Mit der Familie um die Welt reisen, neue Länder entdecken, Kulturen und Landschaften. Kaum wer träumt nicht davon, mal eine Weltreise zu machen und raus aus dem Alltag zu kommen und dem gewohnten Alltagstrott zu entfliehen.
Doch mehr als es uns vorstellen, tun wir meist nicht. Denn insgeheim glauben wir gar nicht, dass wir es wirklich machen könnten… denn da ist das Geld. Wer kann schon so eine Weltreise finanzieren? So reisen können sowieso nur die Reichen… oder?
Eine Weltreise finanzieren als Familie muss doch noch schwieriger sein. Wie schaffen es die Reisefamilien?
Doch lass uns von vorne anfangen: Zu allererst ist es wichtig, dass du überlegst, welche Kosten monatlich auf dich zukommen:
Was kostet eine Weltreise mit Kindern?
Die Kosten, die monatlich anfallen können natürlich sehr unterschiedlich sein und hängen ab von
der Größe deiner Familie,
der Reiseart, also ob ihr viel fliegt oder z. B. im Wohnmobil reist,
das Preisniveau der Zielländer
wie teuer die Unterkünfte sind und
den generellen Lebensstil.
Im Schnitt geben die meisten Familien 1500 Euro pro Monat auf Weltreise aus.
Alleinreisende reichen oft schon weniger als 1000 Euro im Monat. Große Familie, die viel fliegen und Unterkünfte bezahlen müssen, haben höhere Kosten.
Hier habe ich dir unsere monatlich anfallenden Weltreise Kosten aufgedröselt und auch gleich noch weitere Familien nach ihren Kosten befragt:
Eine frühzeitige Reiseplanung ermöglicht es dir zudem, zu errechnen, wie viel Geld du ungefähr benötigst, um die Weltreise finanzieren zu können und alle erforderlichen Schritte stressfrei zu gehen, damit euch unterwegs nicht das Geld ausgeht.
Insbesondere bei der Reiseart kannst du massiv einsparen: Mit Housesitting, workaway oder Urlaub-Gegen-Hand (UGH) kannst du deine Reisekosten zusätzlich niedrig halten und bist nicht auf häufig überteuere Hotels oder AirBnbs angewiesen.
Nun geht’s darum, die 3 verschiedenen Möglichkeiten kennenzulernen, mit denen die meisten Familien mit Kindern ihre Weltreise finanzieren:
Tipp 1 zum Weltreise Finanzieren: Passives Einkommen durch Wohneigentum
Weltreise finanzieren für Hausbesitzer. Da dieser Punkt wohl auf die wenigsten Familien zutrifft, nehme ich ihn gleich vorweg: Wohneigentum.
Nur 10% der Deutschen haben wirkliches Eigentum, d.h. ihnen gehört ihr Haus oder ihre Wohnung wirklich komplett und nicht der Bank oder einem Vermieter.
Hast du ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung, muss diese nicht während deiner Abwesenheit leer stehen. Du kannst sie entweder vermieten und so dein monatliches Einkommen durch die Vermietung erhöhen. Dies ist eine Art des passiven Einkommens, also Geld, das monatlich auf dein Konto fließt, ohne, dass du dafür aktiv arbeiten musst.
Die Vermietung deines Wohneigentums bietet sich insbesondere dann an, wenn du vor hast, nach der Reise wieder in dein Eigentum zurückzukehren. Doch eine Weltreise verändert Menschen innerlich oft so stark, so dass nur wenige danach wieder in ihr altes Leben zurück wollen. Dazu liest du am Ende noch ein wenig mehr.
Du kannst also auch dein Haus oder deine Wohnung verkaufen, um deine Weltreise zu finanzieren. Dies kann sich auch schon dann lohnen, wenn du dein noch nicht abbezahltes Haus vorzeitig verkaufst. Wenn du diese Geldsumme auch noch geschickt anlegst, kannst du möglicherweise sogar über deine Weltreise hinaus von diesem Geld leben!
Tipp 2 zum Weltreise Finanzieren: 3 Maßnahmen um Ersparnisse anzulegen oder zu vergrößern
Weltreise finanzieren für Sparer. Auf Weltreise von Erspartem leben ist wohl die häufigste Art. Doch sparen (oder sparen & clever investieren) funktioniert nur, wenn du bereit bist, dein Leben jetzt schon zu verändern und am Anfang des Monats eine bestimmte Summe X beiseite zu legen, die du tatsächlich jetzt nicht anrührst.
Deine Ersparnisse reichen noch nicht aus oder sie sind noch nicht vorhanden? Wenn es dir so geht, dann geht es dir wie den meisten Familien. Auch ich und meine Familie hatten keine sonderlich nennenswerten Ersparnisse, haben es aber mit den folgenden Maßnahmen geschafft, Geld in unsere Reisekasse zu spülen, von dem wir gar nicht wussten, das es da war.
Die Haushaltsauflösung
Eine Haushaltsauflösung bietet sich immer dann an, wenn du nicht nur wenige Monate unterwegs sein magst, sondern über eine längeren Dauerraum. Und natürlich auch, wenn du weißt, dass du nicht zurückkehren willst, zumindest nicht in die selbe Wohnung oder das selbe Haus.
Meine eigene Haushaltsauflösung in 2019 hat mir um die 4000 Euro extra eingebracht (ohne Autoverkauf!). Und ich hatte keinen fancy Stuff überall rumliegen oder teure Möbel, mit denen ich locker eine Weltreise finanzieren könnte.
