Home Office mit Kindern organisieren: 5 Tipps für mehr Zeit im Online Business

Home Office mit Kindern organisieren: 5 Tipps für mehr Zeit im Online Business

Mit diesen effektiven Tipps & Strategien managst du Kinder & Online Business im Home Office erfolgreich

Home Office mit Kindern passt nicht zusammen? Deine Zeit reicht vorne bis hinten nicht, weil ständig jemand was von dir will, Hilfe braucht und du nicht mal in der Lage bist für 10min ungestört einer Tätigkeit nachzugehen? Wie zur Hölle soll da bitte noch ein Online Business reinpassen?

Gerade Mütter stehen oft vor der Entscheidung: Kinder oder Beruf? Und möchten sich zu Recht für beides entscheiden!
Trotz enormer Anstrengung es allen Recht zu machen (Spoiler: Das geht gar nicht & ist gar nicht deine Aufgabe!), finden sie sich schnell im Kampf um mehr Zeit für sich selbst, ihre Kinder oder ihre Arbeit.

>>> Schau mal hier: Plötzlich Planvoll – Mehr Zeit & weniger Stress mit Kindern im Home Office <<<

Doch Familie & Beruf erfolgreich vereinbaren erscheint aussichtslos im normalen 9-5 Job.

Den ganzen Tag außer Haus auf Arbeit verbringen und die Kinder nur kurz zu sehen, ist nicht das, was sie sich unter Familienleben vorstellen, weshalb immer mehr Menschen, insbesondere Mütter, ein Online Business gründen und so im Home Office arbeiten.

Doch im Home Office mit Kindern stehen sie schnell vor einem Problem:

Wie kann ich mein Online Business erfolgreich von zuhause aus führen und gleichzeitig für meine Kinder da sein?

Schon recht bald, nämlich direkt nach der ersten, kurzen Euphorie im Business Start, bricht der Alltag mit Kindern über uns Müttern zusammen. Frust baut sich auf, weil gefühlt nichts voran geht und kaum ein paar Minuten am Stück ohne Unterbrechung gearbeitet werden kann. Zusätzlich werden wir geplagt vom schlechten Gewissen den Kindern gegenüber, weil wir gefühlt ständig arbeiten müssen.

“Wann soll ich neben Kindern, Reisen oder dem ganz normalen Wahnsinn im Alltag noch Zeit finden ein Online Business aufzubauen?”, fragst du dich?

Wie schaffen es andere, erfüllt ihrem Online Business nachzugehen?

„Na ganz einfach“, bekomme ich zu hören, „sie vernachlässigen ihre Kinder oder arbeiten nachts und schlafen niemals.“

Denn guck mal: Die Tage sind lang, die Kids brauchen immer etwas. Immer wenn du dich grad mal hingesetzt hast, musst du doch wieder aufstehen.

Nicht mal auf dem Klo hast du deine Ruhe. Du hast ja nicht mal Zeit ein paar Seiten in einem Buch zu lesen, wie sollst du dann ein ganzes Online Business organisieren? Und abends bist du so platt und ausgelaugt vom Tag, da ist nicht mehr an Arbeit zu denken.

Du bist der festen Ansicht, Home Office mit Kindern kann gar nicht funktionieren. Schon gar nicht, wenn deine Kinder nicht fremdbetreut werden oder zur Schule gehen. Oder du alleinbegleitend bist.

Ist das wirklich wahr?

Effektives Zeitmanagement mit Plan für dein Online Business im Home Office

Hast du manchmal das Gefühl, deine Tage wiederholen sich? Einer ist im Grunde wie der andere, Woche um Woche, Monat um Monat… du hast das Gefühl, du trittst irgendwie auf der Stelle, kommst nicht voran und schaffst so gut wie nichts, von dem, was du dir vorgenommen hast?

Oder gar: Du nimmst dir gar nichts mehr vor, weil du es eh nicht schaffen würdest?

Dann hab ich gute Nachrichten für dich: Du hast jetzt die Wahl!

  • Option A: Du machst weiter wie bisher und alles bleibt, wie es ist. So ist es nun mal, an deiner Situation ist nicht zu rütteln… irgendwann, wenn die Kinder größer sind, wird’s schon wieder.

    oder
  • Option B: Du veränderst etwas und kümmerst dich um dein Zeit- und Selbstmanagement. Alles wird anders und du kommst noch heute deinen Zielen einen Schritt näher. Du füllst dein Leben wieder mit mehr Sinn und Freude, fühlst dich abends nicht mehr total kaputt und hast trotzdem geschafft, was du dir vorgenommen hattest.

Wenn du bist wie ich, dann wählst du auch Option B: Das Zeit- und Selbstmanagement mit Plan. Ich wusste ehrlich gesagt vorher nicht, wie das hieß, okay… aber auch ohne den fancy Namen kann man es angehen. 😉

Blöd war nur, dass ich Pläne ziemlich doof fand. Denn ich bin ja so frei und plane nichts, lass mich von den Wellen des Lebens tragen. Und so. Japp, das planlose Leben können wir uns auch weiter rausnehmen, aber nur dort, wo wir es brauchen und können.

Bist du am Abend trotzdem unzufrieden & erschöpft, dann ist es Zeit, etwas Neues auszuprobieren, wenn du mehr Zeit haben willst. Egal für was.

Stunde um Stunde habe ich schon mit Menschen per Facebook, Instagram, WhatsApp, Telegram gequatscht, die Zeit als Mangelware wahrnahmen.

Interessanterweise sind die Menschen, die gefühlt die wenigste Zeit haben, oft diejenigen, die jede Story von anderen Accounts bei Instagram ansehen, aber laut eigener Aussage keine Zeit finden für den Aufbau des eigenen Online Business.

Diese Ironie bringt uns direkt zum ersten Tipp dieses Leitfadens, damit du endlich mehr Zeit für dein Online Business im Home Office mit Kindern findest, ohne auf Zeit mit deinen Kindern und dir selbst zu verzichten.

Home Office mit Kindern Tipp 1: Zeitfresser finden

Soll ich dir mal vorrechnen, wie viel Zeit Menschen im Schnitt verdödeln, ohne es zu merken? 

Im Schnitt verbringen je nach Altersgruppe die Menschen ein bis drei Stunden pro Tag in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram, natürlich inklusive Messenger wie Whats App und Telegram.

Zusätzlich werden im Schnitt noch drei Stunden ferngesehen. Selbst wenn es bei dir nur eine einzige Stunde ist, die du mit Netflix Serien, Youtube Videos, Dokus oder ähnlichem verbringst, kommen wir auf drei bis vier Stunden am Tag, die du auch anders nutzen könntest. Das sind 28 Stunden in der Woche. Im Grunde ein Halbtagsjob. 

Auch wenn du nicht zu den krassen Konsumenten zählst (Check das mal in deiner Bildschirmzeit am Smartphone!), verdödelst du permanent Zeit.

Wo das? In dem du überlegst, was als nächstes dran ist, indem du von Thema zu Thema hüpfst – sog. Task Switching – und am Ende nichts geschafft hast, weil alles nur so halb angefangen wurde, du gar nicht richtig ins Thema reinkamst und wieder abgelenkt wurdest.

Wir brauchen für jeden Themenwechsel im Hirn durchschnittlich 20 Sekunden, um uns in das Thema “einzudenken” und weitere 10-20min, um „in den Flow“ zu kommen, um darin wirklich produktiv zu werden. Und wenn es nur beim Kochen die Schmutzwäsche am Boden sehen ist und sie zur Waschmaschine bringen. Jeder Themenwechsel kostet dich wertvolle Zeit und die summiert ergibt Stunden an ungenutzter und ineffizient genutzter Zeit.

Auch wenn es meist eine harte Pille ist, die wir da schlucken müssen:
Wir haben genug Zeit, um z. B. ein Online Business aufzubauen oder einem Hobby nachzugehen. Auch mit Kindern. Auch alleinbegleitend.

Es ist nur zu viel Zeit, die wir nicht nutzen. 

“Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“

Seneca

Mein Tipp: Finde deine Zeitfresser
Um herauszufinden, wo deine ganze Zeit hin ist, musst du sie erstmal finden, um sie auch nutzen zu können. Finde deine Zeitfresser!

Home Office mit Kindern Tipp 2: Entlarve blockierende Gedanken

“Sorry, da hab ich zu wenig Zeit für.”, war mal mein Lieblingssatz. Damit war die Sache gegessen und ich hab halt nicht gemacht, was ich gern wollte und mich lieber geärgert. Kennst du das vielleicht? Wir Menschen neigen dann dazu, zu schauen, wer oder was jetzt Schuld an unserer wenigen Zeit ist und leiten dann diese Energie weiter.

Doch es ist nichts weiter als ein Glaubenssatz, der blockiert. Ein so mächtiger und gewohnter Gedanke, der so viel Einfluss auf dein Handeln nimmt, dass du viele Dinge gar nicht erst beginnst, weil dir deine Stimme selbst flüstert, dass es sinnfrei ist, denn Zeit ist nun mal Mangelware.

Andere blockierende Gedanken können sein:

  • “Wenn ich mich selbstständig mache, arbeite ich selbst und ständig” oder
  • „Ein Arbeitstag dauert 8 Stunden und so viel Zeit hab ich gar nicht.“
  • „Meine Kinder brauchen mich den ganzen Tag.“

>>> Auch interessant: Online Job: Der ausführliche Vergleich zu Selbstständigkeit vs. Anstellung >>>

Mein Tipp: Überprüfe deine blockierenden Gedanken zu Zeit & Online Business
Warum dauert ein Arbeitstag im Online Business acht Stunden? Wenn du die Freiheit nicht lebst, die du dir durch die Selbstständigkeit erhoffst, wirst du sie nicht bekommen.

Home Office mit Kindern Tipp 3: Entwickle Routinen

Routinen mögen mega langweilig klingen. Aber wusstest du, dass sie dir Zeit schenken können?

