt? Was für eine Firma sollte ich wählen, wenn ich erfolgreich im Network Marketing sein will?

Wähle eine Firma,

  1. die sich schon seit geraumer Zeit auf dem Markt hält und ein entsprechendes Netzwerk aufweisen kann. Dies zeigt dir, dass es sich i.d.R. um ein legales System handelt. Illegale Systeme brechen schnell zusammen oder werden verboten; häufig innerhalb der ersten zwei Jahre.
  2. an deren Produkten du selbst interessiert bist und die du selber vor hast zu nutzen. Was bringt es dir, wenn du Kosmetik vertreibst, aber selber am liebsten ohne Make-Up durch die Welt läufst? So bist du wenig glaubhaft und null erfüllt, mit dem, was du tust.
  3. die Produkte vertreibt, die regelmäßig angewendet werden, Verbrauchsprodukte wie z. B. Gesundheitsprodukte, Kosmetik etc. So bleiben dir deine Kunden langfristig erhalten und sind nicht nach dem ersten und einzigen Kauf wieder verschwunden.
  4. die dich in deinem Vorankommen unterstützt, in der Teams gebildet werden und jeder von jedem profitieren kann.
  5. die dich frei arbeiten lässt und dich nicht unter Druck setzt, einen gewissen Absatz in einem bestimmten Zeitfenster zu erzielen.
  6. in der du Kontakt zu anderen Vertriebspartnern hast, die schon Einkommen erzielen und dir somit zeigen können, dass es funktioniert und auch wie es funktioniert.

Woher stammt der schlechte Ruf von Network Marketing?

Einer der größten Nachteile beim Einstieg ins Network Marketing ist der anfängliche Verlust sozialer Anerkennung innerhalb deines Umfeldes, das nun glaubt, du willst dich selbst ins Verderben stürzen und sie am besten direkt mit.

Offenkundige Bedenken, wie dem, dass du deine Freunde und Bekannten nun jagen willst, um ihnen überteuerten Müll anzudrehen und so ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen, sind nicht selten. Natürlich ist das nicht deine Absicht und trotzdem kannst du ihnen mit deiner Begeisterung für dein Produkt gehörig auf den Senkel gehen. Insbesondere, dass sie wissen, dass du von ihrem Kauf profitieren würdest, lässt sie gerne erstmal zweifeln. Da ist der Mitarbeiter des Elektromarkts, der dafür bezahlt wird, dir das teuerste Produkt zu empfehlen und den sie nach einer Beratung zum neuesten Tablet, Smartphone oder Kamera fragen, durchaus vertrauenswürdiger. Äh. Oder so. 😉

Network Marketing Scam oder seriös
Quelle: Unsplash – Markus Spiske

Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Gründe, wieso dein Umfeld nicht im Überschwang deiner Entscheidung applaudiert und wieso du deine Familie & Freunde komplett außen vor lässt (außer sie betteln dich an).

Diese 4 Gründe hörst du häufig:

1. Der „Ich habe es selbst versucht, es funktioniert nicht.“ – Ansatz

Diese Person wird dich finden. Was diese Person dir aber nicht verrät, ist, wie viel Zeit sie investiert hat in Kundenkontakte, Fortbildung etc. Meistens handelt es sich um Leute, die dachten, dass sie das schnelle Geld mit Nichts-Tun machen würden.

Der Einstieg in die Network Marketing Branche ist einfach und häufig günstig. Was einerseits ein großer Vorteil dieses Systems ist, wird an anderer Stelle zum Nachteil, nämlich dann, wenn Menschen „mal eben“ einsteigen und sich dessen nicht bewusst sind, dass sie grad einen richtigen, seriösen Job angefangen haben. Sie behandeln ihre Tätigkeit dann nicht als solche und die Erfolge bleiben aus. >>> Warum du mit Network Marketing kein Geld verdienst

Nun steigen sie frustriert aus und verbreiten die Message, dass Network Marketing immer Betrug ist und nicht funktioniert.

Doch würdest du die gesamte Skisportindustrie abwerten, weil Skifahren persönlich für dich nichts ist? Vielleicht hattest du die Erwartung, dass du schneller Skifahren lernst, dass es einfacher wäre oder mehr Spaß bringt?

Manchmal wird in dieser Branche auch bewusst so geworben, das die Erwartungshaltung entsteht, es würde für’s Nichtstun Geld geben. Diese kann nur enttäuscht werden. Schwarze Schafe gibt es in jeder Branche und so gibt es durchaus einen Haufen Network Marketer, die diese Branche durch ihre Versprechen und ihr Verhalten erst in Verruf bringen. Doch auch dieses Verhalten hat häufig nichts mit der Firma an sich zu tun, sondern nur mit dem Verhalten des Einzelnen. Auch hier zeigt sich der Vorteil, dass du als selbstständiger Vertriebspartner nicht gezwungen bist, bestimmte „Methoden“ anzuwenden, sondern frei entscheiden kannst, wie du das Business angehen magst. Auch im Kleid eines Nachteils, wenn jeder vorgeht, wie er/sie möchte.

Denn eins ist Network Marketing nicht: Ein Ort, an dem dir die Kohle nur so zufliegt, ohne auch nur einen Finger zu gerührt zu haben. Erst nach getaner Arbeit bei der richtigen Firma mit dem für dich passenden Produkt verdienst du im Schlaf.

Welche Vorteile Network Marketing für dich haben kann, liest du nach diesem Kapitel.

2. Der „Mein Nachbar hat seine ganzen Ersparnisse damit verloren.“ – Ansatz

Diese Person möchte dich vor finanziellem Verlust schützen. So wohl gemeint das auch ist, ist es nicht nötig, wenn du dich bei der Wahl der Firma an die obigen Punkte hältst. Prüfe die Firma auf Herz und Nieren und quetsche deinen möglichen Sponsor (deine Upline) aus mit allen Fragen, die du hast.

3. Der „Ich möchte nicht, dass jemand anderes davon profitiert, wenn ich etwas verdiene/leiste.“ – Ansatz

Als ich dies das erste Mal gehört hab, musste ich direkt eine Augenbraue hochziehen.

Zum Einen ist es mir fremd, dass ich jemandem anderen einen Profit nicht gönne, der meinen eigenen absolut nicht schmälert. Und zum Anderen finden wir dieses Muster überall in der Arbeitswelt wieder: Firmenhierarchien sind nichts ungewöhnliches. Der Chef über dem Angestellten profitiert von dessen Arbeit und verdient indirekt daran, obwohl er selbst die Arbeit gar nicht geleistet hat. Auch wenn die Hierarchien in Network Marketing Firmen meist sehr flach sind, hast du einen Sponsor, der von deinem Erfolg profitiert, wie auch du von den Erfolgen deines eigenen Teams profitierst. Doch nicht zu Ungunsten eines Anderen.

4. Der „Es verdienen eh nur diejenigen, die schon lange dabei sind und ganz oben stehen.“ – Ansatz

Tatsächlich ist es so, dass jede Firma Vorzeige-Vertriebspartner hat, die schon lange dabei sind und haufenweise Zaster verdienen. Tatsache ist aber auch, dass diese Menschen dir gegenüber schon viele Jahre Vorsprung haben und viel und hart gearbeitet haben. In einer seriösen Firma genießen sie dir gegenüber keine Vorteile. Das heißt, dass sie mit dem selben Vergütungsplan und dem selben Produkt arbeiten wie du. Dass sie mal an dem selben Startpunkt standen, wie du jetzt. Doch nur weil du erst jetzt startest, bedeutet das nicht, dass du erst in vielen vielen Jahren Erfolg haben kannst. Durch die entsprechende Energie, die du in dein neues Business steckst, kannst du auch alte Hasen überholen, sollte das eines deiner Ziele sein.