Zu dem Zeitpunkt waren wir schon recht minimalistisch unterwegs und trotzdem stellte ich mit meinem Ausmistsystem fest, wie viel Geld eigentlich überall herumliegt. Aber Achtung: Das ist nur für Kleinanzeigen Profis, die drölfzig “Was lezte Preis?”– Anfragen pro Tag aushalten können und sich über viele Wochen und Monate täglich mit dem Verkaufen auseinandersetzen möchten.
Das befreiende Gefühl, wenn wieder ein Ding den Haushalt verlässt, gibt’s aber gratis!
Natürlich musst du dich nicht sofort von allem befreien, doch wenn du frühzeitig beginnst, bekommst du sehr schnell ein Auge dafür, welche der Dinge, die du alle besitzt, du wirklich brauchst und welche du getrost zu Geld machen kannst, mit dem du die Weltreise finanzieren kannst.
Geh alle(!) deine Besitztümer durch und entscheide, ob diese wirklich gebraucht werden. Denke hier an alles wie Spielzeug, Technik, Küchenartikel, Bücher (z. B. bei momox.de verkaufen), Klamotten, Schuhe und hinterfrage sogar, ob du das Auto wirklich brauchst, wenn du in einer Stadt lebst oder ob es auch ohne ginge oder mit Car Sharing wenige Male pro Monat. Und hast du mal in deinen Keller oder auf den Dachboden geschaut? 😉
Durch meinen sehr minimalistischen Lebensstil war ich es schon gewohnt, dass ich mich mehr über Dinge freute, die meine Wohnung verließen als solche, die neu hinzukamen. Ein wahnsinnig befreiendes Gefühl, das ich auch dir wünsche!
Doch Kosten zu reduzieren, um die Weltreise finanzieren zu können, bedeutet nicht, dass du nur noch verzichten musst. Es bedeutet viel mehr, dass du bewusst einkaufst. Also Dinge kaufst, die du wirklich benötigst.
Als kleine Hilfe nutze diesen Tipp vom Unternehmer Bodo Schäfer:
Kaufe nicht, wenn du begeistert bist!
Bodo Schäfer
Warte bei kleineren Anschaffungen einen ganzen Tag, bevor du kaufst.
Warte bei größeren Anschaffungen einen ganzen Monat, bevor du kaufst.
Auf diese Weise vermeidest du Impulskäufe, also Käufe, die auf deinen Emotionen basieren. Gibst du dir mehr Zeit als sonst für die Kaufentscheidung, kannst du sie auf sachlicher Ebene treffen und bereust deinen Kauf nicht kurze Zeit später.
Hinterfrage jeden Kauf z. B. mit: Brauch ich das wirklich? Wie lange will ich es nutzen? Wozu will ich es nutzen?
Doch nicht nur Einkäufe zählen zu deinen Kosten, auch laufende Kosten wie dein Auto, Versicherungen, Telefon- und Internetverträge, Mitgliedschaften und Abonnements.
Sogar deine Wohnung! Bist du bereit für 1-2 Jahre in eine günstigere Wohnung zu ziehen, um Kosten einzusparen?
Checke anhand deiner Kontoauszüge des letzten Jahres, für was du dein Geld ausgibst und ob es sinnvollere Wege gibt, dein Geld einzusetzen, um deinem Ziel von einer Weltreise näher zu kommen.
Doch nicht alle haben ein Einkommen, von dem man noch eine relevante Summe weg sparen könnte (obwohl es mehr sind, als du denkst… die meisten geben ihr Geld nur für unnützes Zeug aus). Gehörst du dazu? Dann lies weiter!
Einkommen erhöhen
Richtig gelesen. Wenn du deine Kosten nicht weiter senken kannst, deinen Besitz nicht zu Erspartem, dann ist es Zeit an der Einkommensschraube zu drehen.
Die Gehaltserhöhung
Arbeitest du in Anstellung kannst du alle 1,5-2 Jahre für eine Gehaltserhöhung auf der Matte stehen. Kein Scherz. Die wenigsten von uns trauen sich in regelmäßigen Abständen eine Anpassung unseres Gehalts zu fordern. Vorausgesetzt, du hast dich in der Vergangenheit weiterentwickelt, hast neue oder sogar mehr Aufgaben übernommen als bisher oder du möchtest einfach an einen Ausgleich durch die Inflation erinnern, verlangst du nicht zu viel.
Im Schnitt kannst du bei kleineren Veränderungen mit 3-10% mehr Gehalt rechnen und bei größeren bis zu 20%.
Keine Gehaltserhöhung drin?
Wenn du für eine Gehaltsanpassung momentan nicht in Frage kommst, brauchst du den Kopf trotzdem nicht in den Sand stecken.
Du hast immer mehrere Optionen im Leben und ein Nein, ist ein Ja für etwas anderes. Überlege dir also, ob du dir einen besser bezahlten Job suchst oder ob du dir einen Nebenjob zulegst, der dir beim Sparen hilft.
Alles, was du jetzt gleich im letzten Abschnitt lesen wirst, trifft auch auf diesen Fall zu. Du kannst nämlich direkt jetzt Einfluss darauf nehmen, dass dir die Kohle auf deiner Weltreise nicht ausgeht.
Tipp 3 zum Weltreise finanzieren: Arbeite von unterwegs mit diesen 3 Möglichkeiten
Ja, was vielleicht für manche etwas abwegig klingt, funktioniert durchaus für viele Familien. Denn sehr viele Berufe lassen sich von vielen Orten ausführen, solange eine Internetverbindung möglich ist.
Auf diese Weise arbeitest du von den unterschiedlichsten Orten auf der Welt und sorgst so für ein regelmäßiges Einkommen, mit dem du deine Weltreise finanzieren kannst.
