Definition & Begriffserklärungen zur Gleichberechtigung & Patriarchat: Was bedeuten diese 7 Begriffe wirklich?

Feb. 9, 2026 | 0 Kommentare

Du stolperst in meinen Texten über gewisse Begriffe wie Patriarchat, internalisierte Misogynie, strukturelle Ungleichheit, die möglicherweise emotionale Reaktionen auslösen.
Häufig liegt das daran, dass zwei Menschen über ein und denselben Begriff sprechen, ihm aber unterschiedliche Bedeutung geben. Ihnen fehlt eine gemeinsame Definition, eine Grundlage.

Hier findest du eine kleine Liste von Begriffen, die helfen soll, Missverständnisse zu vermeiden.
Viele dieser Begriffe werden durch Zitate und Kommentare ergänzt, die nicht von mir stammen. Die Urheber sind nicht immer bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Matriarchat

Wikipedia sagt: „Es gibt jedoch keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Definition des Begriffs Matriarchat.“

Warum nicht? Weil sich mit sowas nicht beschäftigt wird. Es müsste sich dann eingestanden werden, dass es andere (möglicherweise sogar bessere) Wege gibt, als das Patriarchat. Aber das macht grad gar nichts, denn wir definieren, was Matriarchat ist und nicht irgendein Wissenschaftler.

Die meisten Menschen (auch nicht wenige Frauen) glauben, das Matriarchat sei ebenso ein hierarchisches System wie das Patriarchat – nur eben umgedreht, in dem Frauen einfach Männer dominieren. Das wollen die meisten Männer nicht, also sind sie dagegen.
Doch warum nicht? Weil sie Sorge haben, dass ein solches System ihnen etwas antun könnte, was das aktuelle System heute Frauen antut?
Doch die Sorge ist unbegründet, denn das Matriarchat ist keinesfalls ein hierarchisches System.

Es ist ein Kreis. Ein Kreis mit Kindern und Leben in seinem Zentrum.

Wo Mütter (und Väter) geschützt und gut versorgt werden, können Kinder gedeihen und wo Kinder gedeihen, kann die Gesellschaft gedeihen. Matriarchat ist nicht „gegen Männer“ gerichtet, sondern gegen Herrschaft.
Für ein artgerechtes, gesundes, nachhaltiges Leben für alle.

Es konzentriert sich darauf, alle Bedürfnisse der Kinder zu erfüllen und in die heranwachsenden Generationen zu investieren. Alle Erwachsenen beteiligen sich an der kooperativen Betreuungsarbeit und der gemeinschaftlichen Entscheidungsfindung. Es fördert Verantwortung und Zusammenarbeit als soziale Logik.

Patriarchat

(wörtlich: „Väterherrschaft“)

„Patriarchat“ bezeichnet eine Gesellschaftsform bzw. Herrschaftssystem, in dem „das Männliche“ als das selbstverständliche, normierende und dominierende Prinzip gilt und das die bevorzugte Stellung von Männern aufrechterhält. Weltweit ist es die vorherrschende Gesellschaftsform.

„Patriarchale Werte, Normen und Praktiken gehen mit der Ungleichbehandlung von Frauen und Mädchen und der Unterdrückung oder Verdrängung weiblicher und nicht heteronormativer Perspektiven, Teilhabe- und Entwicklungschancen einher. Sie erhalten sexistische Strukturen und Muster aufrecht und begünstigen geschlechtsspezifische Gewalt.“ Quelle: Gemeinsam gegen Sexismus

Das Patriarchat als Gesellschaftsform ist der Ursprung für Kapitalismus, Kolonialismus, Adultismus, Sexismus, Rassismus und anderen diskriminierenden Arten von Hierarchie, die wir heute kennen.

>>> Schule & Patriarchat: Was das Schulsystem mit dem Patriarchat und den Epstein-Files zu tun hat<<<

Es konzentriert sich auf die Ängste und Wünsche erwachsener Männer. Frauen wird Autonomie und Macht verweigert. Die Macht der Männer entsteht durch Einflussnahme – die Fähigkeit, Ressourcen zurückzuhalten, zu verweigern, zu dominieren. Es fördert irrationale Autorität und hierarchische Ausbeutung als soziale Logik.