Wie du vielleicht merkst, unterscheidet sich Network Marketing hier deutlich von einer Anstellung. Bei einer Anstellung hält man es für normal, dass der Mitarbeiter, der drei Jahre vor dir in der Firma angestellt wurde, mehr verdient als du. Er ist einfach schon länger dabei, auch wenn er möglicherweise schlechtere Arbeit abliefert oder weniger als du in die Firma einbringt. Das ist sozial akzeptiert. Auch der Vorgesetzte oder Abteilungsleiter hat diesen Posten nur inne, weil er länger dabei ist oder einen höheren Abschluss hat. Im Network Marketing allerdings hast du es ganz alleine in der Hand, auf welches Niveau du vorrückst und wie hoch dein Gehalt sein soll.

Der größte Nachteil des Network Marketings

Ein absolut nicht zu unterschätzender Nachteil des Network Marketings – und aus meiner Sicht der größte überhaupt – ist, dass du lediglich einen einzigen Einkommensstrom damit aufbaust.

Verändert sich der Vergütungsplan deines Unternehmens oder aber geht die Firma vom Markt oder entpuppt sich doch noch als Scam (Betrug), stehst du möglicherweise mit sehr viel weniger oder gar ohne einen einzigen Cent da. Genau deshalb sollte es niemals dein gesamtes Business ausmachen.

>>> Welche Fehler du beim Business Aufbau noch machen kannst

Es ist also genau so risikoreich, ins Network Marketing einzusteigen, wie sich auf ein einziges Gehalt aus einer Anstellung zu verlassen (was in Deutschland wohl der Großteil der Menschen tut).

Welche Vorteile hat Network Marketing gegenüber anderen Einkommensquellen?

Nachdem ich nun schon die größten Nachteile und die häufigsten Gegenargumente beleuchtet habe, möchte ich die Vorteile einer Beratertätigkeit nicht unerwähnt lassen:

Vorteil 1 entgegen einer Festanstellung:

  1. Keine Weisung von oben
  2. Einkommen hat kein Limit nach oben
  3. Kein Wettbewerb unter Kollegen um Beförderung
  4. Arbeitszeiten selbst bestimmen
  5. Arbeitsort selbst bestimmen
  6. Kein Drama oder Intrigen am Arbeitsplatz
  7. Keine Politik am Arbeitsplatz (durch z. B. feindliche Umgebung am Arbeitsplatz: Konkurrenz um die Beförderung schwächen, Beziehung zu mächtigeren Personen stärken)

Vorteil 2 entgegen einem traditionellen Unternehmen:

  1. Keine Notwendigkeit für alles Organisatorische drum herum, denn deine MLM Firma stellt dir, was du benötigst. (wenn du den größten Nachteil eines einzigen Einkommens in Kauf nimmst)
  2. Keine hohe Investition, um überhaupt zu starten wie bei traditionellen Unternehmern (z. B. das Aufnehmen von Geschäftskrediten)
  3. Konzentration auf das, was Spaß macht und nicht das, was bei traditionellen Unternehmern zusätzlich anfällt (angenehmes Arbeitsklima unter Mitarbeitern, notwendige Anschaffungen u.s.w.)
  4. Nicht mehr wie der traditionelle Unternehmer mehr arbeiten als alle anderen und am Ende weniger raus bekommen, nach Abzug aller Kosten für Angestellte, Büro, Material u.s.w.

Fazit

Es gibt durchaus seriöse Firmen und Methoden, um mit dieser Vertriebsart ein Einkommen aufzubauen. Mit der richtigen Firma an deiner Seite und der richtigen Einstellung kann Network Marketing dein Weg in die finanzielle Unabhängigkeit sein.

Doch nur wer Network Marketing als echtes Unternehmen begreift, kann auch auch Ergebnisse erzielen, die den oftmals hohen Erwartungen entsprechen.

Und wenn du richtig schlau sein willst, machst du kein Business aus Network Marketing, sondern integrierst lediglich die Produkte in dein bestehendes Business (oder das du aufbauen willst).

Dich überfordert der Aufbau eines Online Business? Hol dir hier meine Online Business Roadmap für 0 Euro und folge der Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Erfolg.

7 Fehler, die du beim Freistehen unbedingt vermeiden solltest

7 Fehler, die du beim Freistehen unbedingt vermeiden solltest

Eines meiner liebsten Spektakel beim Freistehen (nicht verwechseln mit wildcampen wie die Herrschaften gleich) ist folgendes:

Nigelnagelneues Womo kommt irgendwo in der Walachei an (Fun Fact: Die Walachei liegt übrigens in Rumänien). Sie, Mitte 60, springt raus, holt die Auffahrkeile aus einer Seitenklappe und hilft ihrem Mann, ebenfalls zwischen 60 und 70 Jahre, mit wildem Gestikulieren beim Auffahren auf die Keile, weil in der verdammten Wildnis nun mal alles uneben ist. Mäusemist!

Dann wird aufgebaut: Stühle, Tisch und Grill.

Jetzt setzt man sich nur noch gemeinsam auf die Stühle und jeder schaut für Stunden in sein Smartphone. Schöner Urlaub, nicht?

Du planst Campingurlaub in Rumänien?

Und was daran könnte den beiden zum Verhängnis werden (außer dass sie stundenlang in ihre Telefone glotzen)?

Hier kommen die sieben Fehler, die du beim Freistehen (aber auch beim Wildcampen) unbedingt vermeiden solltest:

Fehler beim Freistehen No. 1: Dein Zeug (insbesondere über Nacht) draußen liegen lassen

Nicht nur, dass deine Keile ein eindeutiges Zeichen sind, dass du es dir an diesem Ort gemütlich machen willst und dein Aufenthalt an diesem Platz demnach nicht nur von kurzer Dauer sein soll (nämlich sehr wahrscheinlich über Nacht) – nope! Deine Keile und alles andere wie Klappstühle, Tische, Kinderspielsachen etc., das du neben oder unter deinem Camper, Womo oder Van lagerst, hindert dich auch am zügigen Wegfahren, wenn es sein muss.

Gründe, wieso du dich vor allem nachts gezwungen sehen könntest, wegzufahren, sind:

  • du wirst überfallen (ereignet sich besonders gern in den späten Abendstunden)
  • ein Notfall tritt ein und du musst schnell ins nächste Krankenhaus fahren (Wer Kinder hat, weiß, dass sowas auch immer abends passiert, ansonsten noch Bewusstlosigkeit, Herzinfarkt, you name it!)
  • Eine Gruppe anderer Menschen erklärt deinen Übernachtungsort zur Partyzone und dein Schlaf ist dir heilig (so wie mir meiner)
  • ein Tier (Bären, Wölfe, Schakale, Streuner etc.) wird angezogen und gefährdet sich möglicherweise selbst mit deinem Zeug

Der dritte Punkt ist bei uns definitiv schon mehrfach eingetreten und jedes Mal waren wir enorm froh, dass wir bereits a) in Fahrtrichtung geparkt haben und b) nicht erst noch raus mussten, um Dinge zu verstauen. Im Falle des ersten Punkts willst du vermutlich auch nicht erst noch den Weg frei machen müssen, oder?

Und tagsüber?