Wenn du bereits während deiner Reiseplanung ein Online Business aufbaust, dass nicht nur deine Ersparnisse vergrößert, sondern auch deine monatlichen Reisekosten abdeckt, kannst du dir sogar eine Open-End Weltreise finanzieren oder musst nach Rückkehr nicht in deinen alten Beruf zurück, wenn du das nicht möchtest.
Hier stelle ich dir 3 Möglichkeiten vor, um von unterwegs zu arbeiten:
Die Anstellung mitnehmen
Hast du einen Job, der von überall aus zu machen ist, sprich mit deinem Arbeitgeber über die Option einer Workation. So kannst du von den unterschiedlichsten Orten weiter in deinem Job arbeiten.
Deine Arbeit kannst du nicht mitnehmen?
Vielleicht arbeitest du als Dachdeckermeisterin oder Krankenpflegerin und denkst jetzt: “Die hat gut reden, mit meinem Job geht das nicht”
Versteh ich, lass ich aber nicht gelten. Wieso? Weil man in fast jedem Bereich von unterwegs arbeiten kann. Selbstverständlich kannst du deine Patienten nicht waschen oder selber aufs Dach klettern (obwohl das natürlich auch im Ausland gebraucht wird), du kannst jedoch trotzdem selbstständig auf diesem Gebiet weiterarbeiten und online Dienstleistungen oder Produkte zu deinem Arbeitsbereich anbieten, wenn du das möchtest.
Ist das nichts für dich, weil du insgeheim sowieso aus deinem Beruf raus willst, findest du hier noch zwei weitere Möglichkeiten zum Weltreise Finanzieren und Einkommen Aufbauen.
Freelancer
Freelancer sind selbstständige Mitarbeiter und werden überall gesucht. Das Freelancertum eignet sich zum Weltreise Finanzieren so gut, dass sich ganze Märkte um das “Digitale Nomadentum” gebildet haben.
Als Freelancer bietest du eine Dienstleistung an, die ein Unternehmen gerade braucht. Häufig handelt es sich um Virtuelle Assistenz oder Tätigkeiten mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie
Diese Tätigkeiten eignen sich auch sehr gut, um nebenbei ein wenig mehr Geld in deine Kassen zu spielen, während du noch in der Reiseplanung bist.
Wenn du nun aber nicht länger deine Lebenszeit gegen Geld tauschen magst (Überleg mal: Das ist es, was du tust, wenn du dich z. B. pro Stunde bezahlen lässt.) und dir nicht mehr vorstellen kannst, für andere Menschen zu arbeiten, sondern mit deinen eigenen Leidenschaften, Hobbys oder Interessen online Geld verdienen willst, dann kommt der dritte Punkt zum Weltreise Finanzieren für dich in Frage.
Ein eigenes Online Business aufbauen
Viele Weltreisende merken recht schnell, dass sie ihr Job daheim nicht wirklich erfüllt hat. Es fällt ihnen verdammt schwer, sich vorzustellen, das Reisen wieder komplett an den Nagel zu hängen und zurück in ihren oftmals stressigen 9-5 Alltagsjob zu gehen.
Sie haben auf Weltreise gelernt, das vieles auf der Welt eigentlich ganz anders ist, als sie sich das noch zuhause vorgestellt haben, viel offener und freier und mit viel mehr Möglichkeiten, als man sich ausmalen konnte.
Das liegt daran, dass sich der Mensch auf Reisen öffnet. Wir werden immer wieder aus unserer Komfortzonen geschmissen durch neue Kulturen, Sprachen und Erfahrungen, einfach alles ist ungewohnt und unsere gewohnten Denkweisen funktionieren nicht mehr.
Das öffnet unser Denken und wir werden flexibler und spüren dabei sehr schnell, was es wirklich ist, was wir vom Leben wollen.
Du kannst nun also abwarten bis du es so selbst erlebt hast oder du wagst dich schon jetzt während deiner Reiseplanung raus aus deiner Komfortzone und kannst deine Weltreise finanzieren und ermöglichst dir damit zugleich ein Leben, das du gestalten kannst, wie du magst.
Hast du Leidenschaften, Hobbys oder Interessen, bei denen du dir wünschen würdest, dass du damit “irgendwie Geld verdienen” könntest, ist das deine Chance, da mal genauer hinzusehen!
Würdest du gerne mit Freude am Morgen an deine Arbeit gehen, deine Arbeitszeit selber entscheiden können und wünscht du dir Erfüllung, Selbstbestimmung und Sinn in deiner Arbeit zu finden, dann ist der Weg in dein eigenes Online Business für dich bestimmt. Deine Weltreise finanzieren wirst du auf diesem Wege.
Was einfach zu gut klingt, um wahr zu sein, wenn man den deutschen Alltagstrott gewohnt ist, ist kein Hexenwerk. Wenn du dir das grad so gar nicht vorstellen kannst, mag das möglicherweise auch daran liegen, dass du blockierende Gedanken in dir trägst, wie z. B.:
“Arbeit muss hart sein.”,
“Arbeit ist anstrengend.”,
“Erst die Arbeit, dann das Vergnügen”,
“Arbeit dauert mindestens 8 Stunden pro Tag.”,
“Ich habe nur XY gelernt, ich kann nix anderes.”,
“Ich bin nicht gut genug.” oder auch Gedanken wie
“Im Online Business muss man Produkte in eine Kamera halten als Influencer.”.
Hast du diese Gedanken mal genau hinterfragt und auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft? Meistens tun wir das nämlich nicht, weil diese Gedanken unbewusst in uns ablaufen und unser Handeln lenken. Wie du sie findest und angehen kannst, liest du hier.