Den Alltag mit Kindern und Home Office organisieren, ist nicht immer ganz leicht. Doch indem du Routinen in deinen Alltag einbaust (damit meine ich nicht fancy Yoga & Meditation am Morgen, sondern einfach einen festen Ablauf der Dinge, die du erledigen willst), musst du nicht mehr Zeit verschwenden mit Nachdenken über das, was du noch erledigen musst, bevor du z. B. das Haus verlässt. Hast du auch an alles gedacht?

Und nicht nur dir direkt erleichtern Routinen den Alltag, auch deinen Kids. Erstelle mit ihnen gemeinsam einen Plan zum Abhaken, auf dem alles notiert ist, was sie erledigen wollen. Wenn sie noch nicht lesen, können sie die Tätigkeiten auch malen.

Diesen Zettel könnt ihr gut sichtbar aufhängen, so dass deine Kids immer gucken können, was als nächstes ansteht ohne, dass sie anfangen zu träumen und du sie immer wieder erinnern musst doch jetzt bitte endlich die Haare zu kämmen oder in den Schlafanzug zu wechseln.

Denn auch Kinder lieben Checklisten abhaken. 😀

Mein Tipp: Entwickle Routinen
Erleichterst du deinen Kindern den Alltag, erleichterst du ihn auch dir.
Entwickle Routinen für dich, dein Online Business und deine Kinder, damit du massiv Zeit einsparst.

Homeoffice mit Kindern Tipp 4: Klare Ziele setzen

Wenn du nicht weißt, wo du hin willst mit deinem Online Business, kannst du auch nicht ankommen. Oder nur mit massiver Verspätung.

Menschen sind Meister im Verschwenden von Zeit, indem wir drüber nachdenken, was wir eigentlich heute erledigen möchten/sollten oder was wir vergessen haben könnten. Dabei verlieren wir insbesondere im Home Office mit Kindern zuhause ganz schnell aus den Augen, wo wir hin wollen, während wir der nächsten bequemen Tätigkeit (scrollen, Textnachrichten lesen und beantworten) nachhängen, weil wir vergessen haben, was eigentlich ansteht und uns wichtig ist.

Klare Ziele für unser Leben helfen massiv dabei, unsere Träume und Vorstellungen tatsächlich wahr zu machen.

Frag dich: Was erledige ich heute, um meine Vision wahr werden zu lassen?

Wusstest du, dass der Fortschritt, den du beim Arbeiten an deinen Zielen machst, für ein Glücksgefühl sorgt? Das ist übrigens auch das gute Gefühl am Abend, wenn du sagst: “Wow, heute hab ich echt was geschafft”.

Mein Tipp: Nimm deine klaren Ziele und entwickle daraus konkrete Pläne.
Lad dir hier meinen bewährten Wochenplan (<-*klick*) für meine Woche im Home Office mit Kindern runter, den ich nutze, um anhand meiner Ziele an alles zu denken, was ich und meine Familie diese Woche erledigen wollen, um unsere Träume zu erfüllen.

Wochenplaner und 4 Quick Tips fürs Home Office mit Kindern
Wochenplan downloaden

Home Office mit Kindern Teil 5: Nimm dich selbst ernst.

Bist du in der Vergangenheit für das eingestanden, was du erreichen willst? Hast du vor Familienmitgliedern formuliert und deutlich gemacht, dass dir etwas am Erreichen und Erfüllen deiner Träume liegt? Dass du ernsthaft ein Online Business betreiben möchtest im Home Office?

Ganz oft denken wir einfach, dass der andere schon weiß, wie wichtig uns das ist und sich auch der Intensität unseres Wunsches nach einem erfüllenden eigenen Online Business auf der einen Seite und einem schönen Familienleben mit Kindern auf der anderen Seite, bewusst ist.

Tatsächlich stecken wir aber alle in unseren eigenen Köpfen und wenn wir unsere Bedürfnisse nicht klar äußern, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass kaum wer davon Wind bekommt oder dich deshalb nicht ernst nimmt.

Je klarer du gegenüber deiner Familie wirst, desto eher finden sich zusätzliche Zeitblöcke, die du für dein Vorhaben im Online Business mit Kindern verwenden kannst.

Zeit zu finden, um dein Online Business im Home Office mit Kindern zu organisieren, funktioniert aber nur, wenn du dich selbst ernst nimmst. Das bedeutet, du stehst hinter dem, was du erreichen willst und bist bereit, die möglicherweise anfänglich anfallenden Konflikte zu lösen, wenn sich deine Familienmitglieder noch an die Veränderung anpassen lernen.

Gerade als Mama rutschen wir schnell in ein Muster hinein, in dem wir (manchmal real und nicht nur gefühlt) alles machen und jeder andere Mensch in unserem Umfeld sich einfach Zeit nimmt ohne Rücksicht.

Es liegt in deiner Verantwortung da auszusteigen und dich endlich selbst ernstzunehmen.

Mein Tipp: Nimm deine Pläne und Wünsche für dein Online Business ernst.
Scheu die möglicherweise aufkommenden Konflikte nicht länger, sondern sag, was du brauchst und erarbeite dir mit deiner Familie gemeinsam eine Lösung. Du hast das selbe Recht zur Selbstverwirklichung, wie andere Familienmitglieder.

Fazit zum Online Business mit Kindern von zuhause aus

Ohne einen Plan wäre ich längst im Chaos untergegangen. Ich musste erst lernen, wie ich mich selbst und meine Kinder effektiv im Home Office gut organisiere, wo ich überall Zeit verschwende mit sinnlosen Dingen, die mich nicht weiterbringen und vor allem, wie wichtig klare Ziele in meinem Online Business sind, damit ich erfüllt und enthusiastisch in den Tag starten kann und Familie und Beruf vereinen kann.

Hol dir hier 4 weitere Quick Tips mit praktischen Methoden zum Nachmachen für dein Online Business von zuhause & plane deine Woche mit meinem bewährten Wochenplaner. >>>

Welcher Bereich sorgt bei dir für das Gefühl, du hättest zu wenig Zeit? Und welches ist dein größter Zeitfresser?

Weltreise finanzieren: 3 unschlagbare Tipps für Familien, die auf Weltreise mit Kindern gehen

Weltreise finanzieren: 3 unschlagbare Tipps für Familien, die auf Weltreise mit Kindern gehen

Mit der Familie um die Welt reisen, neue Länder entdecken, Kulturen und Landschaften. Kaum wer träumt nicht davon, mal eine Weltreise zu machen und raus aus dem Alltag zu kommen und dem gewohnten Alltagstrott zu entfliehen.

Doch mehr als es uns vorstellen, tun wir meist nicht. Denn insgeheim glauben wir gar nicht, dass wir es wirklich machen könnten… denn da ist das Geld. Wer kann schon so eine Weltreise finanzieren? So reisen können sowieso nur die Reichen… oder?

Eine Weltreise finanzieren als Familie muss doch noch schwieriger sein. Wie schaffen es die Reisefamilien?

Doch lass uns von vorne anfangen: Zu allererst ist es wichtig, dass du überlegst, welche Kosten monatlich auf dich zukommen:

Was kostet eine Weltreise mit Kindern?

Die Kosten, die monatlich anfallen können natürlich sehr unterschiedlich sein und hängen ab von

  • der Größe deiner Familie,
  • der Reiseart, also ob ihr viel fliegt oder z. B. im Wohnmobil reist,
  • das Preisniveau der Zielländer
  • wie teuer die Unterkünfte sind und
  • den generellen Lebensstil.

Im Schnitt geben die meisten Familien 1500 Euro pro Monat auf Weltreise aus.

Alleinreisende reichen oft schon weniger als 1000 Euro im Monat. Große Familie, die viel fliegen und Unterkünfte bezahlen müssen, haben höhere Kosten.

Hier habe ich dir unsere monatlich anfallenden Weltreise Kosten aufgedröselt und auch gleich noch weitere Familien nach ihren Kosten befragt:

>>> Weltreise Kosten: Was kostet die Welt(reise)? Die 15 größten Kostenpunkte <<<

Eine frühzeitige Reiseplanung ermöglicht es dir zudem, zu errechnen, wie viel Geld du ungefähr benötigst, um die Weltreise finanzieren zu können und alle erforderlichen Schritte stressfrei zu gehen, damit euch unterwegs nicht das Geld ausgeht.

Möchtest du nichts bei der Reiseplanung vergessen? Dann hol dir meine Checkliste zu Reiseplanung direkt hier ab.

Insbesondere bei der Reiseart kannst du massiv einsparen: Mit Housesitting, workaway oder Urlaub-Gegen-Hand (UGH) kannst du deine Reisekosten zusätzlich niedrig halten und bist nicht auf häufig überteuere Hotels oder AirBnbs angewiesen.

Nun geht’s darum, die 3 verschiedenen Möglichkeiten kennenzulernen, mit denen die meisten Familien mit Kindern ihre Weltreise finanzieren:

Tipp 1 zum Weltreise Finanzieren: Passives Einkommen durch Wohneigentum

Weltreise finanzieren für Hausbesitzer. Da dieser Punkt wohl auf die wenigsten Familien zutrifft, nehme ich ihn gleich vorweg: Wohneigentum.

Nur 10% der Deutschen haben wirkliches Eigentum, d.h. ihnen gehört ihr Haus oder ihre Wohnung wirklich komplett und nicht der Bank oder einem Vermieter.

Hast du ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung, muss diese nicht während deiner Abwesenheit leer stehen. Du kannst sie entweder vermieten und so dein monatliches Einkommen durch die Vermietung erhöhen. Dies ist eine Art des passiven Einkommens, also Geld, das monatlich auf dein Konto fließt, ohne, dass du dafür aktiv arbeiten musst.

Die Vermietung deines Wohneigentums bietet sich insbesondere dann an, wenn du vor hast, nach der Reise wieder in dein Eigentum zurückzukehren. Doch eine Weltreise verändert Menschen innerlich oft so stark, so dass nur wenige danach wieder in ihr altes Leben zurück wollen. Dazu liest du am Ende noch ein wenig mehr.