Wie du vielleicht weißt, ist das Wildcampen fast überall verboten. Wenn du es dennoch riskieren möchtest, in solchen Gegenden auch freizustehen (d.h. parken, nicht campen!), dann lass auch tagsüber alles drin und breite dich nicht aus, sonst wirst du schnell zum Wildcamper.

Bist du dir sicher, dass freistehen und wildcampen an deinem Ort geduldet wird, musst du zusätzlich abschätzen, ob mögliches „Campingverhalten“ andere Reisende mit in die Scheiße zieht, die möglicherweise mit dir zusammen verscheucht werden, obwohl sie offensichtlich nur geparkt haben.

Nur mit rücksichtsvollem Verhalten untereinander können wir die Situation, wie sie aktuell in Europa herrscht mit viel zu vielen Wohnmobilen, Campern und Vans für alle verbessern oder zumindest erträglicher machen.

Fehler beim Freistehen No. 2: Den Müll draußen ans Fahrzeug hängen

Das zieht Tiere an, die nachts deinen Müll stehlen und überall verteilen. Zudem können sie ihn verschlucken oder sich an scharfkantigem Müll verletzten. Verstreuter Müll zieht auch noch weitere Tiere an.

Fehler beim Freistehen No. 3: Feuer machen im Naturschutzgebiet

Auch wenn ein Lagerfeuer mega schön ist und die Nachbarn doch auch eins machen, ist das kein Grund in einem Naturschutzgebiet Bäume zu schlagen, aus dem Wald zu holen und zu verfeuern. Dass ich das hier überhaupt erwähnen muss, ist der absolute Wahnsinn. Leider schon viel zu oft erlebt.

Auch wenn du keinen Baum schlägst, sondern Holz vom Boden sammelst oder dich nicht in einem Naturschutzgebiet aufhältst, kann der Funkenflug mehr in Brand setzen als dir lieb ist.

wohnwagen oder wohnmobil - freistehen

Fehler beim Freistehen No. 4: Vegetation platt fahren

An die schönsten Orte führen nicht immer richtige Straßen. Manchmal musst du ein Stückchen querfeldein fahren. Achte dabei darauf, dass du nicht alles platt fährst oder dich nicht mit Absicht neben einen asphaltierten Platz stellst und dabei ohne Rücksicht auf Verluste deine Umgebung niederwalzt. In ihr wohnen viele Lebewesen, deren Zuhause du sonst auf dem Gewissen hast.

Fehler beim Freistehen No. 5: Deinen Fahrzeugzustand nicht checken

Verliert dein Fahrzeug Öl? Auch wenn’s nur ein paar Tropfen Öl sind: Sobald du davon weißt, solltest du ein Stück Pappe unterlegen, damit das Öl nicht ins Erdreich tropft. Egal was tropft, stell immer sicher, dass es deiner Umwelt nicht schadet (dazu zählt auch der Inhalt deines Abwassertanks, den du möglicherweise in deine Umwelt entlässt).

Fehler beim Freistehen No. 6: Aufenthaltsdauer übertreiben

Dehne deinen Aufenthalt nicht unnötig lang aus. Es gibt Orte, da sind drei Nächte schon zu lang. An anderen Orten solltest du nach spätestens sieben Tagen wieder fahren. Nur an ganz wenigen Orten stehst du länger, aber auch hier musst du es nicht übertreiben. 2-3 Monate an einem Platz sind sehr lang. Überleg dir gut, ob es absolut notwendig ist, dort mehr als diese Zeit zu verbringen.

Um herauszufinden, was an deinem Ort „zu lang“ ist und was angemessen, nimm alle Informationen, die du über diesen Ort hast und wäge sensibel dein Verhalten ab. Schadet es der Pflanzen- und Tierwelt, wenn du dort lange bleibst? Stören sich Anwohner am Freistehen? Nimmst du verstärkte Polizeiaktionen wahr? Gefährde nicht dich und alle anderen Reisenden mit der Dauer deines Aufenthalts.

So wird das Überwintern in Griechenland unvergesslich!

Fehler beim Freistehen No. 7: Spuren hinterlassen

Hinterlasse niemals Spuren deines Aufenthalts in der Natur. Nimm deinen Müll wieder mit und scheiß nicht alles voll, so wie es einige tun, sondern kümmere dich verantwortungsvoll um deine Hinterlassenschaften. Auch um dein Klopapier! Tust du ja sonst auch, ne? 😉

Bestenfalls verlässt du den Platz sauberer, als du ihn vorgefunden hast! Dazu einfach immer ein paar Mülltüten mehr im Gepäck haben.

Fazit

Puh… ich spüre den erhobenen Zeigefinger immer noch, du auch? 😀 Der gilt natürlich nur denen, die sich angesprochen fühlen. Nee Quark: Ich weiß ja, dass ich hier nur umweltbewusste Besucher habe. Die eine oder andere Erinnerung kann sicher trotzdem nicht schaden ;).

Fällt dir noch was ein, was definitiv zu vermeiden wäre? Schreibe es mir hier in die Kommentare und teile diesen Artikel gerne mit deinen Freunden.

AI: Warum Social Media und seine künstliche Intelligenz gefährlicher sind als du bisher dachtest

AI: Warum Social Media und seine künstliche Intelligenz gefährlicher sind als du bisher dachtest

Wenn du mich auf Instagram begleitest, hast du vielleicht mitbekommen, dass ich ein paar sturmfreie Tage alleine im Wohnmobil genießen durfte, in denen ich nur meinen Interessen und Launen nachgehen durfte. Nach über 4 Jahren ohne Verschnaufpause (den letzten „freien“ Tag hatte ich 2019 vor unserer Abreise) war das bitter nötig.

>>> Auch interessant: Dein Online Business mit Social Media starten? 10 gute Gründe das nicht zu tun & die Lösung <<<

Ich habe das erste Mal seit Jahren wieder Netflix aufgerufen, um mir Dokus reinzuziehen. Okay, die meiste Zeit habe ich gelesen und Podcasts gehört, denn in meinem normalen Alltag sehe ich Fernsehen eher als Zeitverschwendung. Jetzt, wo ich gefühlt so viel davon hatte (von Zeit und Verschwendung), wollte ich meiner Lust auf Dokumentationen frönen.

Dabei ist mir eine ganz bestimmte Dokumentation ins Auge gefallen:

The Social Dilemma.

In „The Social Dilemma“ (deutscher Titel: „Das Dilemma mit den sozialen Medien“ geht es darum, wie uns Social Media durch die AI – artificial intelligence, zu deutsch: die künstliche Intelligenz – als Gesellschaft in den letzten 10+ Jahren verändert hat und welche absehbaren Auswirkungen diese Veränderung auf unser Leben heute und auf unsere Zukunft hat. 

Nicht nur die bekannten Gefahren wie, dass

  • wir süchtig werden,
  • sich unser Körperbild und unsere Sucht nach Anerkennung verstärken,
  • unsere Kinder depressiv und mental instabil werden oder
  • wir den Blick nicht von dem schwarzen Rechteck in unserer Hand reißen können,

sondern noch viel mehr steckt hinter der Gefahr durch Social Media und seine AI, was mir gar nicht in dieser Klarheit zuvor bewusst war.

Die AI: Die „artificial intelligence“, die in Social Media steckt

Da ist sie wieder. Momentan in aller Munde und gehypt von allen: die AI oder zu deutsch: KI, die künstliche Intelligenz, die uns unser Leben so stark erleichtert.