Tipps zum Weltreise Finanzieren mit deinem Online Business, bekommst du in der Vagabundenpost, in der es ganz besonders ums ortsunabhängige Leben & Arbeiten geht. Vielleicht steckst du auch schon in deinem eigenen Online Business Aufbau drin oder liebäugelst mit dieser Option? Dann lad dir hier direkt meine Online Business Roadmap für 0-Euro runter: Online Business Roadmap: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung in dein erfüllendes Online Business.
Eines meiner liebsten Spektakel beim Freistehen (nicht verwechseln mit wildcampen wie die Herrschaften gleich) ist folgendes:
Nigelnagelneues Womo kommt irgendwo in der Walachei an (Fun Fact: Die Walachei liegt übrigens in Rumänien). Sie, Mitte 60, springt raus, holt die Auffahrkeile aus einer Seitenklappe und hilft ihrem Mann, ebenfalls zwischen 60 und 70 Jahre, mit wildem Gestikulieren beim Auffahren auf die Keile, weil in der verdammten Wildnis nun mal alles uneben ist. Mäusemist!
Dann wird aufgebaut: Stühle, Tisch und Grill.
Jetzt setzt man sich nur noch gemeinsam auf die Stühle und jeder schaut für Stunden in sein Smartphone. Schöner Urlaub, nicht?
Hier kommen die sieben Fehler, die du beim Freistehen (aber auch beim Wildcampen) unbedingt vermeiden solltest:
Fehler beim Freistehen No. 1: Dein Zeug (insbesondere über Nacht) draußen liegen lassen
Nicht nur, dass deine Keile ein eindeutiges Zeichen sind, dass du es dir an diesem Ort gemütlich machen willst und dein Aufenthalt an diesem Platz demnach nicht nur von kurzer Dauer sein soll (nämlich sehr wahrscheinlich über Nacht) – nope! Deine Keile und alles andere wie Klappstühle, Tische, Kinderspielsachen etc., das du neben oder unter deinem Camper, Womo oder Van lagerst, hindert dich auch am zügigen Wegfahren, wenn es sein muss.
Gründe, wieso du dich vor allem nachts gezwungen sehen könntest, wegzufahren, sind:
du wirst überfallen (ereignet sich besonders gern in den späten Abendstunden)
ein Notfall tritt ein und du musst schnell ins nächste Krankenhaus fahren (Wer Kinder hat, weiß, dass sowas auch immer abends passiert, ansonsten noch Bewusstlosigkeit, Herzinfarkt, you name it!)
Eine Gruppe anderer Menschen erklärt deinen Übernachtungsort zur Partyzone und dein Schlaf ist dir heilig (so wie mir meiner)
ein Tier (Bären, Wölfe, Schakale, Streuner etc.) wird angezogen und gefährdet sich möglicherweise selbst mit deinem Zeug
Der dritte Punkt ist bei uns definitiv schon mehrfach eingetreten und jedes Mal waren wir enorm froh, dass wir bereits a) in Fahrtrichtung geparkt haben und b) nicht erst noch raus mussten, um Dinge zu verstauen. Im Falle des ersten Punkts willst du vermutlich auch nicht erst noch den Weg frei machen müssen, oder?
Und tagsüber?
Wie du vielleicht weißt, ist das Wildcampen fast überall verboten. Wenn du es dennoch riskieren möchtest, in solchen Gegenden auch freizustehen (d.h. parken, nicht campen!), dann lass auch tagsüber alles drin und breite dich nicht aus, sonst wirst du schnell zum Wildcamper.
Bist du dir sicher, dass freistehen und wildcampen an deinem Ort geduldet wird, musst du zusätzlich abschätzen, ob mögliches “Campingverhalten” andere Reisende mit in die Scheiße zieht, die möglicherweise mit dir zusammen verscheucht werden, obwohl sie offensichtlich nur geparkt haben.
Nur mit rücksichtsvollem Verhalten untereinander können wir die Situation, wie sie aktuell in Europa herrscht mit viel zu vielen Wohnmobilen, Campern und Vans für alle verbessern oder zumindest erträglicher machen.
Fehler beim Freistehen No. 2: Den Müll draußen ans Fahrzeug hängen
Das zieht Tiere an, die nachts deinen Müll stehlen und überall verteilen. Zudem können sie ihn verschlucken oder sich an scharfkantigem Müll verletzten. Verstreuter Müll zieht auch noch weitere Tiere an.
Fehler beim Freistehen No. 3: Feuer machen im Naturschutzgebiet
Auch wenn ein Lagerfeuer mega schön ist und die Nachbarn doch auch eins machen, ist das kein Grund in einem Naturschutzgebiet Bäume zu schlagen, aus dem Wald zu holen und zu verfeuern. Dass ich das hier überhaupt erwähnen muss, ist der absolute Wahnsinn. Leider schon viel zu oft erlebt.
Auch wenn du keinen Baum schlägst, sondern Holz vom Boden sammelst oder dich nicht in einem Naturschutzgebiet aufhältst, kann der Funkenflug mehr in Brand setzen als dir lieb ist.
Fehler beim Freistehen No. 4: Vegetation platt fahren
An die schönsten Orte führen nicht immer richtige Straßen. Manchmal musst du ein Stückchen querfeldein fahren. Achte dabei darauf, dass du nicht alles platt fährst oder dich nicht mit Absicht neben einen asphaltierten Platz stellst und dabei ohne Rücksicht auf Verluste deine Umgebung niederwalzt. In ihr wohnen viele Lebewesen, deren Zuhause du sonst auf dem Gewissen hast.