Du kannst also auch dein Haus oder deine Wohnung verkaufen, um deine Weltreise zu finanzieren. Dies kann sich auch schon dann lohnen, wenn du dein noch nicht abbezahltes Haus vorzeitig verkaufst. Wenn du diese Geldsumme auch noch geschickt anlegst, kannst du möglicherweise sogar über deine Weltreise hinaus von diesem Geld leben!

Tipp 2 zum Weltreise Finanzieren: 3 Maßnahmen um Ersparnisse anzulegen oder zu vergrößern

Weltreise finanzieren für Sparer. Auf Weltreise von Erspartem leben ist wohl die häufigste Art. Doch sparen (oder sparen & clever investieren) funktioniert nur, wenn du bereit bist, dein Leben jetzt schon zu verändern und am Anfang des Monats eine bestimmte Summe X beiseite zu legen, die du tatsächlich jetzt nicht anrührst.

Deine Ersparnisse reichen noch nicht aus oder sie sind noch nicht vorhanden? Wenn es dir so geht, dann geht es dir wie den meisten Familien. Auch ich und meine Familie hatten keine sonderlich nennenswerten Ersparnisse, haben es aber mit den folgenden Maßnahmen geschafft, Geld in unsere Reisekasse zu spülen, von dem wir gar nicht wussten, das es da war.

Die Haushaltsauflösung

Eine Haushaltsauflösung bietet sich immer dann an, wenn du nicht nur wenige Monate unterwegs sein magst, sondern über eine längeren Dauerraum. Und natürlich auch, wenn du weißt, dass du nicht zurückkehren willst, zumindest nicht in die selbe Wohnung oder das selbe Haus. 

Meine eigene Haushaltsauflösung in 2019 hat mir um die 4000 Euro extra eingebracht (ohne Autoverkauf!). Und ich hatte keinen fancy Stuff überall rumliegen oder teure Möbel, mit denen ich locker eine Weltreise finanzieren könnte.

Zu dem Zeitpunkt waren wir schon recht minimalistisch unterwegs und trotzdem stellte ich mit meinem Ausmistsystem fest, wie viel Geld eigentlich überall herumliegt.
Aber Achtung: Das ist nur für Kleinanzeigen Profis, die drölfzig “Was lezte Preis?”– Anfragen pro Tag aushalten können und sich über viele Wochen und Monate täglich mit dem Verkaufen auseinandersetzen möchten.

Das befreiende Gefühl, wenn wieder ein Ding den Haushalt verlässt, gibt’s aber gratis!

Natürlich musst du dich nicht sofort von allem befreien, doch wenn du frühzeitig beginnst, bekommst du sehr schnell ein Auge dafür, welche der Dinge, die du alle besitzt, du wirklich brauchst und welche du getrost zu Geld machen kannst, mit dem du die Weltreise finanzieren kannst.

Geh alle(!) deine Besitztümer durch und entscheide, ob diese wirklich gebraucht werden. Denke hier an alles wie Spielzeug, Technik, Küchenartikel, Bücher (z. B. bei momox.de verkaufen), Klamotten, Schuhe und hinterfrage sogar, ob du das Auto wirklich brauchst, wenn du in einer Stadt lebst oder ob es auch ohne ginge oder mit Car Sharing wenige Male pro Monat. Und hast du mal in deinen Keller oder auf den Dachboden geschaut? 😉

>>> Auch interessant: Minimalismus und Marie Kondo? Haushaltsauflösung vor Weltreise <<<

Kosten reduzieren

Durch meinen sehr minimalistischen Lebensstil war ich es schon gewohnt, dass ich mich mehr über Dinge freute, die meine Wohnung verließen als solche, die neu hinzukamen. Ein wahnsinnig befreiendes Gefühl, das ich auch dir wünsche!

Doch Kosten zu reduzieren, um die Weltreise finanzieren zu können, bedeutet nicht, dass du nur noch verzichten musst. Es bedeutet viel mehr, dass du bewusst einkaufst. Also Dinge kaufst, die du wirklich benötigst.

Als kleine Hilfe nutze diesen Tipp vom Unternehmer Bodo Schäfer:

Kaufe nicht, wenn du begeistert bist!

Bodo Schäfer
  1. Warte bei kleineren Anschaffungen einen ganzen Tag, bevor du kaufst.
  2. Warte bei größeren Anschaffungen einen ganzen Monat, bevor du kaufst.

Auf diese Weise vermeidest du Impulskäufe, also Käufe, die auf deinen Emotionen basieren. Gibst du dir mehr Zeit als sonst für die Kaufentscheidung, kannst du sie auf sachlicher Ebene treffen und bereust deinen Kauf nicht kurze Zeit später.

Hinterfrage jeden Kauf z. B. mit:
Brauch ich das wirklich?
Wie lange will ich es nutzen?
Wozu will ich es nutzen?

Doch nicht nur Einkäufe zählen zu deinen Kosten, auch laufende Kosten wie dein Auto, Versicherungen, Telefon- und Internetverträge, Mitgliedschaften und Abonnements.

Sogar deine Wohnung! Bist du bereit für 1-2 Jahre in eine günstigere Wohnung zu ziehen, um Kosten einzusparen?

Checke anhand deiner Kontoauszüge des letzten Jahres, für was du dein Geld ausgibst und ob es sinnvollere Wege gibt, dein Geld einzusetzen, um deinem Ziel von einer Weltreise näher zu kommen.

Doch nicht alle haben ein Einkommen, von dem man noch eine relevante Summe weg sparen könnte (obwohl es mehr sind, als du denkst… die meisten geben ihr Geld nur für unnützes Zeug aus). Gehörst du dazu? Dann lies weiter!

Einkommen erhöhen

Richtig gelesen. Wenn du deine Kosten nicht weiter senken kannst, deinen Besitz nicht zu Erspartem, dann ist es Zeit an der Einkommensschraube zu drehen.

Die Gehaltserhöhung

Arbeitest du in Anstellung kannst du alle 1,5-2 Jahre für eine Gehaltserhöhung auf der Matte stehen. Kein Scherz. Die wenigsten von uns trauen sich in regelmäßigen Abständen eine Anpassung unseres Gehalts zu fordern. Vorausgesetzt, du hast dich in der Vergangenheit weiterentwickelt, hast neue oder sogar mehr Aufgaben übernommen als bisher oder du möchtest einfach an einen Ausgleich durch die Inflation erinnern, verlangst du nicht zu viel.

Im Schnitt kannst du bei kleineren Veränderungen mit 3-10% mehr Gehalt rechnen und bei größeren bis zu 20%.

Keine Gehaltserhöhung drin?

Wenn du für eine Gehaltsanpassung momentan nicht in Frage kommst, brauchst du den Kopf trotzdem nicht in den Sand stecken.

Du hast immer mehrere Optionen im Leben und ein Nein, ist ein Ja für etwas anderes. Überlege dir also, ob du dir einen besser bezahlten Job suchst oder ob du dir einen Nebenjob zulegst, der dir beim Sparen hilft.

Alles, was du jetzt gleich im letzten Abschnitt lesen wirst, trifft auch auf diesen Fall zu. Du kannst nämlich direkt jetzt Einfluss darauf nehmen, dass dir die Kohle auf deiner Weltreise nicht ausgeht.

Tipp 3 zum Weltreise finanzieren: Arbeite von unterwegs mit diesen 3 Möglichkeiten

Ja, was vielleicht für manche etwas abwegig klingt, funktioniert durchaus für viele Familien. Denn sehr viele Berufe lassen sich von vielen Orten ausführen, solange eine Internetverbindung möglich ist.

Auf diese Weise arbeitest du von den unterschiedlichsten Orten auf der Welt und sorgst so für ein regelmäßiges Einkommen, mit dem du deine Weltreise finanzieren kannst.

Wenn du bereits während deiner Reiseplanung ein Online Business aufbaust, dass nicht nur deine Ersparnisse vergrößert, sondern auch deine monatlichen Reisekosten abdeckt, kannst du dir sogar eine Open-End Weltreise finanzieren oder musst nach Rückkehr nicht in deinen alten Beruf zurück, wenn du das nicht möchtest.

Hier stelle ich dir 3 Möglichkeiten vor, um von unterwegs zu arbeiten:

Die Anstellung mitnehmen

Hast du einen Job, der von überall aus zu machen ist, sprich mit deinem Arbeitgeber über die Option einer Workation. So kannst du von den unterschiedlichsten Orten weiter in deinem Job arbeiten.

Deine Arbeit kannst du nicht mitnehmen?

Vielleicht arbeitest du als Dachdeckermeisterin oder Krankenpflegerin und denkst jetzt: “Die hat gut reden, mit meinem Job geht das nicht”

Versteh ich, lass ich aber nicht gelten. Wieso? Weil man in fast jedem Bereich von unterwegs arbeiten kann. Selbstverständlich kannst du deine Patienten nicht waschen oder selber aufs Dach klettern (obwohl das natürlich auch im Ausland gebraucht wird), du kannst jedoch trotzdem selbstständig auf diesem Gebiet weiterarbeiten und online Dienstleistungen oder Produkte zu deinem Arbeitsbereich anbieten, wenn du das möchtest.

Ist das nichts für dich, weil du insgeheim sowieso aus deinem Beruf raus willst, findest du hier noch zwei weitere Möglichkeiten zum Weltreise Finanzieren und Einkommen Aufbauen.

Freelancer

Freelancer sind selbstständige Mitarbeiter und werden überall gesucht. Das Freelancertum eignet sich zum Weltreise Finanzieren so gut, dass sich ganze Märkte um das „Digitale Nomadentum“ gebildet haben.

Als Freelancer bietest du eine Dienstleistung an, die ein Unternehmen gerade braucht. Häufig handelt es sich um Virtuelle Assistenz oder Tätigkeiten mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie

  • Kundenservice (Hotline),
  • Buchhaltung,
  • Texten (Blogartikel schreiben für andere),
  • Marketing (z. B. Social Media Marketing),
  • Design (Webdesign) oder auch
  • Übersetzungen.