Doch diese AI bzw. KI ist gar nicht so neu, wie du jetzt vielleicht meinst. Ich rede hier nicht von ChatGPT und dergleichen. Durch ChatGPT & Co. haben wir erstmals selber die Möglichkeit eine AI zu nutzen, doch sie ist schon lange zuvor in unser Leben eingezogen und zwar ganz einfach als künstliche Intelligenz, die wir in Bezug auf Social Media „Algorithmus“ nennen.

Algorithmen stecken in all den bekannten Big Tech Firmen wie Meta (Facebook, Instagram), Youtube, Pinterest, LinkedIn, Twitter/X, aber auch in leicht anderer Form in vielen Suchmaschinen. Google natürlich vorneweg.

Und wo liegt jetzt das Problem mit Social Media?

Vielleicht ist dir dieser Spruch schon mal zu Ohren gekommen:

“Wenn es kein Produkt gibt, bist du das Produkt.”

Das bedeutet, wir als User dieser Plattformen sind die Ware. Die meisten von uns können damit leben, dass sie die sozialen Medien nutzen und dafür eben durch die AI mit Werbung vollgespült werden. Wir sind es gewohnt, wir nehmen es in Kauf.

Doch das ist nicht alles. Was in deinem Gehirn passiert, ist eine ganz andere Sache und die möchte ich hier anschneiden:

Was Social Media mit deinem Gehirn macht

Wenn du jetzt denkst, es ginge in erster Linie um deine Daten, kann ich dich erleichtern: Es sind nicht deine Daten, um die es hier geht.

Es geht um etwas viel subtileres, nämlich: deine Aufmerksamkeit.

Noch konkreter: die permanente Aufrechterhaltung und Steigerung deiner Aufmerksamkeit. Deine Daten werden von der AI nur dafür benutzt, sie werden nicht verkauft.

Doch von vorne: Unsere Aufmerksamkeit gewinnt Social Media dann, wenn sie gemessen an all den erhobenen Daten (nicht unbedingt: „Wie lautet deine genaue Adresse?“, sondern „Wie lange starrst du auf das lustige Katzenreel?“, „An welcher Werbung scrollst du vorbei?“, „Welche Themen fesseln dich an den Bildschirm“ usw.), uns genau das ausspuckt, was wir sehen wollen.

Was wollen wir sehen? Posts, Bilder, Videos, die uns dazu veranlassen, immer mehr unserer Zeit auf der Plattform zu verbringen, immer weiter zu scrollen bis zum nächsten Dopaminkick (kein Scherz), wenn das nächste unterhaltsame Reel oder Meme auftaucht, zu klicken, zu liken und letztendlich zu kaufen (Werbung).

Dein Hirn wird durch den den Algorithmus der AI darauf trainiert, immer und immer wieder auf die Plattformen zurückzukehren, dort viel Zeit deines Lebens zu lassen und letztendlich zu konsumieren.

Wie oft wolltest du nur kurz was eine Benachrichtigung ansehen und plötzlich waren 20min deiner Lebenszeit weg?

Doch auch das ist noch nicht das eigentliche Problem mit der AI. Aber lies weiter. Wir arbeiten uns hier Stück für Stück an den Kern heran.

Das Ziel der AI: Wozu künstliche Intelligenz auf Social Media?

Das Ziel der AI bzw. KI ist, dass du klickst und kaufst. So weit so gut. Auch ich verkaufe etwas (allerdings nicht über Social Media) und das ist an sich nicht verwerflicher als ein Bäcker, der Brötchen verkauft.

Über Klicks und abgeschlossene Käufe finanziert sich die Plattform, also ist ihr daran gelegen, dass du auf Werbung klickst und bestenfalls auch kaufst. Das ist mit Hilfe des Algorithmus‘, der AI, zu einer Geldmaschine geworden, denn zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit, war es so einfach eine ganz bestimmte und präzise ausgewählte Gruppe an Menschen anzusprechen und ihnen ein Produkt oder eine Dienstleistung anzubieten, die sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch interessiert!

Werbung an Littfaßsäulen, in Zeitungen & Zeitschriften oder auch auf großen Leinwänden und Werbetafeln können nicht so genau auf all die unterschiedlichen Menschen zugeschnitten werden, die sie zu sehen bekommen, weil es so gesehen öffentliche Orte sind.

Dein ganz persönlicher Newsfeed auf einer Social Media Plattform deiner Wahl ist es nicht. Er existiert nur für dich und sieht bei jedem Menschen komplett unterschiedlich aus.

Wenn der Algorithmus dich kennt, deine Vorlieben, deine Sorgen, deine Leidenschaften, deine Freunde und einfach alles über dich, dann ist es ein leichtes für die AI dir genau das vorzuschlagen, was dich bewegt.

Die Monetarisierung dieser Plattformen alleine ist es aber auch noch nicht, die die Sache problematisch macht. Sie müssen sich auch finanzieren, also geht es wie immer um Geld – wie überall. Doch was ist dann das Problem?

Die unbekannte Gefahr durch Social Media

Parallel zu all dem oben Genannten geschieht etwas, das so aus meiner Sicht nicht beabsichtigt war. Denn das Anzeigen von relevanten Inhalten auf deine Person zugeschnitten macht noch viel mehr mit dir:

Es macht, dass wir nur sehen, was bereits unserer Meinung entspricht oder zukünftig entsprechen könnte (meinungsbildend).

Wieso ist das schlimm? Ist doch schön, passende Inhalte von der AI bzw. KI angezeigt zu bekommen oder nicht?

Die Folge aus der ganzen Personalisierung, dem Zuschneiden der Welt auf deine Person ist, dass wir als Menschen separiert, getrennt werden. Wir leben nur noch in unseren eigenen, unterschiedlichen Bubbles und sind überhaupt nicht mehr gezwungen, uns mit gegensätzlichen Meinungen und Inhalten auseinanderzusetzen.

Wir sehen nur noch einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit. Nur unseren einseitigen Newsfeed. Und der sieht komplett anders aus als der deines Nachbarn oder gar besten Freundes!

Das führt dazu, dass wir alles, was wir denken, für die absolute Wahrheit halten (die Menschen mit gegenteiliger Denke im Übrigen auch), weil wir kaum andere Menschen sehen oder hören, die anderer Meinung wären.

„Sind doch alle meiner Meinung hier, dann müssen “die anderen” ja einfach Idioten sein.“

Mit dieser meist vollkommen unbewussten Denke, ziehen wir die Gräben zwischen uns Menschen so richtig tief. Wir verlieren die Verbindung zu unseren Familien, Freunden und Nachbarn, nur weil sie eine andere Meinung haben.
Weil ihr Newsfeed bei Facebook & Co. anders aussieht als unserer.

Dieses Phänomen kennst du mit Sicherheit, denn es ist dir vielleicht noch aus der Zeit von 2020-2022 bewusst, als alle plötzlich “N@zis” geschimpft wurden, die einen anderen Umgang als man selbst mit der Pandemie hatten. Egal wie gegensätzlich oder ähnlich ihre politischen Meinungen eigentlich waren.

Familien wurden zerstört, Freundschaften sind zerbrochen, ganze Menschengruppen wurden diffamiert. Social Media hat’s möglich gemacht. Ohne die AI in Social Media wäre diese gesellschaftliche Spaltung mit Sicherheit nicht so einfach und schnell möglich gewesen.

Überhaupt ist es schon fast schick geworden, andere als N@zi zu betiteln, wenn einem deren Meinung nicht passt.