Fehler beim Freistehen No. 5: Deinen Fahrzeugzustand nicht checken
Verliert dein Fahrzeug Öl? Auch wenn’s nur ein paar Tropfen Öl sind: Sobald du davon weißt, solltest du ein Stück Pappe unterlegen, damit das Öl nicht ins Erdreich tropft. Egal was tropft, stell immer sicher, dass es deiner Umwelt nicht schadet (dazu zählt auch der Inhalt deines Abwassertanks, den du möglicherweise in deine Umwelt entlässt).
Fehler beim Freistehen No. 6: Aufenthaltsdauer übertreiben
Dehne deinen Aufenthalt nicht unnötig lang aus. Es gibt Orte, da sind drei Nächte schon zu lang. An anderen Orten solltest du nach spätestens sieben Tagen wieder fahren. Nur an ganz wenigen Orten stehst du länger, aber auch hier musst du es nicht übertreiben. 2-3 Monate an einem Platz sind sehr lang. Überleg dir gut, ob es absolut notwendig ist, dort mehr als diese Zeit zu verbringen.
Um herauszufinden, was an deinem Ort “zu lang” ist und was angemessen, nimm alle Informationen, die du über diesen Ort hast und wäge sensibel dein Verhalten ab. Schadet es der Pflanzen- und Tierwelt, wenn du dort lange bleibst? Stören sich Anwohner am Freistehen? Nimmst du verstärkte Polizeiaktionen wahr? Gefährde nicht dich und alle anderen Reisenden mit der Dauer deines Aufenthalts.
Hinterlasse niemals Spuren deines Aufenthalts in der Natur. Nimm deinen Müll wieder mit und scheiß nicht alles voll, so wie es einige tun, sondern kümmere dich verantwortungsvoll um deine Hinterlassenschaften. Auch um dein Klopapier! Tust du ja sonst auch, ne? 😉
Bestenfalls verlässt du den Platz sauberer, als du ihn vorgefunden hast! Dazu einfach immer ein paar Mülltüten mehr im Gepäck haben.
Fazit
Puh… ich spüre den erhobenen Zeigefinger immer noch, du auch? 😀 Der gilt natürlich nur denen, die sich angesprochen fühlen. Nee Quark: Ich weiß ja, dass ich hier nur umweltbewusste Besucher habe. Die eine oder andere Erinnerung kann sicher trotzdem nicht schaden ;).
Fällt dir noch was ein, was definitiv zu vermeiden wäre? Schreibe es mir hier in die Kommentare und teile diesen Artikel gerne mit deinen Freunden.
Überwintern oder Urlaub in Spanien oder Portugal? Nix davon… Camping in Griechenland!!!
Im Herbst 2020 starteten wir auf in den Mittelmeerstaat und haben dort eine wundervolle Zeit verbracht, die ganz anders war, als unser vorheriger Vanlife-Winter in Spanien und Portugal. Hier erfahrt ihr, was euch im Winter (oder auch im Sommer, dann nur mit mehr Touristen) in Griechenland erwartet.
Anreise nach Griechenland
Bei der Anreise habt ihr schon die erste Wahl: Fahrt ihr über die Balkanstaaten und damit über’s Festland runter nach Griechenland oder nehmt ihr eine Fähre von Italien aus? Wir entschieden uns aus Zeitgründen für die Fährüberfahrt. Erst dachten wir, dass es doch recht teuer sein muss – gerade als Familie -, tatsächlich spart ihr aber enorme Spritkosten, so dass ich nicht behaupten kann, diese Route wäre kostspieliger.
Wir buchten über Anek Lines eine der Fähren, die von April bis Oktober “Camping on Board” anbieten. Beim Camping on Board könnt ihr euren Camper (oder auch euer Dachzelt!) nutzen und braucht keine Kabine buchen oder an Deck auf unbequemen Stühlen schlafen. Denn immerhin ist die Überfahrt einen guten Tag und eine Nacht lang, doch vergeht sie wie im Fluge! Mit der Olympic Spirit ging es nun also in 25h von Ancona direkt auf den Peloponnes nach Patras. Ihr habt natürlich neben Ancona und Patras noch weitere Start- und Zielhäfen wie Bari, Venedi und Igoumenitsa.
Fahrt ihr über die Balkanstaaten, so beachtet die neue Maut in Bulgarien für Fahrzeuge über 3,5t.
Wasserversorgung/Entsorgung
Die Wasserversorgung in Griechenland funktioniert anders als in Westeuropa. Wer zuvor den Winter eher auf der Iberischen Halbinsel verbracht hat, muss sich nun daran gewöhnen, dass es keine offiziellen Wohnmobilstellplätze gibt und damit auch nicht die meist vorhandenen Ver- und Entsorgungsstationen. Sorry…!
Trotzdem empfanden wir dies als nicht weiter schlimm, denn Wasser gibt es aufgrund des sehr bergigen Landes genug in Griechenland. Auch seine Einwohner brauchen nicht daran zu sparen. Wasser tankt ihr z.B. an Tankstellen, an kleinen Friedhöfen, in kleinen Fischerhäfen oder wohl am häufigsten an Stränden auf. Auch über den Winter sind sehr zur Freude der Vanlifer ein Großteil der Strandduschen weiter in Betrieb und meist noch mit der Möglichkeit ausgestattet, sogar einen Schlauch anzuschließen (eine Gießkanne legten wir uns erst viel später zu). Wunderbar auch, dass dieses Wasser nicht gechlort ist!