Diese Tätigkeiten eignen sich auch sehr gut, um nebenbei ein wenig mehr Geld in deine Kassen zu spielen, während du noch in der Reiseplanung bist.

Wenn du nun aber nicht länger deine Lebenszeit gegen Geld tauschen magst (Überleg mal: Das ist es, was du tust, wenn du dich z. B. pro Stunde bezahlen lässt.) und dir nicht mehr vorstellen kannst, für andere Menschen zu arbeiten, sondern mit deinen eigenen Leidenschaften, Hobbys oder Interessen online Geld verdienen willst, dann kommt der dritte Punkt zum Weltreise Finanzieren für dich in Frage.

Ein eigenes Online Business aufbauen

Viele Weltreisende merken recht schnell, dass sie ihr Job daheim nicht wirklich erfüllt hat. Es fällt ihnen verdammt schwer, sich vorzustellen, das Reisen wieder komplett an den Nagel zu hängen und zurück in ihren oftmals stressigen 9-5 Alltagsjob zu gehen.

Sie haben auf Weltreise gelernt, das vieles auf der Welt eigentlich ganz anders ist, als sie sich das noch zuhause vorgestellt haben, viel offener und freier und mit viel mehr Möglichkeiten, als man sich ausmalen konnte.

Das liegt daran, dass sich der Mensch auf Reisen öffnet. Wir werden immer wieder aus unserer Komfortzonen geschmissen durch neue Kulturen, Sprachen und Erfahrungen, einfach alles ist ungewohnt und unsere gewohnten Denkweisen funktionieren nicht mehr.

Das öffnet unser Denken und wir werden flexibler und spüren dabei sehr schnell, was es wirklich ist, was wir vom Leben wollen.

Du kannst nun also abwarten bis du es so selbst erlebt hast oder du wagst dich schon jetzt während deiner Reiseplanung raus aus deiner Komfortzone und kannst deine Weltreise finanzieren und ermöglichst dir damit zugleich ein Leben, das du gestalten kannst, wie du magst.

Hast du Leidenschaften, Hobbys oder Interessen, bei denen du dir wünschen würdest, dass du damit “irgendwie Geld verdienen” könntest, ist das deine Chance, da mal genauer hinzusehen!

Würdest du gerne mit Freude am Morgen an deine Arbeit gehen, deine Arbeitszeit selber entscheiden können und wünscht du dir Erfüllung, Selbstbestimmung und Sinn in deiner Arbeit zu finden, dann ist der Weg in dein eigenes Online Business für dich bestimmt. Deine Weltreise finanzieren wirst du auf diesem Wege.

Was einfach zu gut klingt, um wahr zu sein, wenn man den deutschen Alltagstrott gewohnt ist, ist kein Hexenwerk. Wenn du dir das grad so gar nicht vorstellen kannst, mag das möglicherweise auch daran liegen, dass du blockierende Gedanken in dir trägst, wie z. B.:

  • “Arbeit muss hart sein.”,
  • “Arbeit ist anstrengend.”,
  • “Erst die Arbeit, dann das Vergnügen”,
  • “Arbeit dauert mindestens 8 Stunden pro Tag.”,
  • “Ich habe nur XY gelernt, ich kann nix anderes.”,
  • “Ich bin nicht gut genug.” oder auch Gedanken wie
  • “Im Online Business muss man Produkte in eine Kamera halten als Influencer.”.

Hast du diese Gedanken mal genau hinterfragt und auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft? Meistens tun wir das nämlich nicht, weil diese Gedanken unbewusst in uns ablaufen und unser Handeln lenken. Wie du sie findest und angehen kannst, liest du hier.

Tipps zum Weltreise Finanzieren mit deinem Online Business, bekommst du in der Vagabundenpost, in der es ganz besonders ums ortsunabhängige Leben & Arbeiten geht. Vielleicht steckst du auch schon in deinem eigenen Online Business Aufbau drin oder liebäugelst mit dieser Option? Dann lad dir hier direkt meine Online Business Roadmap für 0-Euro runter: Online Business Roadmap: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung in dein erfüllendes Online Business.

Weitere Tipps findest du hier:

  1. Reisen und Auswanderung finanzieren: Online Geld verdienen lernen & 5 Gründe, warum es nicht bei allen klappt.
  2. Ortsunabhängig arbeiten ist (k)ein Hexenwerk – 5 Ideen für deine Unabhängigkeit
  3. Welche Remote Jobs sich wirklich lohnen, wenn du ortsunabhängig arbeiten willst & 3 Schlüsselfaktoren, die über Erfolg & Misserfolg entscheiden

Hast du selbst noch mehr Tipps zum Weltreise Finanzieren auf Lager? Schreib sie in die Kommentare!

Freilernen in Deutschland: 6 Gründe, warum wir nicht in Deutschland freilernen

Freilernen in Deutschland: 6 Gründe, warum wir nicht in Deutschland freilernen

Vorweg: Mein größter Respekt geht an viele Familien, die in Deutschland freilernen. Einige von ihnen kriegen es gut hin und wieder andere sehen sich vor massiven Herausforderungen mit Behörden, Gerichten und dem ganz normalen Alltag als Freilerner in Deutschland.

Nicht selten werde ich gefragt, warum wir denn Deutschland verlassen haben, um freizulernen, wenn es doch so extrem wichtig ist, dass es Menschen in Deutschland gibt, die das Freilernen richtig leben und sich vor Ort dafür einsetzen, dass vielleicht auch in der Zukunft das Freilernen in Deutschland möglich wird.

Meine Antwort lautet dann meist:

Die Kindheit meiner Kinder ist jetzt. Ich opfere sie nicht für eine „größere Sache.

Und so ist es ja auch. Die Kindheit mit all ihren Phasen und Entwicklungsstufen, dem rasanten Wachstum, innerlich wie äußerlich und all die Prozesse drum herum, findet so eben nur jetzt statt.

In dieser wertvollen Zeit möchte ich nicht, dass sie sich durch ihre Umgebung als „anders“, „falsch“ oder „nicht richtig“ empfinden oder dass wegen ihnen (bzw. wegen einiger Gesetze) vor Gericht gestritten werden muss, weil das Freilernen in Deutschland nicht vorgesehen ist.

Auch wenn ich gerne mal angefeindet werde für diese Worte, weil es irgendwer egoistisch finde, dass ich die Kindheit meiner Kinder nicht „der größeren Sache“ opfere (denn so würde es sich für mich wirklich anfühlen): Die Kindheit ist so elementar wichtig, dass ich ein Verkacken vermeiden möchte, was wohl wir Eltern fast alle miteinander gemein haben.

Wir wünschen unseren Kindern eine wunderbare Kindheit und alles, was sie brauchen, um auch ein wunderbares Leben führen zu können. Nur unsere Herangehensweisen unterscheiden sich. Denn wir alle haben unterschiedliche Ängste. Bewusste und unbewusste. Und das ist okay. Das darf so sein. Wär ja sonst langweilig.

Die Entscheidung, Deutschland zu verlassen, zu reisen und auszuwandern, ist also eine sehr persönliche. Auch wenn einige meinen, sie hätten den einzig wahren Weg gefunden: Den einzig wahren Weg gibt es nicht. Weder ist mein Weg der Beste für alle, noch ist es der “Gerichtsweg” in Deutschland oder gar der Schulweg in Deutschland. Familienkonstellationen und -situationen sind nun mal unterschiedlich, ebenso wie unsere Ängste.

Hier geht’s um meine persönlichen Gründe gegen das Freilernen in Deutschland. Sie sollen dir bei der Entscheidung helfen, was das richtige für deine Familie ist.

Grund 1 gegen das Freilernen in Deutschland: Wir wollten reisen.

Unsere Pläne zu reisen und auszuwandern sind älter als unsere Kinder. Schon lange bevor wir Eltern wurden, wünschten wir uns nach Irland auszuwandern und die Welt zu sehen. Ich mein, wer träumt da nicht von? Es gab wenig, was uns in Deutschland hielt, außer die Ungewissheit, wie es sein würde, nicht mehr dort zu sein.

Flucht ist nur selten der richtige Weg, weshalb ich niemandem raten würde zu so lange Zeit reisen, der tief in sich drinnen in Deutschland bleiben möchte. Oder vielleicht dann ganz besonders? Das entscheidest du. 😉

Wir sind nicht geflohen, wie uns so mancher mit unfeinen Gedanken nachsagen mag, sondern haben die Schulpflicht als zeitlichen Anlass genommen, endlich unsere Reisepläne umzusetzen.

Der längst fällig Tritt aus der Tür sozusagen.

>>> Auch interessant: Raus aus der Schulpflicht – jetzt reisen und auswandern ohne Schule <<<

Grund 2 gegen das Freilernen in Deutschland: Wir waren kigafrei in Deutschland.

Wir hatten eine besonders schöne, kigafreie Zeit. Beide Kinder sind ohne Kita oder Kiga aufgewachsen. Wir trafen uns regelmäßig und häufig mit anderen kigafreien Kindern und es fehlte uns an nichts. Warum ist das dann ein Grund gegen das Freilernen in Deutschland, fragst du dich?

Der Kindergarten ist in Deutschland größtenteils nicht verpflichtend und so war es für uns kein Problem in der großen Stadt, in der wir zu dem Zeitpunkt lebten, andere Familien ausfindig zu machen, die sich ebenfalls auf ein Leben ohne Fremdbetreuung eingerichtet hatten.

Doch wie es so ist, befreunden sich meine Kinder auch mit anderen Kindern, die in Kita & Schule gehen, was mich natürlich ebenso gefreut hat.
Unschön daran war, dass diese Kinder so gut wie nie Zeit hatten zu spielen. Ob Schule, Hausaufgaben, Ballettunterricht oder nach dem Kiga noch in den Hort: Vor 17 Uhr kam kaum ein Kind zum freien Spielen raus im Sommer. Im Winter auch mal gar nicht.