Das Patriarchat beschreibt eine Gesellschaftsstruktur, in der Männer im Durchschnitt mehr Macht, Ressourcen und Einfluss haben als Frauen. Diese Struktur ist historisch gewachsen.
Das bedeutet nicht, dass jeder einzelne Mann mächtig ist oder jede Frau unterdrückt wird. Es beschreibt ein Muster auf gesellschaftlicher Ebene.

  • Das Narrativ, dass Macht durch Härte erworben wird, ignoriert, wie Verletzlichkeit selektiv bestraft wird. Männer werden für Aggression belohnt. Frauen werden dafür bestraft. Von Frauen wird Sanftheit verlangt, bei Männern wird sie verachtet. Das System bricht jeden, nur nicht alle gleichermaßen.
  • Das Narrativ, dass das Hinterfragen des Patriarchats (z. B. durch Feminsimus) die Gesellschaft zerstört, ignoriert, wen die Gesellschaft seit Jahrhunderten stillschweigend zerstört. Was in Frage gestellt wird, ist nicht die Stabilität, sondern die Hierarchie. Und die Hierarchie hat schon immer Opfer von vielen verlangt, um wenige zu schützen.
  • Das Narrativ, dass Männer standardmäßig Führungskräfte sind, wird so oft wiederholt, dass sie als Wahrheit erscheint. Repräsentation schafft Glauben. Abwesenheit schafft Zweifel. Wenn Führungspositionen ständig mit Männern besetzt werden, wird auch Kompetenz unbewusst so kodiert.
  • Das Narrativ, dass Traditionen ohne Frage bewahrt werden müssen, ignoriert, wem Traditionen eigentlich dienen sollten. Nicht alle Traditionen sind kulturelle Schätze. Einige sind historische Kompromisse mit Ungerechtigkeit. Nur weil es etwas schon lange so gemacht wird, bedeutet es nicht, dass es moralisch okay ist.

Du glaubst, in Deutschland oder anderen „westlichen Staaten“ gäbe es kein Patriarchat? (klick)

Feminismus

Feminismus wird oft missverstanden. Manche verbinden den Begriff mit Männerhass oder extremen Forderungen.
Im Kern bedeutet Feminismus jedoch etwas sehr Einfaches: die Gleichberechtigung der Geschlechter.

Feminism is the radical notion that women are people.

Zu deutsch: Feminismus ist die radikale Erkenntnis, dass Frauen Menschen sind.

Dieser eine Satz sagt im Grunde schon alles. Die Problematik ist, dass Frauen nicht als gleichwertige Menschen wahrgenommen (von einzelnen Menschen sicherlich, möglicherweise auch von dir, jedoch nicht vom System selbst) werden, sondern als Objekte. (Oder warum wird noch immer von Männern über Frauenkörper in Gesetzestexten bestimmt und was sagen noch gleich die Statistiken zu sexuellem Missbrauch, Femiziden etc.?) .

„Ihr seid doch schon gleichberechtigt.“

Egal, wieviele Rechte unsere Vorfahrinnen und wir schon für uns Frauen erkämpft haben:
Rechte auf dem Papier zu haben bedeutet nicht Gleichberechtigung im Alltag.

Doch es geht nicht nur um Rechte Einzelner, sondern um ein ganzes System.
Feminismus fordert das Patriarchat heraus.

Wir schulden dir keine Form des Feminismus, die für dich bequem ist.

„Aber Feminismus spaltet…“

Wer meint, dass doch Harmonie ohne Feminismus herrscht, spricht von der Ruhe der Privilegierten. Dieses “Argument” soll davon abhalten, Missstände zu benennen. Unser Schweigen schützt nur die bestehenden Verhältnisse.
Denn wer Gleichberechtigung als Bedrohung empfindet, hat in der Regel von Ungleichheit profitiert.

Männer herauszufordern wird als Störung dargestellt.
Das Patriarchat herauszufordern wird als maßlose Übertreibung dargestellt.
Objektivität hat praktischerweise immer ein männliches Gesicht gehabt.