Da nun für das Trinkwasser gesorgt ist, geht’s an das, was hinten wieder raus muss. Ich sag es wie es ist: In den meisten Fällen werdet ihr keine offizielle Möglichkeit finden, euer Grauwasser abzulassen. (Nicht nur) Aus diesem Grund haben wir uns bereits vor Abfahrt einen 4,5kg Topf Natron besorgt, um unser Brauchwasser und unsere Umwelt nicht unnötig zu belasten.
Natron ist ein Alleskönner. Wir waschen damit ab, duschen uns und waschen unsere Haare und auch für so ziemlich alles andere, kann es benutzt werden. Wir verzichten schon länger wo es nur geht auf Spüli, Shampoo und Co. und nun wurde dieses Vorgehen essentiell.
Auch wenn viele Griechen oftmals nicht so großen Wert darauf legen mögen, was nun in eurem Grauwasser drin ist, das ihr hier einfach in den Sand oder die Wiese sickern lasst, habt ihr als Vanlifer sicherlich nicht vor, für weitere Verschmutzung eures Gastlandes verantwortlich zu sein.
Toilettenentleerung
Für diejenigen unter euch mit einem Trockentrennklo ändert sich nicht viel. Müllcontainer finden sich fast überall, ansonsten hilft euch der Spaten. Camper mit Chemieklo verzichten selbstverständlich auf die zusätzliche Chemie und müssen häufiger zum Spaten greifen. Bitte denkt daran, eure Hinterlassenschaften nicht dort zu verbuddeln, wo sich auch andere aufhalten und so tief zu graben, dass nicht der nächste Streuner darüber herfallen möchte.
Müllentsorgung
An was es uns nie gefehlt hat, waren Müllcontainer. An fast jedem Strand werdet ihr mindestens einen vorfinden, ansonsten natürlich in den Dörfern.
An was es uns aber fehlt, ist das Verständnis für die anhaltende Vermüllung der Umgebung. Nicht nur von Campern verursacht, sondern auch von der eigenen Bevölkerung und großen Containerschiffen auf dem offenen Meer, die sehr gerne PET Flaschen, Styroporkartons (für den gefangenen Fisch) und Altölkanister über Bord werfen. Besorgt euch also ein paar Mülltüten mehr (am besten wiederverwendbare wie z.B. zwei, drei Jutesäcke), und verlasst eure Stellplätze sauberer als ihr sie vorgefunden habt. Dazu braucht ihr nicht extra auf ein Ocean Cleanup fahren und euch bei eurer guten Tat filmen lassen ;). Not my trash, but my planet.
Gas
Gasflaschen könnt ihr an fast jeder Tanke füllen oder tauschen lassen. Ansonsten gibt’s auch extra Gashändler, die ihr anfahren könnt und die euch eventuell sogar die deutsche Flasche füllen. Fahrzeuge mit festverbauten Gastanks wie das unsere tanken Autogas/LPG/GPL über den DISH Adapter problemlos an den wirklich vielen Tankstellen.
Internet
Für 25 Euro bekommt ihr 50GB bei dem Anbieter “Wind“. Haltet aber die Augen und Ohren offen für Specials auch anderer Anbieter. So konnten wir von dem “Lockdown”-Angebot von Vodafone Griechenland profitieren, das uns für nur 13 Euro mit Unlimited Datenvolumen beschenkte.
Straßenverhältnisse und Maut in Griechenland
Mit unserem Wohnmobil von 2,40m Breite kamen wir nicht selten ins Schwitzen. Schlaglöcher sind weniger ein Problem, aber einspurige Straßen trieben uns so manches mal die Schweißperlen auf die Stirn. Da aber generell nicht viel Verkehr ist, war das dann gut aushaltbar. Auch die eine oder andere Hauswand kam uns manchmal gefährlich nahe.
Wir meiden Mautstraßen, wo es uns möglich ist und so auch in Griechenland. Die wenigen Male, die wir eine Mautautobahn befuhren, lassen sich an einer Hand abzählen. Im Schnitt eventuell 10 Euro für 100km. Dafür sind die Autobahnen gut ausgebaut, neu und… leer. Bei unserer Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h (okay, 100 km/h bergab schaffen wir auch) nur aufgrund der geraden Fahrbahn ein Vorteil, wenn man nicht die Serpentinenstrecke fahren will, weil die Kinder schon das dritte mal gekotzt haben. Die Maut wird an Mautstationen bar oder per Kreditkarte entrichtet.
Wetter im griechischen Winter
Wie wird denn das Wetter? Fest steht, die Winterklamotten haben im Camper nichts zu suchen, außer ihr wollt ‘ne Runde Skifahren oder Snowboarden in den vor Schnee strotzenen Gebirgen Aroania, Parnon und weitere. Kein Scherz! Auch Winterurlauber kommen in Griechenland auf ihre Kosten.
Die meisten von euch wird es aber wegen des doch recht milden Winters in den Ebenen und an den Küsten nach Griechenland ziehen. Hier erwartet euch noch bis in den November rein sommerliches Wetter, bis Dezember unterbrochen von einigen Tagen oder auch mal zwei Wochen am Stück Regen, Sturm und viele Gewitter. Trotz allem wird es tagsüber so warm, dass auch noch an Baden im Meer zu denken ist. Zumindest aus Sicht unserer Kinder, die noch am Heiligabend das Mittelmeer für warm genug erklärten.
Nach ein paar ungewöhnlich warmen Tagen im Januar bei tagsüber bis 30 Grad (sonst so knapp unter 20 Grad), kühlte die Luft sich bis Februar auf nachts teilweise bis unter den Gefrierpunkt ab, bei einer Tageshöchsttemperatur von 6 bis 8 Grad. Das ganze dauerte allerdings nur wenige Tage und Nächte und schon zog der Frühling ein und gegen Ende Februar badeten die Kids schon wieder im Meer bei tagsüber bis zu 24 Grad. Lässt sich aushalten ;).