Mir schwante bereits, dass es schwierig werden könnte, Sozialkontakte an einem Ort zu erhalten, die mehr Zeit hatten, wenn der Großteil zur Schule ging.

Dazu kam, dass viele der kigafreien Familien, die anfangs noch sehr viel vom Freilernen hielten, “kurz vor Schluss”, also zum Ende der Kindergartenzeit hin einen Rückzieher machten und ihre Kinder wie gehabt einschulten.
Sie waren, anders als du, nicht an anderen Wegen interessiert, die ihnen das Freilernen trotzdem ermöglichten.

Grund 3 gegen das Freilernen in Deutschland: Mein Kind soll sich nicht “falsch” fühlen.

Freilernen in Deutschland ist illegal. Aus diesem Grund läuft einiges “unterm Radar” ab.

Viele Familien berichten z. B., sie lassen ihre Kinder vormittags nicht raus zum Spielen, weil es einfach zu viele unbeteiligte Menschen neugierig macht. Selbst dann nicht, wenn sie offen mit der Tatsache umgehen, dass sie in Deutschland freilernen und sich mit sämtlichen Behörden und Gerichten deshalb auseinandersetzen.
Denn egal, was man auch tut: Kinder im schulpflichtigen Alter am Vormittag gehören aus Sicht der Deutschen vormittags nicht in die Öffentlichkeit.

Ist dir mal aufgefallen, dass Erwachsene keine Gesprächsthemen haben, wenn sie mal in die Situation kommen und mit einem fremden Kind sprechen? Außer eins: Schule.

Schon in der kitafreien Zeit musste ich erfahren, wie nervig und grenzüberschreitend es sein kann, wenn meine Kinder an der Supermarktkasse vormittags regelmäßig gefragt wurden “Musst du heute gar nicht in den Kindergarten?” oder auch kurz bevor sie schulpflichtig geworden wären “Musst du denn grad gar nicht in der Schule sein”?

6 Gründe gegen das Freilernen in Deutschland

Für meine Kinder ist es nach wie vor unverständlich, wie man die längste Zeit des hellen Tages in einem Gebäude verbringen muss, aus dem man nicht raus darf und in dem man nicht tun darf, was man mag, weshalb sie diese Fragen sehr irritierten.

Ich für meinen Teil möchte, dass meine Kinder in einem Umfeld aufwachsen, in denen sie nicht die “Komischen” sind, die “anders” oder „nicht richtig“ sind, sondern wo es als normal betrachtet wird, dass man auch schon morgens um halb 9 gemeinsam draußen spielen kann.

Grund 4 gegen das Freilernen in Deutschland: Unterwegs ist Bildung vermitteln leichter.

Tatsächlich empfinde ich es so: Halten wir uns länger an einem Ort auf, wird dieser Ort “bekannt” und es gibt nicht mehr so viel Neues zu entdecken. Durch unsere Reisen ist ständig Neues hinter jeder Ecke: Neue Menschen, neue Orte, neue Geschichte, neue Flora und Fauna, neue Kultur usw. Es ist durch das Reisen so einfach, neuen Input zu finden, der die Kids neugierig hält.

Natürlich ist es auch ohne Reisen möglich, den Kindern immer wieder Anlass zur Neugier zu geben, keine Frage! Es bedarf nur einfach mehr Planung und Aktion, die beim Reisen automatisch mit drin ist.

>>> Auch interessant: Reisen und Auswanderung finanzieren: Online Geld verdienen lernen & 5 Gründe, warum es nicht bei allen klappt. <<<

Grund 5 gegen das Freilernen in Deutschland: Die deutsche Kultur

Dieser Punkt kam erst auf Reisen hinzu. Denn wenn ich ehrlich bin, wurde ich ja auch durch diese deutsche Kultur geprägt und ich lernte erst auf Reisen bestimmte Denkweisen oder Eigenschaften abzulegen, die wohl als “typisch deutsch” bezeichnet werden.

Bei jedem Deutschlandbesuch fällt mir allerdings aufs Neue auf, wie wenig Lebensfreude viele Deutsche haben und wie viele von ihnen mit einem grimmigen Gesicht durch die Gegend laufen. Die meisten sehen sich als die Opfer ihrer Umstände, als hilflos und ohnmächtig gegenüber dem, was sie eigentlich gerne für ein Leben hätten. Sie haben keine Träume mehr und ackern sich so durch die Jahre, die sie leben nennen.

In Kinder, die (nicht) zur Schule gehen, sind dumm & asozial und Ohne Schulabschluss erfolgreich im Leben liest du mehr dazu, wie Schule dafür sorgt, dass Deutsche so sind, wie sie nun mal sind.

In einer solchen Kultur, die meist nur am Meckern ist und auf Regeln und Verbote bedacht ist, möchte ich meine Kinder nicht aufwachsen sehen müssen.

Grund 6 gegen das Freilernen in Deutschland: Die deutsche Justiz

Wie du mittlerweile weißt, ist Freilernen in Deutschland illegal. Auch wenn es manche Familien ganz gut schaffen, sich zu “verstecken” (warum ich das nicht mag, weißt du ja aus Punkt 3), viele von ihnen haben früher oder später mit der deutschen Justiz zu tun.

Bis ich selbst Kinder hatte, dachte ich noch, dass man schon grob was falsch machen müsse (und damit meine ich nicht die simple Schulpflichtverletzung, sondern Kindesmisshandlung oder ähnlich schlimmes), damit man ungerechtfertigterweise richtig ernste Probleme mit der Justiz bekommen konnte.

Seit ich Mutter bin, hat sich mir ein anderes Bild gezeigt. Ob es nun das Thema Schwangerschaftsvorsorge, Geburt, Impfen ja oder nein oder Ernährung ist: Plötzlich will da jemand mitreden, der seine Macht auch ausübt. Spätestens seit 2020 ist es auch dem ein oder anderen mehr aufgefallen, dass Recht haben und Recht bekommen einfach Zweierlei sind.

Wir sind also auch deshalb pro Reisen oder Auswanderung, weil – so traurig es auch klingt – das Vertrauen in die deutsche Justiz fehlt.

Freilernen in Deutschland eine gute Idee?

Die Gründe für mich gegen das Freilernen in Deutschland sind so vielfältig und sicherlich gibt es noch ein paar mehr, jedoch müssen es nicht deine sein. Wir treffen alle Entscheidungen aufgrund von Vermutungen, Erfahrungen oder unserer eigenen Werte.

Möchtest du trotzdem freilernen in Deutschland, dann wende dich für Unterstützung und mehr Informationen an den bvnl.de, den Bundesverband Natürlich lernen e.V.

Hast du dich gegen das Freilernen in Deutschland entschieden oder dafür? Welche Erfahrungen hast gemacht (ich freue mich auch über positive in Deutschland) ?

Ohne Schulabschluss erfolgreich im Leben: Muss mein Kind zur Schule gehen und einen Schulabschluss machen?

Ohne Schulabschluss erfolgreich im Leben: Muss mein Kind zur Schule gehen und einen Schulabschluss machen?

„Na klar, ohne Schulabschluss bekommt mein Kind später keine Arbeit, ist doch klar.“

Und obwohl du das oben vielleicht glaubst, bist du trotzdem hier und willst wissen, was es da noch mehr zu sagen gibt.

Vielleicht auch in der Hoffnung, mal eine andere Sichtweise als die übliche zu lesen?

Vielleicht findest du das Schulsystem mittlerweile fragwürdig, möchtest aber wissen, ob dein Kind trotzdem einen Schulabschluss machen kann, wenn es einen außerschulischen Bildungsweg geht oder ohne Schulabschluss bleiben muss?

Vielleicht will dein Kind die Schule abbrechen und du suchst nach Lösungen, weil du dir Sorgen machst, dass es sich ohne Schulabschluss das Leben zerstört?

Egal, was dich hertreibt, ich bitte dich diesen Text mit Offenheit für möglicherweise neue Denk- und Handlungsmöglichkeiten zu lesen, die dich und dein Kind auf einen völlig neuen Weg bringen können.

„Menschen ohne Schulabschluss liegen dem Staat auf der Tasche.“

Als Mutter von zwei Freilernern, also Kindern, die nicht zur Schule gehen, sondern sich bewusst frei bilden, taucht in Gesprächen immer wieder das selbe Argument auf:

„Aber ohne Schule haben sie keinen Schulabschluss und liegen später dem Staat auf der Tasche!“

Auch wenn die meisten beruhigt sind, wenn ich erkläre, dass es sehr wohl möglich ist, auch als Freilerner einen Schulabschluss zu machen, bedeutet das nicht, dass alle Freilerner es darauf absehen, tatsächlich einen Schulabschluss zu machen.

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Auch ohne Schulabschluss ein erfülltes & erfolgreiches Leben zu leben, könnte möglicherweise gar nicht so schwer sein:

Denn jetzt mal Klartext: Stellen wir uns hier überhaupt die richtige Frage?

Vorausgesetzt, wir wünschen uns und unseren Kindern nichts mehr als ein erfülltes Leben (das verstehe ich u. A. auch unter „erfolgreich“, also ein Leben, in dem sie haben oder erreichen, was sie brauchen), dann ist die eigentliche Frage, die ich mir stelle:

Warum meinen wir, dass wir oder unsere Kinder überhaupt einen Schulabschluss brauchen?

Warum meinen wir, dass Kinder ohne Schulabschluss schlechte Chancen im Leben haben? Warum stellen wir Eltern den Abschluss selbst nicht in Frage?

Warum wir meinen, dass es unsere Kinder ohne Schulabschluss schwer haben werden:

Dieser Gedanke, dass wir unseren Kindern ihr Leben verbauen (oder sie sich selbst, wenn sie die Schule abbrechen), wenn sie ohne Schulabschluss bleiben, entsteht durch unser Mindset (Überzeugungen & Denkweisen), das wir tatsächlich erst durch die Schule selbst erlernt haben.