Bei Social Media werden wir also mit News versorgt, die unserer ganz persönlichen Wahrheit Recht geben, damit wir bloß länger aufmerksam sind und am Bildschirm fleißig weiter liken, teilen, taggen und kaufen.

Ob diese News jetzt fake sind oder nicht, können wir nicht sagen und dem Algorithmus der AI ist das auch total egal. Der kennt „die Wahrheit“ eben auch nicht. Das gilt sowohl für “alternative” Medien als auch für offizielle Nachrichten und Regierungsmitteilungen, da diese ebenso Social Media nutzen. Niemand hat die Wahrheit für sich gepachtet.

Frei nach dem Motto: Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Auch wenn diese Entwicklung vielleicht nicht das Ziel von Big Tech war (was manche sicher anders sehen und das ist total okay so), ist es ein Produkt davon.

Begonnen von sinnbefreiten N@zi-Beschimpfungen, weil die Meinung nicht passt, über Straßenkrawalle hin bis bald hin zu Bürgerkriegen? All dies findet schon jetzt weltweit statt und diese Dynamik wird sich mit der weiteren Nutzung von Social Media Plattformen immer weiter verstärken.

Ich denke, wir sind uns nicht wirklich bewusst, was wir tatsächlich opfern für die Verbindung auf Instagram und Co. und dass wir die Entzweiung eigentlich noch befeuern durch unkontrollierten Konsum, auch wenn wir das Gegenteil wünschen.

Wer das ganze Ausmaß begreifen will, denn dies ist nur ein kleiner Abklatsch, schaut sich noch heute die Doku „The Social Dilemma“ an und denkt danach mit Sicherheit anders über den eigenen Konsum.

Achtung: Ich kann diese Doku allerdings nicht uneingeschränkt empfehlen, denn auch sie verfolgt unterschiedliche Ziele:

Sie weist einerseits ganz klar auf die Schwachstellen der menschlichen Psyche hin und wie Big Tech und diverse große Firmen diese für sich nutzen.

Sie drückt andererseits aber auch aus, dass wir wieder unseren (westlichen) Regierungen Glauben schenken sollen, die die “wirkliche Wahrheit” sagen. Und genau das ist der Punkt: Es sind nicht nur die Opposition oder die “bösen Russen und Chinesen”, die z. B. auf Wahlen Einfluss nehmen, indem sie geschickt das nutzen, was Facebook und Co. so bereitwillig zur Verfügung stellen, sondern auch unsere westlichen Regierungen nutzen die AI in Social Media für ihre Zwecke.

Nochmal: Es gibt eben nicht die eine Wahrheit, die eine Quelle, die immer richtig liegt. Überall wo Menschen ihre Finger im Spiel haben, kommt es zu Fehlern, Meinungen & Interpretationen. Weder ich noch du werden jemals wissen, was allgemein wahr ist und was nicht.

Wenn wir das nicht akzeptieren können, dann steht es schlecht um unsere Spezies.

Wie geht es nun mit Social Media weiter?

Auch wenn ich es durchaus für sinnvoll halte, diese Plattformen oder zumindest die AI abzustellen, wird das nicht passieren. Doch nichts auf dieser Welt ist nur schwarz oder nur weiß.

Verbindung ist eines der größten Ziele, die ich mit Vagabundenliebe habe. Denn ich helfe mit meinen Angeboten Familien wie deinen, endlich in ihr ortsunabhängiges Leben zu starten. Sei es durch eines meiner eBooks, durch einen Kurs, meine Blogbeiträge oder einfach nur, indem ich Raum geschaffen habe für Austausch & Verbindung in Gruppen auf Facebook und Telegram.

Bisher hielt ich Instagram für einen sinnvollen Baustein dafür, um in Kontakt zu treten mit dir und all den Familien und Menschen, die ähnlich leben oder leben wollen wie wir es tun oder vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Ich nutzte Instagram auch, um dich und alle da draußen, die ihr ähnliches plant oder lebt, mit all euren Herausforderungen besser zu begreifen.

Ohne Verbindung zueinander sind wir nichts. Nun wird mir das zerstörerische Ausmaß von Social Media durch die AI noch bewusster und ich möchte mein persönliches Handeln und meinen Umgang mit Social Media anpassen und fordere dich auf es mir gleich zu tun.

Dieser Schritt ist nur der nächste logische, nachdem mir und Marc schon auf Business-Ebene sehr früh bewusst wurde, wie riskant es eigentlich ist, ein Online Business mit Social Media aufzubauen. Wir taten es glücklicherweise nicht und setzten von Anfang an auf unabhängige Mittel wie unsere Websites wie diese hier, über die die meisten von euch auch auf uns aufmerksam geworden sind.

Die bisherigen Gründe dafür habe ich letztes Jahr mal zusammen geschrieben.

Warum Social Media eine schlechte Idee auch für dein Business ist

Auch in meinem Kurs erkläre ich dir, wie du Social Media nutzen kannst, wenn du es unbedingt willst (ohne dass du es brauchst oder musst), ohne dabei selbst vor die Hunde zu gehen. Doch auch hier werde ich in Zukunft Anpassungen vornehmen und auf die darüber hinausgehenden Gefahren durch die AI bzw. KI aufmerksam machen. Persönlicher Konsum und geschäftlicher sind unterschiedlich anzugehen, wenn sie nicht zum Fluch werden sollen.

Wie sieht Verbindung für mich und Vagabundenliebe in Zukunft aus?

Zum Einen lade ich dich ein, dich in meinen Newsletter einzutragen, hier direkt unter dem Beitrag zu kommentieren oder in meine Telegram-Gruppe zu kommen. Denn für Verbindung brauchen wir kein Social Media.

Zum anderen bleiben meine Accounts vorerst weiter bestehen, ebenso werde ich die Telegramgruppe an freilernenden Familien vorerst erhalten. Auch wenn Telegram & andere Messenger Services irgendwie auch zu Social Media gehört, sind sie noch nicht so stark von der Monetarisierung und dadurch Steuerung unserer Aufmerksamkeit betroffen, wie die großen Plattformen wie Instagram, Facebook, Pinterest, Twitter und Co. Der Unterschied wird dir klar, wenn du die oben genannte Doku gesehen hast.

Ich kann nicht steuern, was du tun wirst. Aber ich kann steuern, was ich selbst tun werde und wie ich in Zukunft mit diesem Thema umgehen möchte. Dies ist für mich wirklich ein überaus wichtiges Thema und großes Anliegen, denn nichts fühlt sich beschissener an, als entgegen der eigenen Werte zu handeln.

So sehr uns die AI in Social Media das Leben auch vereinfacht hat, ebenso krass führt es uns in die komplett falsche Richtung für unsere Gesellschaft, unsere Welt und unseren Planeten. Wie krass dieser Einfluss tatsächlich ist und wie der aussieht, solltest du definitiv wissen, wenn du das nächste mal dort postest.

Zitat aus der Doku: „Wie wachst du aus der Matrix auf, wenn du nicht weißt, dass du drin steckst?“

Wie kannst du in Zukunft mit der AI in Social Media umgehen?

Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Mein Ziel ist es, über kurz oder lang ohne Social Media zu leben. Doch ich werde das nicht von heute auf morgen tun. Die Rückfallwahrscheinlichkeit wäre vermutlich enorm groß.

Stattdessen gehe ich privat einige dieser Schritte, die ich dir auch vorschlagen will:

  • Lösch die Apps von deinem Handy und setze dich nur zu bestimmten, festen Zeiten an deinen Computer oder
  • deaktiviere alle Benachrichtigungen (außer Nachrichten von für dich wichtigen Menschen, für die du erreichbar sein willst).