Erdbebengefahr?
Griechenland ist bekannt für viele Erdbeben. Sehr wahrscheinlich ist, dass auch ihr ein kleines Erdbeben erleben werdet. Aber kein Grund zur Sorge, denn als Vanlifer seid ihr perfekt vorbereitet. Warum das? Euer Zuhause ist es gewohnt zu wackeln und höchstwahrscheinlich verschlaft ihr das ein oder andere kleine Beben, weil ihr leichtes Geschaukel gewohnt seid. Achtet aber drauf, dass ihr nicht unbedingt unter bereits halb umgekippten Bäumen parkt oder direkt neben Häusern, die im Ernstfall euch und eurem rollenden Heim Schaden zufügen könnten.
Wir selbst haben nur durch glückliche Fügung am Abend vor dem Beben Anfang März 2021 noch kurzfristig unsere Route geändert und standen nicht im Epizentrum des Erdbebens, das am nächsten Vormittag große Teile von Tyrnavos bei Larisa zerstören sollte. So blieb es bei uns bei einem lauten Grollen, dass ich anfangs für einen langsam bergauffahrenden, alten LKW hielt, der dann aber einfach nicht auftauchen wollte. Weil er keiner war.
Supermärkte/Lebensmittel
Neben bekannten Namen wie Lidl werdet ihr Supermarktketten wie AB (Foods), Sklavenitis (in griechischen Buchstaben) und MyMarket vorfinden, die alles führen, was ihr braucht. Bioläden siedeln sich nicht nur gerne im Umkreis größerer Städte an, sondern tauchten auch manchmal für uns unvermittelt auf. Nämlich dort, wo wir niemals gesucht hätten. Auch gibt es im Herbst noch viele Obst- und Gemüsestände am Straßenrand.
Veganer kommen auf ihre Kosten
Da Griechenland vom griechisch-orthodoxen Glauben geprägt ist, werdet ihr ab der Fastenzeit, die Mitte November beginnt, vermehrt vegane Käsealternativen in den Kühltheken und Regalen vorfinden. So ist es z.B. möglich 1 Kilo veganen Käse dort für ca. 6 Euro zu kaufen. Das Zauberwort hierfür heißt “nistismó” (fasten) und bezeichnet in diesem Zusammenhang Produkte, die für die Fastenzeit frei von tierischen Erzeugnissen ist.
Den wirklich besten veganen Feta (kein Griechenland ohne Feta!) fanden wir bei Sklavenitis und AB an der frischen Käsetheke. Vegane Ersatzprodukte hingegen gab es häufig im My Market. So wurde unser Sohn ein großer Souvlaki Fan. 😀 Aber auch Lidl führt den Beyond Meat und Next Level Burger in ihren griechischen Filialen.
Olivenöl
Kauft. Kein. Olivenöl. Im. Supermarkt. Wer einmal richtig gutes Olivenöl aus echtem griechischen Bioanbau kosten durfte, ist für die restliche Lebenszeit für Supermarkt Olivenöl verdorben. Für einen Liter Olivenöl vom Olivenbauer bezahlt ihr circa 8 Euro und am besten packt ihr euch direkt ein paar Liter mehr ein oder kauft direkt den 5l Kanister.
Christos (Achtung: Fast alle männlichen Griechen heißen so! :D), bei dem wir 3 Wochen verbrachten, erzählte uns, wie das in Griechenland so läuft mit dem Olivenöl: Erst ernten die Bauern ihre guten Oliven und pressen nur ihre eigenen und machen so ihr gutes Öl. Heruntergefallene und schlechte werden von Geschäftsleuten aufgekauft und alle gemeinsam (also die Reste von allen umliegenden Bauern) ebenfalls gepresst. Dieses Olivenöl wird oftmals als teures, gutes Olivenöl nach Westeuropa verkauft oder an Touristen für 4-6 Euro pro Liter angeboten. Zudem solltet ihr drauf achten, dass das Olivenöl bis November gepresst wurde und nicht aus einer Pressung von z.B. Januar des Folgejahres stammt.
Probiert euch durch, vergleicht und genießt!
Wäsche waschen wie echte Vanlifer 😉
Größter Unterschied zu südwestlichen, europäischen Gefilden. Waschmaschinen am Supermarkt werdet ihr in Griechenland nicht finden. In den größeren Städten gibt es Waschsalons, manchmal versteckt, manchmal ohne Parkmöglichkeit für große Mobile. Wir haben viel mit Hand gewaschen, was aber nicht unbedingt nötig ist. Auf Campingplätzen findet ihr natürlich auch Waschmaschinen vor.
Als kleinen Lifesaver mag ich euch den Waschsalon FiliaLaundry Shop and more (Facebook & Instagram) an der Westküste des Peloponnes empfehlen. Betrieben von sehr netten Menschen, die nebenbei auch noch Bioprodukte aus Deutschland vertreiben, die ihr sonst nur schwer in Griechenland findet. Und 1A Hundefutter!
Sprache
… natürlich Griechisch. Allerdings sind uns nur wenige Griechen begegnet, die lediglich Griechisch sprachen. Die meisten sprechen Englisch und auch nicht wenige Deutsch. Und ist es trotzdem immer wichtig, die wichtigsten Floskeln drauf zu haben.
Guten Tag – Καλή μέρα (Kalí méra)
Guten Abend – Καλή Σπέρα (Kalí spéra)
Hallo – γεια σας (Geia sas – gesprochen “Jassas” und “Jas”)
Tschüs – Αντίο (Antío)
Danke – ευχαριστώ (Efcharistó)
Die griechische Schrift werdet ihr schnell entziffern lernen. Straßenschilder findet ihr aber immer auch in lateinischer Schrift vor.