In der Schule lernen wir es total normal zu finden, Arbeiten und Aufgaben zu erledigen, die uns aufgetragen werden. Ganz egal, ob wir den Sinn dahinter verstehen oder nicht. Wir fragen kaum oder gar nicht mehr nach. Wir führen aus, was erledigt werden soll.

Aber wieso fragen wir nicht mehr nach?

Indem wir uns in der Schulzeit permanent mit Dingen befassen müssen und Aufgaben aufgetragen bekommen, die uns zu dem Zeitpunkt gar nicht interessieren, gewöhnen wir uns an die für uns empfundene Sinnlosigkeit unseres Tuns. Wir akzeptieren einfach, dass wir sie jetzt ausführen müssen.

Den einzigen Sinn, den wir noch in der Erledigung der Aufgaben erkennen, ist der der Noten, also die Bewertung von außen, die wir für unsere Leistungen oder unser Verhalten bekommen.

Da immer wieder betont wird, wie wichtig gute Noten für einen Schulabschluss und in der Folge für eine gute Anstellung sind (was gerne gleichgesetzt wird mit „Erfolg im Leben“), malen wir uns bei schlechten Noten und ohne Schulabschluss aus, wie unsere Kinder auf der Straße oder drogenabhängig unter der Brücke schlafen müssen.

Dabei machen wir den weitreichenden Fehler, zu glauben, dass Bildung nur in Schulen vermittelt wird (und nirgendwo anders!), weil wir es einfach nicht anders kennen (da Deutschland zu den wenigen Staaten mit Schulpflicht anstatt Bildungspflicht gehört). Im Umkehrschluss bedeutet das für uns dann, dass unsere Kinder keine Bildung erhalten können, wenn sie nicht zur Schule gehen und keinen Schulabschluss haben.

Ohne Schulabschluss und obdachlos
Foto von Jon Tyson auf Unsplash

Doch genau diese Vorstellungen zu einem Leben ohne Schulabschluss ist Konditionierung, die wir durch unsere Beschulung selbst erst erhalten haben.

Krasser und knapper ausgedrückt: Beschulung macht uns zu Befehlsempfängern, die nicht mehr das große Ganze verstehen wollen und wie alles miteinander zusammenhängt, sondern die die Aufgaben und Arbeiten erledigen, die ihnen aufgetragen wurden.

Dieses Mindset, das wir im Laufe der Schulzeit unbewusst erwerben, nenne ich die „Angestelltendenke“.

>>> Auch interessant: Kinder, die (nicht) zur Schule gehen, sind dumm & asozial: 3 Vorteile durch den Schulbesuch <<<

Die Angestelltendenke oder auch Arbeitnehmer-Mindset

Die Angestelltendenke bereitet uns darauf vor, dass wir in der Lage sind, Aufgaben ohne nachzufragen und ohne den Sinn verstehen zu müssen, auszuführen. Jahrelang gingen wir so durch die Schulzeit und mussten Informationen aufnehmen und uns bewerten lassen, so dass wir es nun als total normal empfinden, dass sich dies auch in unserem Leben nach der Schule fortsetzt.

Wir akzeptieren sogar, dass wir eine “offizielle” Bescheinigung, einen Schulabschluss zum Beispiel, brauchen, die uns ein bestimmtes Wissen oder Fähigkeiten bescheinigt, damit andere uns einstellen, um für sie zu arbeiten. Ohne Schulanschluss, keine Arbeit.

Doch:

(D)ein Schulabschluss ist wertlos.

„Woah, Hanna, jetzt mal halblang…! Sowas kannst du jetzt auch nicht direkt sagen…! Immerhin habe ich dank meines Abschlusses eine Ausbildung gemacht und verdiene damit Geld für meine Familie.“

Es ist doch so: Ein Schulabschluss bescheinigt dir oder deinen Kindern lediglich einen möglichen Wissensstand nach erfolgreicher Prüfung. (Und sind wir mal ehrlich, das meiste haben wir direkt nach den Prüfungen vergessen.)
Doch das alleine macht weder dich noch sie zu gebildeten Menschen.

Wikipedia sagt dazu: Bildung ist ein vielschichtiger, unterschiedlich definierter Begriff, den man im Kern als Maß für die Übereinstimmung des persönlichen Wissens und Weltbildes eines Menschen mit der Wirklichkeit verstehen kann. Je höher die Bildung ist, desto größer wird die Fähigkeit, Verständnis für Zusammenhänge zu entwickeln und wahre Erkenntnisse zu gewinnen.“

In der Schule wird in erster Linie Wissen verteilt. Wissen allein ist keine Bildung. Damit das erlangte Wissen von Wert ist, muss es auch tatsächlich angewendet werden. Es ist nur in dem Moment von Wert, in dem du es brauchst und es anwendest. Doch das meiste, das du gelernt hast, hast du nie gebraucht, nie anwenden müssen und daher schnell vergessen. Es war tatsächlich wertlos für dich. Somit wird auch dein im Schulabschluss bescheinigter Wissensstand wertlos, wenn du mit dem Wissen selbst nichts anfangen kannst. Du hast tatsächlich nicht mehr als ohne Schulabschluss.

Wusstest du, dass sich die meisten Menschen, wenn man sie fragt, nur an rund 10% des Faktenwissens, das ihnen im Laufe ihrer gesamten Schullaufbahn verabreicht wurde, erinnern?

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Ohne Schulabschluss leben: Wofür steht der Schulabschluss wirklich?

Okay okay, der Schulabschluss selbst ist zwar wertlos für dich, wenn du für das Wissen keine Anwendung hast, aber nicht sinnlos, denn:

Der Schulabschluss zeigt der Grad der Anpassung an, zu der wir fähig sind, um in dieser Gesellschaft zu funktionieren.

Oder um es mit den Worten des renommierten Hirnforschers Gerald Hüther zu sagen: „Ein guter Schulabschluss ist kein Indikator für Intelligenz, sondern von guter Anpassungsfähigkeit.“

Diese Angepasstheit ermöglicht es uns, eine gewisse zeitlang zu funktionieren. So haben wir im Laufe der Schulzeit zur Unterstützung und als Beweis unserer Angepasstheit Glaubenssätze (dazu gleich mehr) entwickelt, die uns immer wieder bestätigen, dass Schule sein muss, man ohne Schulabschluss unter der Brücke landet und wie wir selbst über Anstellung & Arbeit generell denken. So funktionieren wir in diesem System gut und haben die Angestelltendenke verinnerlicht.

Glaubenssätze zum Leben ohne Schulabschluss

Überlegst du nun dein Kind aus dem Schulsystem herauszunehmen, stellst du dir also unweigerlich viele Fragen, wie die nach dem Schulabschluss oder auch wer nun die Betreuung übernimmt, wenn dein Kind nicht zur Schule geht, denn du selbst musst ja arbeiten gehen.

Jepp, du wirst etwas tun müssen, um deine Familie weiterhin finanziell unterhalten zu können und i. d. R. wird das nicht mit einer durchschnittlichen Anstellung vereinbar sein, weil du deine Kinder nun selber betreuen wirst. Du musst also etwas ändern, doch schon kommen dir Gedanken in den Sinn, die dich von einer Veränderung abhalten.

In den folgenden Glaubenssätzen zeigt sich die Angestelltendenke in voller Pracht:

  1. Man muss mindestens 8 Stunden pro Tag arbeiten, um genug zu verdienen.
  2. Ein Einkommen reicht nicht.
  3. Ohne Schulabschluss findet man keine Arbeit.
  4. Als Selbstständige arbeitet man selbst und ständig.
  5. Arbeit findet an einem anderen Ort statt, so dass ich eine Betreuung für die Kinder brauche.
  6. Durch die Arbeit ist man ortsgebunden.
  7. Ich kann nichts, womit ich Geld verdienen könnte, ich hab ja nichts anderes gelernt (Übersetzt: Ich habe keinen offiziellen Wisch für eine andere Tätigkeit.).
  8. Arbeit ist anstrengend/langweilig/kompliziert/nervig/doof/[wähle ein negatives Adjektiv deiner Wahl].
  9. Ohne Schulabschluss macht man keine „richtige Arbeit“ oder nur minderwertige.
  10. Online arbeiten bedeutet bei Instagram Produkte in die Kamera zu halten und das ist, was Menschen ohne Schulabschluss nur machen.

Warum das alles nur Glaubenssätze sind, also Dinge, die du meist unbewusst für wahr hältst, ohne sie jemals hinterfragt zu haben, und keine Tatsachen, erfährst du, wenn du bereit bist, dich der Möglichkeit zu öffnen, dass etwas am Gegenteil dran sein könnte und du beginnst die Angestelltendenke loszulassen.

Was passiert, wenn du die Angestelltendenke loslässt?

Genau diese Angestelltendenke ist es, die dich blockiert und dich an dem Bildungskonzept der Schule festhalten lässt und auch dem Gedanken, dass du oder deine Kinder ohne Schulabschluss oder passende Ausbildung einpacken könnt.

Wirst du aber deine Angestelltendenke los,

  • wirst du den Druck los, den du empfindest, wenn du daran denkst, dass dein Kind ohne Schulabschluss durch’s Leben gehen muss,
  • ermöglichst du deinem Kind frei zu lernen und Freude an Bildung zu bekommen,
  • öffnen sich haufenweise neue Möglichkeiten und Wege für all die Herausforderungen, vor denen du vorher (vielleicht auch genau jetzt!) standest,
  • lernst du selbst, wie du erfüllt sein und trotzdem für deine Familie sorgen kannst,
  • wirst du zum Vorbild und lebst deinen Kindern vor, wie sie ihr Leben gestalten können, um glücklich & erfüllt zu sein.