Meine Erfahrungen mit diesen zwei Steps: Als ich das getan habe, hat sich meine Bildschirmzeit nach ein paar Tagen rapide gesenkt. Ich bin konzentrierter, wenn ich am Telefon zum Arbeiten bin und kann meinen Aufgaben daran ungestört nachgehen, weil nicht ständig eine andere App oder eine andere Plattform mich animieren will doch schnell auf die Neuigkeit zu klicken, die mich direkt in ihren Orbit zieht.

Eine weitere Folge daraus ist, dass ich nicht wie oft unbewusst passiert, ständig einen Blick auf mein Handy werfe, um neue angezeigte Benachrichtigungen zu sehen. Da dort nun eh nichts mehr steht, ließ der Druck – die Sucht aufs Display zu sehen – nach circa 14 Tagen (ganz schön lang!) nach und nun liegt mein Smartphone stundenlang rum, ohne dass ich es beachte oder dran denke.

Wie befreiend!

Weitere Vorschläge:

  • Informiere all deine liebsten Menschen darüber, wie sie dich von nun an am Besten kontaktieren können, wenn es dringend ist. Nimm in Kauf, dass Menschen von nun einfach länger auf eine Antwort von dir warten müssen. Das ist total okay und nichts verwerfliches.
  • Was für deine Darmbakterien gilt, gilt auch für Social Media: Diversität ist alles! Folge bewusst Menschen, die gegenteilige Meinungen haben und nicht alles teilen, was du gut findest. So wird es für die AI schwer, dich einzuordnen und du erhältst dir ein möglicherweise ausgewogeneres Bild auf die Welt, ihre Nachrichten und Zustände.
    Allerdings musst du damit rechnen, dass die Nutzung dann auch weniger Spaß macht, weil nicht mehr alle deiner Meinung sind, richtig? 😉 Die Folge: Du nutzt es weniger, was wiederum gut ist. Erkennst du das Problem nun noch besser?
  • Informiere so viele Menschen, wie du kannst, über die unbekannten Gefahren durch die AI bzw. KI in Social Media und weiteren Plattformen.
  • Halte deine Kids so lang wie möglich fern von Social Media. Meine Kinder werden keinen Zugang zu den gängigen Social Media Plattformen erhalten bevor sie nicht alt genug sind, um zu verstehen, wo drin die Gefahren liegen.
  • Geh mit mir gemeinsam durch den Entzug und finde neue (alte) Wege, mit Menschen in Verbindung zu treten. Real Life und so.
  • Um auch ohne Instagram & Co. auf dem Laufenden zu bleiben und mehr Tipps zum Reisen mit Kindern, Vanlife, Bildung unterwegs und ortsunabhängig arbeiten, trag dich in meinen Newsletter ein. Denn in dein Postfach kommt nur, was du dort haben willst (mit gutem Spam-Filter).

Utopie und Dystopie liegen nur einen Klick voneinander entfernt.

Erzähl mir gern hier in den Kommentaren wie du die Dokumentation findest und ob sich dein Umgang mit Social Media danach oder sogar schon nach diesem Artikel verändert hat. Du hast ganz andere Gedanken dazu? Sehr gerne auch her damit!

Bleib in Verbindung und meld dich für die Vagabundenpost an. So brauchst du mir für Neuigkeiten & Wissenswertes nicht mehr bei Insta & Co. zu folgen.

Selbstzweifel & mangelndes Selbstwertgefühl überwinden: Warum du nie gut genug bist, was die Schule dafür kann & eine Step-by-Step Anleitung für dein Wunschleben

Selbstzweifel & mangelndes Selbstwertgefühl überwinden: Warum du nie gut genug bist, was die Schule dafür kann & eine Step-by-Step Anleitung für dein Wunschleben

Schon wieder Sand im Mund. Den Tränen nahe rappele ich mich zum dritten Mal in dieser Reitstunde vom Boden auf und nehme Benny, das Reitschulpony, erneut im Empfang, der mich schon wieder mit gezielten Bocksprüngen abgesetzt hat. Er ist unglücklich über sein Dasein als geschundenes Reitschulpony. Ich bin unglücklich über mein Dasein. Vorhang auf: Hallo Selbstzweifel!

„Du bist die schlechteste Reiterin im ganzen Reitstall!“, tönt Bernd, der Reitlehrer alter Schule, vor versammelter Mannschaft durch die Halle. Ich höre das Blut vor Scham in meinen Ohren rauschen, während ich mich erneut in den Sattel ziehe und versuche nun einfach unsichtbar zu werden. Ich bin 9 Jahre alt und kann an nichts anderes mehr denken als daran, dass ich einfach „nicht gut genug“ bin. Nicht mal für die Dinge, die ich liebe.

Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl fallen mit dem Vorhang.

Selbstzweifel und mangelndes Selbstwertgefühl als Vorbild für deine Kinder

Fast forward 2023: Ich sitze hier in meinem Wohnmobil und habe mir vorgenommen über Selbstzweifel und das Gefühl „nicht gut genug“ zu sein zu schreiben. Wo es meiner Meinung nach herkommt und vor allem auch wie ich es regelmäßig wieder loswerde! Und da ist es schon: „Wer bin ich eigentlich, dass ich über sowas schreiben will?“ und „Ich bin doch keine Therapeutin, das können andere viel besser als ich!“ und „Da haben doch schon so viele Menschen drüber geschrieben und dazu noch viel besser als ich!“.

Und dann ist da noch diese andere Stimme, die ich lange Jahre nicht hören konnte, die regelrecht überschrien wurde von meinem Reitlehrer oder meinem Chorleiter, dem Erdkundelehrer, Mathelehrer und Geschichtslehrer bis nicht zuletzt ich selbst sie stumm geschaltet hatte.

Diese Stimme schaltet sich nun erst ganz vorsichtig, dann immer durchdringender ein und sagt: „Wer sagt das? Wer sagt denn, dass ich nicht genau die Richtige dafür bin, um aus meiner eigenen Perspektive hier zu erzählen? Wo kommen wir denn hin, wenn man für alles ein Zertifikat braucht, was man fühlt?“

Mir als Mama ist es vermutlich genauso wichtig wie dir, dass Kinder nicht von dem Gefühl geleitet werden, nichts richtig zu können und einfach nicht gut genug zu sein für die Dinge, die sie gern erreichen oder können wollen. Du wünschst dir für sie, dass sie ihr volles Potenzial entfalten können und selbstbewusst und mit Selbstvertrauen ihren Weg gehen. Was andere dazu sagen? Schnurzpiepegal.

Vielleicht strugglest du im Alltag so wie ich immer wieder noch mit diesem Gefühl, mit Selbstzweifeln oder deinem Selbstwert? Fühlst dich als schlechte Mama, wenn du wieder nicht zum Saugen gekommen bist, während die Kinder glücklich krümelnd durch die Polster hüpfen und du einfach hoffst, dass jetzt niemand zu Besuch kommt. Oder du bist wieder mal zu laut geworden, weil dich drei Kinder gleichzeitig brauchen und du dich selbst auch noch (!), obwohl du gewaltfreie Kommunikation befürwortest.

Auch wenn es heutzutage hoffentlich nicht mehr solche Reitlehrer gibt, wie ich damals einen hatte, gibt es leider immer noch haufenweise Möglichkeiten als Mensch sein eigenes Können, die eigenen Fähigkeiten und irgendwann auch den eigenen Wert in Frage zu stellen.