Gleichberechtigung ist aber kein Nullsummenspiel: Nur weil Frauen etwas dazu gewinnen, bedeutet das nicht automatisch, dass die meisten Männer wirklich etwas verlieren. Tatsächlich gewinnen auch sie dazu:

Viele Männer lernen z. B. früh, dass sie keine Schwäche zeigen dürfen, nicht weinen sollen, immer stark und erfolgreich sein müssen und Probleme alleine lösen sollen. Diese Erwartungen führen zu Druck. Männer nehmen seltener psychologische Hilfe in Anspruch und haben höhere Suizidraten. Männer würden gerne mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen, stoßen aber auf berufliche oder gesellschaftliche Hürden.
Gleichberechtigung bedeutet daher auch, Männer von starren Rollenbildern zu befreien.

Wie du siehst: Feminismus kämpft nicht nur für wahre Gleichberechtigung von Frauen, sondern ebenso von Männern.

  • Das Narrativ, Feminismus sei zu weit gegangen, setzt voraus, dass es jemals einen fairen Ausgangspunkt gegeben habe. Korrekturen erscheinen nur dann extrem, wenn Ungleichgewicht als normal angesehen wird. Gerechtigkeit erscheint immer radikal für diejenigen, die bequem auf Ungleichheit stehen.
  • Das Narrativ, dass Frauen für die kleinen Schritte und Rechte dankbar sein sollten, vergisst, wie viel Widerstand diesen Rechten entgegengebracht wurde. Fortschritt wurde nie geschenkt. Er wurde erkämpft. Dankbarkeit wird oft gefordert, um weitere Herausforderungen zu verhindern.
  • Das Narrativ, Feminismus hasse Männer, verwechselt Verantwortlichkeit mit Feindseligkeit. Systeme fühlen sich angegriffen, wenn sie hinterfragt werden. Privilegien fühlen sich verfolgt, wenn sie benannt werden. Feminismus will nicht, dass Männer leiden. Er will das Ende unverdienter Herrschaft.
  • Das Narrativ, dass Männer nun unterdrückt werden, weil Frauen Rechte haben, verwechselt Unannehmlichkeiten mit Ungerechtigkeit. Der Verlust des uneingeschränkten Zugangs zu Herrschaft fühlt sich nur dann wie ein Verlust an, wenn Überlegenheit mit Normalität verwechselt wurde. Gleichberechtigung fühlt sich wie Unterdrückung an, wenn man nie erwartet hat, den Raum teilen zu müssen.
  • Das Narrativ, dass Frauen zu viel verlangen, wenn sie Sicherheit fordern, verkennt das Ausmaß dessen, was ihnen genommen wurde. Sie verlangen keinen Komfort. Sie verlangen, sich in der Welt bewegen zu können, ohne bei jedem Schritt Risiken abwägen zu müssen. Sicherheit ist kein Luxuswunsch. Sie ist die Grundvoraussetzung, die ihnen historisch vorenthalten wurde.
  • Das Narrativ, dass Feministinnen ihre Politik unangemessen in alles einbringen, während Männer sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern, ist eine Lüge. Männer bringen ihre Politik in Witze, Fernsehen, Literatur, Kinderbücher und Filme, Spielzeug, Religion, soziale Normen, Stereotypen, Kulturen, Traditionen, Klassenzimmer, die Wirtschaft und das gesamte System des menschlichen Lebens ein. Denn ihre Politik ist unser Gesellschaftssystem. Unsere Gesellschaft sieht alles durch die männliche Brille. Der Unterschied liegt nicht in der Präsenz, sondern in der Macht. Die männliche Ideologie wird als neutral, universell und natürlich dargestellt.
  • Das Narrativ, dass Männer logisch und Frauen emotional sind, ist eine Verzerrung, die dazu dient, Macht zu schützen. Männliche Wut wird als Autorität umgedeutet. Männliche Anspruchsmentalität wird zu Führungsstärke. Männliche Gewalt wird kontextualisiert. Die Trauer, Angst und Wut von Frauen werden hingegen als Instabilität abgetan. Emotionen sind nicht das Gegenteil von Logik. Emotionen sind einfach nur unbequem, wenn sie von Menschen gezeigt werden, die keine strukturelle Dominanz haben.