Ich möchte an dieser Stelle auf einen fundamentalen Aspekt hinaus, der die Angestelltendenke prägt und damit das Bild vom Leben ohne Schulabschluss am Leben erhält:

Wie oben schon beschrieben, werden wir in der Schule darauf trainiert, Aufgaben zu erledigen, die wir für andere erledigen. Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden. Genauer gesagt finde ich es sogar für eine Gesellschaft sehr wichtig, sich gegenseitig zu helfen. Doch das Ganze läuft bei uns sehr einseitig ab: Es gibt ein paar wenige, für die wir arbeiten. Diese wenigen sind Menschen, die ein Unternehmen gegründet haben und nun Mitarbeiter brauchen. Das haben sie meist getan, weil sie selbst einen Traum oder eine Vision hatten, die sie gerne wahr werden lassen wollten, um Erfüllung zu erfahren. Und das ist etwas so fundamental wichtiges, das du nicht in der Schule gelernt hast. Warum nicht?

Tatsächlich lernen wir: Arbeiten wir nicht für die Träume anderer (und bleiben sogar ohne Schulabschluss), sind wir nicht von Nutzen, weil wir keine Arbeit haben.

Wäre es anders, würden wir in der Schule unternehmerisches Denken lernen und wie wir unsere eigenen Träume und Visionen erfüllen können. Dies beides ist so eng miteinander verflochten wie die Anstellung und der Schulabschluss.

Moment… eigene Träume? Fehlanzeige. Wir hatten keine Zeit sie zu entwickeln, keinen Mut aus der Reihe zu denken. Haben wir zu viel geträumt, sind wir bestraft worden, ob nun mit Schreien, Ermahnen, Drohen, Augenrollen, Ignorieren oder anderweitiger Gewalt. Wir haben gelernt, dass es Menschen gibt, die ihre Träume verwirklichen. Die hatten halt Glück. Und es gibt uns: Wir müssen hart arbeiten. So ist das Leben eben.

Tatsächlich ist es so, dass die meisten Menschen nicht mehr als ein paar Neujahrsvorsätze fürs nächste Jahr machen, die sie auch schon am 2. Januar wieder vergessen haben.

Wir haben keine große Vision mehr für unser Leben, fühlen uns sogar oft eingeschüchtert, wenn wir nur daran denken oder machen uns laut oder insgeheim lächerlich über andere, die nur davon sprechen oder sich sogar trauen, ihre eigenen Träume anzugehen. Unser Ziel ist dieser oder jener Abschluss, diese oder jene Ausbildung oder Studium, weil sie, wenn wir sie erstmal haben, gutes Geld versprechen. Gleichzeitig fühlen wir uns, als würden wir auf der Stelle treten, nicht vorankommen, wissen am Morgen nicht, wofür wir eigentlich aufstehen (außer für unsere Kinder), fühlen uns verloren oder fragen uns: Ist das schon alles?

Und ganz ehrlich: Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich gehörte auch mal zu ihnen. Ich habe meine Fähigkeit zur Anpassung mit dem Abitur bewiesen und nicht immer wohlwollend über Menschen gedacht, die ihren Träumen folgten. Bis ich erkannte:

Mein Schulabschluss ist wertlos…

…weil er mich meinen Träumen nicht näher brachte. Weil ich Jahre damit verschwendet habe, haufenweise Informationen in mich reinzustopfen, von denen ich damals schon wusste, dass ich sie nicht brauchen werde und wenn doch, ich sie sowieso neu lernen muss, weil ich sie bis dahin vergessen haben werde.

Genauer gesagt hatte ich lange keine Träume, habe lange mit Depressionen und Panikattacken gekämpft, weil mein Leben keinen Sinn ergab und jeder Gedanke an eine Anstellung nur dazu führte, dass ich morgens nicht aus dem Bett kam… bis mir auffiel, dass ich der einzige Mensch bin, der mir selbst Sinn geben kann.

Jetzt arbeite auf einem Gebiet, das ich mir selbst ausgesucht habe, wofür ich kein Abitur (oder irgendeinen Abschluss) brauche, sondern lediglich den Willen zur Bildung. Eine Tätigkeit, mit der ich anderen helfen kann und mit der ich ein Ziel verfolge, das so sinnstiftend für mich ist, dass ich mich täglich erfüllt fühle, wenn ich an die Arbeit gehe.

Doch wir Deutschen denken viel lieber, es sei total normal, dass wir einen offiziellen Wisch benötigen, der uns Wissen bescheinigt, mit dem wir uns fähig fühlen, für anderer Leute Träume arbeiten zu können. Und wie einfach es ist, zu denken, was wir alles nicht für uns verändern können, weil uns ein offizieller Wisch fehlt.

Ja, ein Schulabschluss ist auch ohne Schulbesuch machbar. Aber ein erfülltes, glückliches Leben, das deine Kinder und dich euren Träumen näher bringt, kann er nicht versprechen.

Hör auf für die Träume anderer zu arbeiten und widme dich deinen eigenen Träumen! Nur so kannst du deinem Leben Sinn geben und dich erfüllt fühlen und dies auch deinen Kindern vorleben. Egal, ob mit oder ohne Schulabschluss. Denn, ob du oder deine Kinder ein erfolgreiches Leben führen, darauf hat er keinen Einfluss.

Angestelltendenke adé: Auf der Suche nach deiner Vision

Wenn du magst, dann widme dich jetzt deinen Visionen und Träumen, um deiner Angestelltendenke Lebewohl zu sagen und eine Ahnung davon zu bekommen, was noch alles auf dich und deine Kinder wartet.

Greif zu Zettel & Stift, such dir einen ruhigen Ort für nur 15 Minuten und beginne über deine Vision nachzudenken. Frag dich dabei:

  1. Was möchte ich in dieser Welt anders sehen?
  2. Was ist mir persönlich in meinem Leben absolut wichtig?
  3. Wie kann ich dazu beitragen, dass diese Veränderung eintritt?
  4. Was möchte ich in 30 Jahren dafür erreicht haben?
  5. Welche Zwischenziele muss ich dafür in den nächsten 5-10 Jahren erreichen?
  6. Was kann ich in 2024 tun, um in die Richtung meiner Ziele zu gehen?

Wirst du dich in 2024 von der Angestelltendenke befreien und dein Leben nach deinen Träumen & Visionen ausrichten? Wie wirst du in deiner Vision Geld verdienen, um ein erfülltes Leben zu führen und auch Erfüllung in deiner Arbeit zu finden, um deinen Kindern genau vorleben zu können?

Wenn dich das unabhängige Leben & Arbeiten interessiert, du vielleicht mehr reisen oder auswandern willst, um dir und deinen Kinder eine freie Bildung zu ermöglichen, lade ich dich ein, die Vagabundenpost zu abonnieren, in der du regelmäßig Wissenswertes & Neuigkeiten zum ortsunabhängigen Leben, Lernen & Arbeiten mit Kindern erhältst.

Aktuell erhältst du mit der Vagabundenpost die Online Business Roadmap, mit der du immer weißt, wo du grad auf deiner Reise in ein ortsunabhängiges Business stehst und welche Schritte du noch vor dir hast.

Kinder, die (nicht) zur Schule gehen, sind dumm & asozial: 3 Vorteile durch den Schulbesuch

Kinder, die (nicht) zur Schule gehen, sind dumm & asozial: 3 Vorteile durch den Schulbesuch

Für viele Menschen ist der tägliche Schulbesuch absolut indiskutabel. Zur Schule gehen müssen alle, das gehört nun mal dazu und da muss nun mal jeder Mensch durch.

Doch welche Vorteile bringt der Schulbesuch wirklich mit und schafft er es, am Ende den Menschen „hinten auszuspucken“, den er vorgibt zu erschaffen?

Zur Schule gehen macht schlau & sozial?

Disclaimer: Lies diesen Artikel nur, wenn du wirklich offen bist für Sichtweisen, die möglicherweise etwas mit dir machen. Ob sie dich wütend machen oder entgeistert oder was auch immer in dir geschieht: Horch in dich hinein und versuche herauszufinden, warum du wirklich so fühlst.
Dies hilft dir letztendlich, die beste Lösung für dich und dein Kind zu finden. Am Ende dieses Artikels findest du noch haufenweise Antworten auf deine Fragen.

Gründe für dein Gefühl können sein:

„Irren ist menschlich.“
Möglicherweise fordern dich diese Sichtweisen heraus, weil du dir andernfalls eingestehen müsstest, dass du die ganze Zeit etwas für gut & wertvoll gehalten und verteidigt hast, was es eventuell gar nicht verdient hat. Menschen ändern oft nur ungern ihre Meinung, weil wir gelernt haben, dass das nicht okay ist. Wir haben Sorge als „schwach“ angesehen werden, wenn wir zugeben, dass wir uns geirrt haben. Dabei darf jeder Mensch seine Meinung jederzeit ändern. Dies zeugt davon, dass du Verantwortung für dich und dein Leben übernommen hast.

„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“
Ein weiterer Grund kann sein, dass du Widerstand spürst, weil du gar nicht wüsstest, wie du es in deinem Alltag umsetzen solltest. Du müsstest so viel in deinem Leben verändern und sind wir mal ehrlich: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und mag Veränderung nicht.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier: Er klammert sich lieber an das alte Schlechte, anstatt für neues Gutes offen zu sein.

Jens Roth

Wer profitiert davon, wenn deine Kinder zur Schule gehen?

Zuerst wirst du vielleicht denken, dass dein Kind natürlich profitiert, wenn es in der Schule etwas lernt, das es für sein späteres Leben braucht. Doch genau betrachtet, ist dies gar nicht der Vorteil, wenn Kinder zur Schule gehen, sondern lediglich der Irrglaube, du müsstest ihnen sonst zuhause alles aus dem Lehrplan mit viel Geduld & Zeit selbst beibringen. So wie damals… 2020. Du erinnerst dich vielleicht, als alle im „Homeschooling“ waren. Doch Überraschung: Das war kein Homeschooling. Das war Distanzunterricht und hatte nichts mit Homeschooling, Freilernen oder Varianten daraus zu tun.