Freistehen in Griechenland
Auch in Griechenland ist das Wildcampen offiziell verboten. Solange ihr aber nur parkt und euren Kram wie Tische und Stühle im Fahrzeug lasst, werdet ihr kaum mit Problemen konfrontiert werden. Je mehr Fahrzeuge an einem beliebten Platz, desto größer die Wahrscheinlichkeit einer Polizeikontrolle. Familien werden meist weniger behelligt als Alleinreisende oder Paare. Freundliches Auftreten löst meist auch freundliche Reaktionen der Beamten aus 😉 .
Campingplätze
Campingplätze findet ihr natürlich auch vor. Meist am Meer gelegen und mit allem, was ihr so braucht. Im Schnitt so ab 20 Euro aufwärts pro Nacht. Wer einen längeren Zeitraum auf dem Campingplatz verbringen mag, kann auch oftmals einen Preis aushandeln.
Pakete empfangen
Weihnachtspost empfangen oder dringend benötigte Ersatzteile? Auch nach Griechenland könnt ihr euch Pakete senden lassen. Entweder an Menschen, die ihr dort kennenlernt (was sehr einfach ist 😀 ), an Campingplätze oder auch direkt an Kurierunternehmen wie SpeedEx. DHL Pakete landen oft bei Elta. Überhaupt ist es manchmal etwas mühselig herauszufinden, wo euer Paket gelandet ist. Manche Kuriere stellen das Paket auch beim örtlichen Bäcker, an der Bushaltestelle oder in der Tanke ab.
Mit circa drei Wochen ist zu rechnen, die aber in einigen Fällen auch mal zu 6 oder mehr Wochen werden können. Karten und Briefe, die ihr von Griechenland aus absendet, kommen zu 3/4 circa auch an ihrem Zielort an. Unser Schnitt war etwas schlechter, denn nur 50% haben ihre Empfänger in Deutschland erricht. 😀
Tierschutz und Streuner in Griechenland
Wer es nicht gewohnt ist, dem wird schnell auffallen, dass es viele freilaufende Hunde in Griechenland gibt. Aber ich kann euch beruhigen: Der Mehrheit der Tiere geht es wunderbar, sie leben ein fast artgerechtes, freies Leben, sind gesund und gut genährt.
Dann gibts natürlich auch die andere Seite. Die kranken, alten oder zu jungen Hunde, die sich noch nichts selbst oder nicht mehr selbst versorgen können. Diese werden von den vielen Tierschutzorganisationen aufgenommen und vermittelt. Auch ist es üblich, dass die Streuner von den Einheimischen, aber auch von Touristen gefüttert werden oder mit notwendigen Medikamenten versorgt werden.
Echte Streuner erkennt ihr übrigens daran, dass sie meist scheu sind und sich leicht verscheuchen lassen. Aufdringliche, freilaufende Hunde, die sich kaum verscheuchen lassen, gehören meist zu einem Haus in der Umgebung. Wenn Schafe oder Ziegen in der Nähe sind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um die Hütehunde des Schäfers handelt. Gebt acht auf eure eigenen Hunde. Nicht selten tun diese Hunde einfach ihren Job zu eurem und vor allem dem Leidwesen eures Hundes.
Viele Griechen, die in Wäldern und am Strand spazieren gehen, haben einen Stock bei sich, um sich im Zweifelsfall vor Hunden schützen zu können. Wir selbst hatten zu keinem Zeitpunkt Schwierigkeiten mit den dortigen Vierbeinern.
Freizeitgeheimtipp
Neben all den Sehenswürdigkeiten und Möglichkeiten eure Zeit in Griechenland zu nutzen, haben wir die Zeit bei Christos & Dörte (eine griechisch-deutsche Familie) im Norden Griechenlands sehr genossen. Am Alonaki Beach standen wir an einer der traumhaftesten Buchten und fuhren täglich mit dem Rad runter zum Alonaki Horse Riding, wo wir und die Kids mit den dortigen Pferden und Ponys wunderbare Ausritte durch Wälder und am Strand entlang machten. Dörte und Christos sind mit viel Liebe bei den Pferden und achten sehr auf einen wohlwollenden Umgang mit den Tieren.
Good to know…
Ihr werdet schnell bemerken, dass viele Griechen mit dem Auto an den nächsten Strand fahren und im Auto sitzen bleiben und auf’s Meer schauen. Zwei Minuten lang, dann drehen sie um und fahren wieder weg. Griechen lieben ihr Meer und schauen täglich nach, ob es noch da ist. 😀
Die Dauer eures Aufenthalts ist zumindest von rechtlicher Seite auf drei Monate begrenzt. Danach müsstet ihr euch theoretisch dort melden. Ab sechs Monaten werdet ihr steuerpflichtig in Griechenland. Aus diesem Grund ist es schon vorgekommen, dass eure Kennzeichen auf Supermarktparkplätzen fotografiert werden und bei einer späteren Kontrolle oder bei Ausreise dann auffallen kann, wenn ihr euch länger dort aufgehalten habt. Dies gilt im Grunde für alle europäischen Länder. Ich erwähne es hier, da es in Griechenland auch manchmal tatsächlich kontrolliert wird.
Was möchtet ihr noch wissen oder habt ihr eventuell sogar noch tolle Tipps, die ihr in den Kommentaren mit uns teilen mögt?
Καλό ταξίδι!
Von Ämtern und Paragraphen für Weltreise und Auswanderung