Strukturelle Ungleichheit & Privilegien

Strukturelle Ungerechtigkeit ist eine Form sozialer Ungleichheit, die von Institutionen und gesellschaftlichen Strukturen ausgeht. Diese Strukturen können bestimmte Gruppen systematisch benachteiligen oder privilegieren und sind die Ursache von struktureller Gewalt.

Der Begriff Privileg wird in diesem Zusammenhang oft missverstanden: Viele denken dabei an Luxus, Reichtum oder ein besonders bequemes Leben.
Sozialwissenschaftlich bedeutet er jedoch etwas anderes:

Ein Privileg ist ein Vorteil, den jemand hat, ohne ihn bewusst gewählt oder verdient zu haben.
Dieser Vorteil entsteht durch gesellschaftliche Strukturen.

Ein Beispiel: Wenn eine Person nachts ohne Angst alleine nach Hause gehen kann, während eine andere sich ständig unsicher fühlt, ist das ein Unterschied in der Lebensrealität. Die erste Person hat in diesem Bereich ein Privileg.

Aber: Ein Privileg bedeutet nicht, dass jemand keine Probleme hat. Ein Mann kann arm, krank und unglücklich sein oder in einzelnen Bereichen auch Nachteile und trotzdem gesellschaftlich aufgrund seines Geschlechts gegenüber Frauen bevorteilt werden.

Der Begriff soll also nicht einzelne Menschen beschuldigen, sondern strukturelle Unterschiede sichtbar machen. Frauen benennen hier ein strukturelles Problem und kein individuelles. Und auch die, die sich oft ganz laut & vehement da rausnehmen wollen, profitieren gewollt oder ungewollt, bewusst oder unbewusst von diesen Strukturen.

„Wenn ein System manchen Gruppen Vorteile verschafft, profitieren die, die diese Vorteile haben, oft unbewusst davon.
Das heißt nicht, dass sie schuld daran sind, aber dass Gleichberechtigung für alle wichtig ist.“

Liste männlicher Privilegien im Patriarchat (nicht vollständig):

Männliche Privilegien im Alltag

  • Weniger Angst vor sexueller Belästigung im öffentlichen Raum: Verhalten, Kleidung oder Wege müssen aus Sicherheitsgründen nicht angepasst werden, sich im Öffentlichen Raum bewegen zu können
  • Weniger Druck bezüglich Aussehen und Jugendlichkeit: Gesellschaftliche Erwartungen an Schönheit, Körperform und Alter treffen Frauen meist stärker, was mehr Kosten und Aufwand verursacht. Erwartungen nicht erfüllen, wird bei Männern weniger sanktioniert.
  • Weniger Angst vor Gewalt in der Öffentlichkeit: von Vergewaltigung, Entführung, K.O.-Tropfen im Drink, sexueller Gewalt und Missbrauch seltener betroffen
  • Weniger Angst in Beziehungen und Familien vor Gewalt: statistisch weitaus seltener betroffen von Missbrauch oder Mord innerhalb von familiären Strukturen oder Beziehungen
  • Mehr Bewegungsfreiheit ohne soziale Bewertung: sich allein, spät abends oder auf Reisen oft bewegen, ohne dass es moralisch bewertet oder infrage gestellt wird
  • Mehr Vertrauen in Autorität in gemischten Gruppen: werden oft schneller als natürliche Führungspersonen wahrgenommen, selbst ohne besondere Qualifikation
  • Weniger Druck, emotionale Arbeit in Beziehungen zu leisten: übernehmen seltener die Organisation von sozialen Kontakten, Geburtstagen, Familienkommunikation usw.
  • Höhere Wahrscheinlichkeit, im Alltag als „Standard“ betrachtet zu werden: Viele Produkte, Arbeitskleidung, Sicherheitsausrüstung (z. B. Anschnallsysteme in Fahrzeugen); Medikamentendosen oder medizinische Studien basieren historisch stark auf männlichen Durchschnittswerten.
  • Weniger Unterbrechungen oder „Übergehen“ in Gesprächen: Studien zeigen, dass Frauen in gemischten Gruppen häufiger unterbrochen und weniger ernst genommen werden.
  • Geringere soziale Sanktionen für sexuelle Aktivität: erleben seltener Stigmatisierung für ein aktives Sexualleben als Frauen
  • Geringeres Risiko, für emotionales Verhalten abgewertet zu werden: Ärger oder Frustration zu zeigen, wird eher als Stärke oder Führungsqualität interpretiert, während Frauen dafür als „hysterisch“ oder „überempfindlich“ gelten.
  • Weniger Erwartung, „nett“ oder harmonisch zu sein: gesellschaftlich seltener erwartet, freundlich, kompromissbereit und sozial angepasst aufzutreten
  • Mehr gesellschaftliche Akzeptanz für technische oder handwerkliche Interessen: werden seltener hinterfragt, wenn sie sich für Technik, IT oder Ingenieurberufe entscheiden