>>> Auch interessant: Freilernen / Unschooling – Weg in die Freiheit <<<

Lass uns das ganze mal anders betrachten: Welche Vorteile entstehen und wer hat sie wirklich, wenn deine Kinder zur Schule gehen?

Zwei Vorteile für den Staat, wenn Kinder zur Schule gehen:

  • Wenn Kinder zur Schule gehen, ermöglicht es den Eltern, dass beide regulär berufstätig sein können. In den meisten Fällen bedeutet das angestellt zwischen 20 und 40 Stunden/Woche. Beide bekommen Gehalt und zahlen Steuern. Hier dient die Schule als – salopp ausgedrückt – Kinderaufbewahrungsanstalt. Doch damit es nicht nur dabei bleibt, dient der Schulbesuch auch noch einem weiteren Zweck:

>>> Auch interessant: Reisen und Auswanderung finanzieren: Online Geld verdienen lernen & 5 Gründe, warum es nicht bei allen klappt. <<<

  • Menschen, die zur Schule gehen, werden direkt auf ihr zukünftiges Leben als Arbeitnehmer, also Angestellte & Arbeiter vorbereitet.
    Was jetzt erstmal positiv klingt, ist ein wenig komplexer:
    Hier lernen sie, dass
    • allzu kritische Fragen nicht erwünscht sind,
    • sie sich nur im vorgegebenen Rahmen bewegen dürfen (sich dämlichen Regeln unterwerfen wie Fragen, ob man auf’s Klo gehen darf und das dann für normal und in Ordnung halten),
    • sie und ihre Leistungen unter ständiger Aufsicht & Bewertung stehen (und das als total okay und normal angesehen ist),
    • sie nur mit guten Noten, einen guten Abschluss machen, um eine gute Anstellung zu bekommen.

Ihre Kreativität, Erfindungsfreude & Neugier wird im Keim erstickt (sogar im Kunst- und Musikunterricht), sie lernen nichts darüber, wie sie sich erfüllt & glücklich im Alltag & Beruf fühlen können, wie sie sich selber strukturieren lernen, wie sie sich richtig Ziele setzen und wie sie selbstständig an Informationen kommen, die sie benötigen.

Lieber bringt man ihnen bei, wie man einen ALG2-Antrag ausfüllt.
(Echt wahr, lies hier.)

Warum lernen sie das alles nicht? Ganz einfach: Weil sie nicht sollen.
Ein System kann sich nur erhalten, wenn es Bürger erschafft, die dieses System, so wie es ist, aufrecht erhalten. Dazu müssen diese Bürger gewisse Eigenschaften & Fähigkeiten mitbringen, die sie, wenn sie zur Schule gehen, erlernen.

Das alles verschlingt so viel Zeit ihrer Kindheit, dass sie keine Zeit mehr haben, Kind zu sein oder herauszufinden, was sie selbst eigentlich für ihr Leben wollen und wohin sie ihr Weg bringen soll. Der Weg ist nämlich schon von anderen definiert worden – andere Wegformen & Lebensweisen werden nicht erkannt.

Zur Schule gehen muss nicht sein

Gerald Hüther, Neurobiologe/Hirnforscher, sagt dazu folgendes:

„Und wenn Schule anders wäre, um es so auf den Punkt zu bringen und aus allen unseren Schulen tolle junge Leute herauskämen, die richtig gebildet wären und wüssten, was sie wollten, müssten wir unser Wirtschaftssystem zumachen. Weil die brauchen den ganzen Schrott nicht. Das heißt, wir brauchen möglichst schlechte Schulen, damit wir genügend Kunden für den Müll haben, den wir hier ihnen andrehen wollen. Das geht bis in die Politik. Wir brauchen möglichst unmündige Wähler, damit die ihre ständigen Diskussionsveranstaltungen im Fernsehen machen können. Die Schule dient sozusagen dazu, das zu produzieren […].“

Gerald Hüther, deutscher Neurobiologe
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Ein Vorteil für Familien, wenn Kinder zur Schule gehen

  • Viele Familien sind heutzutage überfordert damit, ihre Kinder tatsächlich um sich zu haben. Ich finde diese Entwicklung höchst fragwürdig. Insbesondere 2020 hat uns gezeigt, wie aufgeschmissen Familien sind, die plötzlich ihre Kids zuhause haben. Die sich mit Langeweile der Kids konfrontiert sahen und keinen Umgang damit fanden, die ihre Kinder kaum kennen, weil sie sie den Großteil des Tages sonst gar nicht gesehen haben und sie in ganz vielen Situationen einfach nie zusammen zurecht kommen mussten.

    Die Sozialen Medien sind am Ende jeder Ferienzeit voll von lustig gemeinten Reels, die zeigen, wie froh die Eltern sind, wenn die Kinder wieder in die Schule gehen und aus dem Haus sind.

    Klarer Vorteil also: Du hast nicht das Gefühl, du müsstest dich nicht um Beschäftigung kümmern & siehst dich auch nicht in der Verantwortung deinen Kindern Bildung mitzugeben, wenn sie zur Schule gehen. Denn die gibts ja vermeintlich in der Schule.

Ich frage dich: Ist das die Art Familienzeit, die du dir gewünscht hast? Wenn alle ihre Tage an unterschiedlichen Orten verbringen und sich höchstens zum Essen noch treffen und du deine Kinder kaum siehst?

Vorteile – explizit für dein Kind – habe ich noch keine gefunden, wenn du nicht ausgerechnet zu den Eltern zählst, die ihre Kinder psychisch oder körperlich missbrauchen oder du nicht in der Lage wärst, gemeinsam mit deinem Kind nach Antworten auf eure Fragen zu suchen. Da du diese Zeilen hier aber bis hier hin gelesen hast, geh ich davon aus, dass dem nicht so ist. 😉

Jahrelang zur Schule gehen: Hat der Schulbesuch auch langfristige Vorteile?

Dazu frage ich mich, welche Art Mensch wohl am Ende seiner Schullaufbahn da aus dem Ganzen raus kommt, wenn es sich um ein gesundes System handelt.

Meine Erwartungen, die ich an das Schulsystem habe:

  • Ich würde erwarten, dass dieser Mensch in der Lage ist, selber kritisch zu denken und nicht nur nachplappern kann oder auswendig gelernte Dinge abrufen.

Doch wo sind die ganzen kritischen Denker, für die sich Deutschland, das Land der Dichter und Denker, so rühmt? Ich kann sie nicht sehen.

  • Ich würde erwarten, dass dieser Mensch gelernt hat, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen.

Doch wo sind die ganzen Menschen, die ihr eigenes Handeln hinterfragen und nicht alle Fehler nur bei Anderen sehen? Ich kann sie nicht sehen.

  • Ich würde erwarten, dass dieser Mensch höchst kreativ ist und lösungsorientiert denkt.

Doch wo sind all die Selbstständigen, die wirklich erfüllende Unternehmen gründen, die ihren Werten entsprechen und dem Allgemeinwohl dienen, nämlich das Leben auf diesem Planeten wieder in ein Gleichgewicht zu bringen mit ihren Lösungen? Ich kann sie nicht sehen.

  • Ich würde erwarten, emotional stabile Menschen zu erleben, die gelernt haben, Konflikte (innere & äußere) auf produktive Weise zu lösen.

Doch wo sind die mental stabilen Kinder & Jugendlichen, die nicht schon mit 11 Jahren an der Kippe hängen und sich mit Energy Drinks vollknallen, weil es cool ist? Die gelernt haben, wie sie mit ihren eigenen Emotionen gesund umgehen und nicht kranke Verhaltensweisen einer kranken Gesellschaft zeigen (z. B. psychische Gewalt, Mobbing, Sucht, Gruppenzwang)? Ich sehe sie nicht.

  • Ich würde erwarten, dass die Menschheit bunt & lebensfroh wäre.

Doch wo sind all die temperamentvolleren Menschen, die mal laut, mal leise sind, die in Bewegung kommen und nicht träge rumsitzen (weil sie das so gelernt haben) und einfach sie selbst sein dürfen? Die wurden als Kind schon mit Medikamenten ruhig gestellt, sind in tiefe Löcher gefallen oder haben aufgegeben.

kind will nicht zur schule gehen

Hilfe, mein Kind will nicht zur Schule gehen!

Keine Sorge, dein Kind ist nicht falsch oder seltsam oder irgendwie schlecht, wenn es nicht zur Schule gehen will. Denn kein Kind geht gern zur Schule.

>>> Auch interessant: „Mein Kind geht (nicht) gern zur Schule“: 4 Gründe, warum kein Kind ernsthaft gern zur Schule geht. <<<

Dein Kind spürt lediglich dieses kranke System, in dem es aufwächst und möchte sich davor schützen, indem es nicht mehr zur Schule gehen will. Nun bist du als Mama oder Papa gefragt: Wie hilfst du deinem Kind?

Machst du dein Kind zum Problem oder das Schulsystem,
in dem es als individueller Mensch nicht gedeiht?
Und wie könnte deine Lösung aussehen?

Vielleicht kommen dir direkt viele Glaubenssätze hoch wie: „Schule gehört nun mal dazu.“, „Jeder muss zur Schule gehen, da müssen alle durch.“, „Dann lernt das Kind ja nichts.“, „Ohne Abschluss kriegt man keinen Job…“ etc.

Hast du diese Gedanken, Sorgen, Ängste, wenn daran denkst, dass dein Kind nicht mehr zu gehen wird? Teile sie auch gerne in den Kommentaren und geh ihnen wirklich auf den Grund. Viele Antworten findest du auch hier: Das große FAQ Unschooling / Freilernen.

Wenn du ernst machen willst: Raus aus der Schulpflicht – jetzt reisen und auswandern ohne Schule

Gibt es Gründe in deiner familiären Situation, die dich momentan noch davon abhalten, deinem Kind eine freie Bildung zu ermöglichen, so dass es weiter zur Schule gehen muss? Erzähl mir davon in den Kommentaren!