Warum fühle ich mich nicht gut genug? Woher kommen die Selbstzweifel?

Sich „nicht gut/intelligent/liebevoll genug“ zu fühlen, bedeutet, dass du einen Maßstab an dein eigenes Können, deine Eigenschaften und Fähigkeiten ansetzt. Was ganz oben bei mir als „gut genug“ stand, ist mir selbst lange gar nicht unbedingt immer ganz klar gewesen. Bist du dir dessen bewusst?

Möglicherweise ist es das Supermodel, mit dem du deinen Körper vergleichst. Die Milliardärin, mit der du deinen Kontostand vergleichst. Die Mutter von nebenan, die aus deiner Sicht immer in sanfter Stimme spricht und unendlich Kraft hat oder auch all die Leute, die auf Reisen gehen oder auswandern und es auch noch irgendwie schaffen, diesen Lebensstil zu finanzieren. Dein Selbstwertgefühl sinkt.

Du selbst bist nicht gut genug dafür.

All diese Punkte haben eines gemeinsam: Du vergleichst dich, dein Können, deine Fähigkeiten mit anderen. Die logische Schlussfolgerung für dein Gehirn: Die haben, machen, können was, was du auch gern hättest, könntest oder machen würdest, also müssen sie einfach besser sein als du in dem, was sie tun.

Das Ergebnis: Du traust dir kaum was Neues zu und akzeptierst dein „nicht genügendes“ Dasein, obwohl es dich unglücklich macht, wobei du möglicherweise einen Groll hegst gegen Menschen, die nach deinem Maßstab „genug“ sind.

Fun Fact: Genau deshalb schauen so viele Menschen gerne TrashTV im Fernsehen, denn bei diesem Vergleich im Gehirn kommen sie aus ihrer Sicht mal richtig gut weg.

Selbstzweifel überwinden, Selbstwertgefühl aufbauen.

Vergleiche sind überall

Jetzt vergleichst du dich als Kleinkind aber ja noch gar nicht mit dem Nachbarskind, denn vergleichen tust du erst, wenn du es gelernt hast.

Das kann schnell passieren, zum Beispiel, wenn du Geschwister hast und das bloße Gefühl hast, dass dein Bruder oder deine Schwester dir gegenüber vorgezogen wird, auch wenn das in der Realität möglicherweise gar nicht der Fall ist.

So richtig geht das Vergleichen und Bewerten aber mit 6 Jahren los und zwar in der Schule. Was eine achtsame und liebevolle Elternschaft grundsätzlich noch hätte auffangen können, ist jetzt nicht mehr zu bremsen.

Das deutsche Schulsystem legt nun den Maßstab an und zwingt dir diesen auf. Hier entscheidest nicht du, mit wem du dich vergleichst, sondern hier entscheidet das System, dass du mit allen Gleichaltrigen aus deinem Umkreis verglichen wirst und dies dann anhand dieses Maßstabs bewertet wird.

Dein Verhalten, deine Fähigkeiten, deine Interessen, einfach alles an deiner Person wird in ein Schema gepresst, nach dem du bewertest wirst. Dass dir diese Noten und Bewertungen, die du erhältst (auch schriftliche Zeugnisse zählen da rein!), auch noch vorgesetzt werden und als Ansporn dienen sollen, dich „zu bessern“ (denn du bist noch nicht gut genug!), setzt dem ganzen noch die Krone auf.

>>> Auch interessant: „Mein Kind geht (nicht) gern zur Schule“: 4 Gründe, warum kein Kind ernsthaft gern zur Schule geht. <<<

Welche Auswirkung Noten auf deinen Selbstwert und deine Selbstzweifel haben

Glückwunsch, du hast eine 2 in Mathe bekommen! Was? Darüber bist du nicht glücklich?

Eine 2 in Mathe muss nicht bedeuten, dass sich die Betroffnen darüber freuen. Höchstens oberflächlich. Im Gegenteil: Sie kann für sie genauso gut bedeuten, dass da noch Luft nach oben ist und man einfach noch „nicht gut genug“ für eine 1 gewesen ist. Dabei ist es egal, ob man eine 5 oder eine 2 bekommt, denn nur eine 1+ mit Sternchen ist das angelegte Maß aller Dinge, die es theoretisch zu erreichen gilt.

Alles schlechter als das ist „nicht genug“.

Aber Achtung: Meistens läuft dieser Gedanke unbewusst ab. Zu sehr haben wir uns an die Bewertung durch andere gewöhnt, halten sie sogar für notwendig und hinterfragen sie nicht! Doch unbewusst setzt sich mit jeder weiteren Bewertung der Glaubenssatz „Ich bin nicht gut/schlau/intelligent/schön genug.“ tiefer und tiefer in uns fest.

Die Angst zu versagen oder Angst vor Fehlern wächst auf diese Weise auf ungeahnte Größe, genau wie die Selbstzweifel.

Hallo Perfektionismus & hallo Imposter Syndrome!

Den Glaubenssatz „nicht … genug“ zu sein lösen und Selbstzweifel & mangelndes Selbstwertgefühl überwinden

Nach vielen Jahren in Verhältnissen wie dem deutschen Schulsystem (und vielen anderen) ist es nicht verwunderlich, dass wir aus der Schule heraustreten und brav in dem Rahmen bleiben, den wir kennen. Nur den wenigsten hat die dauerhafte Bewertung so wenig angetan, dass sie nun voller Selbstvertrauen endlich in ihr Leben starten und all die vielen neuen Sachen angehen, für die ihren Mitschülern das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl fehlt.

All die anderen kämpfen tagein tagaus mit ihrem Selbstwert und träumen nur von einem Leben, das sie sich wünschen. Bist du eine von ihnen so wie ich es war?

Mein eigener Prozess des Deschooling durch meine Kinder, die als Freilerner aufwachsen können, hat mir enorm geholfen, mich mit dem Glaubenssatz nicht gut/schlau/schön/etc. genug“ zu sein auseinanderzusetzen und ihm etwas entgegen zu setzen zu haben. Bye, bye Selbstzweifel!

Doch auch für diejenigen, die nach deinem Maßstab ganz nach oben geklettert sind, gehen diese Gedanken nicht immer gänzlich vorbei. Versagensängste oder das Imposter Syndrome sind auch unter ihnen wohlbekannt.

Was machen diese Menschen, um sich von diesem Glaubenssatz zu lösen und ihr Selbstvertrauen aufzubauen?

Ich möchte dir hier erzählen, wie ich mit diesem Glaubenssatz umgehe. Ich bin keine Therapeutin, noch super spirituell angehaucht oder will dir hier was von „mit Liebe geht alles“ (obwohl das sicherlich stimmt, hehe)erzählen.

Mein wahnsinniges Interesse gilt den Prozessen im Hirn und wie wir bewusst das Unbewusste lenken können, weshalb ich auch meinen Kurs „Zwischen Freiheit und Festanstellung“, in dem es um den Start deines eigenen Online Business geht, mit einem extra Mindset-Modul ausgestattet habe. Willst du den nächsten Kursstart oder weitere Infos dazu nicht verpassen, meld dich hier in meinem regelmäßigen Newsletter an. Denn ein Unternehmen zu gründen hat immer was mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun. Ohne diese, kein Erfolg.

Jetzt aber zu den 4 Schritten, die ich durchlaufe, wenn ich mich mal wieder nicht genug fühle:

Step-by-Step Anleitung: 4 Schritte, die ich durchlaufe, um negative Glaubenssätze aufzulösen

1. Bewusstwerdung & Ehrlichkeit

Um etwas zu ändern, muss ich erstmal merken, dass ich wieder mit diesem Glaubenssatz zu tun habe. Das findest du i.d.R. ganz schnell raus, indem du dir und deinen Gedanken einfach bewusst zuhörst und lauschst.

„Ich kann das nicht.“,
„Nur andere haben dieses Glück.“,
„Ich habe das nicht gelernt.“,
„Ich bin hässlich.“,
„Niemand mag mich.“,
„Alle lachen dann über mich.“

So oder so ähnlich klingt dein selbstzerstörerischer Self-Talk. Diese Gedanken übernehmen immer wieder deine innere Stimme und lassen dich bestimmte Situationen suchen oder vermeiden.

Übung: Suche dir ein ruhiges Plätzchen und denke an all die Dinge, die du gerne erleben, erreichen oder mal machen möchtest, ganz egal, wie weit weg etwas für dich scheint, du darfst richtig in die Vollen gehen.
Und nun achte auf die Stimme, die sofort Einwände hat und dir sagt, wie bekloppt das alles ist, weil… (was kommt da?). Notiere dir alles, was da kommt. Sei ehrlich dir gegenüber darüber, dass du diese Gedanken hast, denn nur wenn du sie annimmst, kannst du sie auch loslassen.

2. Hinterfrage deine Gedanken

Nimm nun deine in Schritt 1 notierten Sätze und frage dich danach laut: „Aber warum?“ und lausche auf die Antwort, die in dir hoch sprudelt. Auch auf diese Aussage fragst du erneut „Warum?“. Dies wiederholst du so lange es Sinn macht oder sobald du nicht weiter kommst, dann frage dich: „Was könnte eine Lösung sein, um hier voranzukommen?“

Beispiel: Dein Wunsch ist zu reisen wohin du willst.

Die Stimme: „Das geht aber nicht, das ist total bescheuert!“

Aber warum?
„Na, ist doch klar, dafür muss man reich sein!“

Warum?
„Na, weil alles Geld kostet, Hotels, Flüge, Fahrzeuge. Ich habe kein Geld.“

Warum?
„Weil ich eben was gelernt habe, mit dem das nicht geht.“

Warum?
„Weil man dafür ja was braucht, was von überall geht und ich kann nichts anderes. Ich kenn mich nicht aus und weiß nicht, wie das geht.“

Warum?
„Ich hab halt nichts anderes gelernt! Es ist zu schwierig.“

Warum?
„Weil ich keine Ahnung davon habe, woher soll ich denn wissen, wie das geht?“

Warum?
„Dafür bin ich zu alt/hab doch nicht umsonst was anderes studiert/dafür bin ich nicht schlau genug, das können nur andere.“

Warum? oder auch: Stimmt das wirklich?*
„Warum bin ich nicht schlau genug bin/Warum bin ich zu alt? Äh…“ oder
„Ob das stimmt? Hm… ich weiß nicht, ob das wirklich stimmt.“ oder sogar
“ Nein, natürlich stimmt das nicht! Ich denke das, weil mir dieser Schritt insgeheim Angst macht, ich mich aus meiner Komfortzone heraus bewege und ich Angst vor Kritik von außen habe.“ oder ähnliches

An dieser Stelle kannst du nun noch ewig weiter mit dir selbst diskutieren, warum das alles nicht geht. Irgendwann kommst du aber zu dem Punkt, an dem du merkst, dass du versuchst etwas zu vermeiden oder dich im Kreise drehst, deshalb nun die Frage:

Was könnte eine Lösung sein, um hier voranzukommen? (Nimm dir Zeit für die Antwort.)
„Öhm… vielleicht stimmt es ja gar nicht, dass ich nicht intelligent genug bin oder zu alt oder umsonst studiert habe. Dann stimmt es auch nicht, dass ich nichts anderes lernen könnte und dann könnte ich wiederum auch das Geld verdienen, um meine Träume wahr werden lassen.“

*Tipp: Sobald du an die Kernaussagen auf dich als Menschen bezogen kommst („Ich bin nicht schlau genug“, „Ich bin nicht gut genug“, „Ich kann nichts anderes.“) weitab von deinem Kontostand und deinem Ausbildungsstand, kannst du auch fragen: „Stimmt das wirklich?“

3. Finde kleine Babyschritte

Nachdem du nun zumindest unsicher geworden bist, was deine vorherige negative Einstellung zu deinem Wunsch und zu dir selbst betrifft, finde kleine Babyschritte, die du jetzt beginnen kannst und leicht erreichst.

Brich dazu dein großes Ziel auf viele kleine Zwischenschritte herunter. Schau dazu auch beim Vision Board rein, um dir Inspiration zu holen dafür, wie so ein Vision Board eigentlich aufgebaut ist (nämlich ganz anders als du es kennst!) und wie du deiner Vision näher kommst.

Diese Baby Steps bringen dich nun direkt deinem Ziel ein kleines bisschen näher. Indem du überhaupt beginnst zu handeln, sagst du nämlich deinem Gehirn: „Ich halte es für möglich.“

Je weiter du gehst, desto häufiger wird dir dein Gehirn nun Möglichkeiten aufweisen, die dich deinem Ziel noch näher bringen. Denn indem du deinem Gehirn zeigst, dass du das Erreichen deiner Ziele für möglich hältst, beginnt dein Gehirn seine Umwelt anders wahrzunehmen und dir von nun an Möglichkeiten zu zeigen, die du vorher gar nicht wahrgenommen hast! Einfach deshalb nicht, weil du es für dich eh nicht für möglich gehalten hast. Wahnsinn, oder?

Ein genialer Nebeneffekt: Dein Selbstvertrauen in deine Fähigkeiten, dein Können und in dich selbst wächst mit dem Erreichen jedes neuen Babyschrittes und damit auch dein Selbstwertgefühl.

Um den Prozess zu unterstützen oder zu beschleunigen, kannst du dir natürlich auch die Autosuggestion zu Nutze machen. Hierbei geht es um spezifische, positive Affirmationen, mit deren Hilfe du dein Unterbewusstsein beeinflussen und lenken lernst, um deine Ziele zu erreichen.

4. Wähle dein Umfeld bewusst

Suche dir gezielt Menschen in deinem Umfeld oder auch bei Social Media, die bereits ein positives Mindset haben. Lass den ganzen Hate, negative Nachrichten oder Schlagzeilen und dauerhaft schlecht gelaunte Menschen hinter dir. Je mehr und je häufiger du diesen neuen positiven Gedanken ausgesetzt bist, desto eher wirst du sie selbst in dir hören können.

Fazit & Empfehlung

Du bist nicht alleine. Ich kenne keinen Menschen, der nicht auch mal mindestens unter Selbstzweifeln leidet. Ich kenne hingegen wahnsinnig viele, die unter ihrem Perfektionismus leiden, unter Versagensängsten oder sich selbst einreden, dass alle anderen alles besser können als sie selbst. Und dazu gehörte ich selbst.

Das für sich festzustellen ist das eine, aber nichts dagegen zu unternehmen und die eigenen Träume nicht zu leben, ist das andere.
Wo willst du stehen? Was möchtest du deinen Kindern mitgeben auf ihrem Weg in diese Welt?

Glaub nicht alles, was du dir selbst zuflüsterst, wenn alles still ist.