Feminism never taught me to be wary of men. It was men who taught me that. Feminism never taught me to not wear clothes that made me feel alright, to not go out alone late at night, to not trust any men until they prove their intent. It was men who taught me that by constantly harassing, hurting ganda dator g women. Feminism never taught me anything about men. It was men who taught me everything about men. – Farida D.

Zu deutsch: „Feminismus hat mir nie beigebracht, Männern gegenüber misstrauisch zu sein. Das haben mir Männer beigebracht.
Feminismus hat mir nie beigebracht, keine Klamotten zu tragen, in denen ich mich wohlfühle, nachts nicht alleine auszugehen und Männern nicht zu vertrauen, bis sie ihre positiven Absichten bewiesen haben. Das haben mir Männer beigebracht, indem sie Frauen ständig belästigt und verletzt haben. Der Feminismus hat mir nie etwas über Männer beigebracht. Es waren die Männer, die mir alles über Männer beigebracht haben.“
– Farida D.

Männliche Privilegien in der Erwerbsarbeit

  • Höhere Wahrscheinlichkeit, in Führungspositionen zu arbeiten: in vielen Branchen überproportional in Chef- und Entscheidungsrollen vertreten
  • Höhere durchschnittliche Bezahlung für vergleichbare Arbeit: geschlechtsspezifischer Lohnunterschied in vielen Ländern existent
  • Geringere Erwartung, unbezahlte Care-Arbeit zu leisten: übernehmen im Schnitt weniger Hausarbeit, Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen
  • Mehr gesellschaftliche Akzeptanz für Durchsetzungsvermögen: Verhalten wie Dominanz oder Härte wird oft positiv bewertet – bei Frauen hingegen als „aggressiv“ oder „unsympathisch“
  • Weniger Zweifel an fachlicher Kompetenz: in technischen oder führungsbezogenen Rollen oft automatisch als kompetent wahrgenommen, während Frauen ihre Kompetenz häufiger beweisen müssen.
  • Weniger Kritik für ambitioniertes oder karriereorientiertes Verhalten: für Ehrgeiz oft gelobt, während Frauen dafür als egoistisch oder „zu karrierefixiert“ beurteilt werden
  • Geringeres Risiko, aufgrund von Elternpflichten als weniger engagiert zu gelten: erleben im Beruf seltener den Eindruck, weniger belastbar oder verfügbar zu sein
  • Geringere Wahrscheinlichkeit, aufgrund von Familienplanung benachteiligt zu werden: Schwangerschaft und Mutterschaft können Karrieren von Frauen stärker beeinflussen als Vaterschaft die von Männern.
  • Geringere Wahrscheinlichkeit, im Beruf sexualisiert wahrgenommen zu werden: müssen sich seltener damit auseinandersetzen, dass ihr Aussehen oder ihre Attraktivität im Arbeitskontext thematisiert wird.

Misogynie

Wikipedia sagt: „Misogynie (von altgriechisch misos „Hass“ und gyne „Frau“), Frauenfeindlichkeit oder Frauenhass ist ein Oberbegriff für soziokulturelle Einstellungsmuster der geringeren Relevanz oder Wertigkeit von Frauen beziehungsweise der höheren Relevanz oder Wertigkeit von Männern. Sie wird sowohl von Männern als auch von Frauen selbst über die psychosoziale Entwicklung verinnerlicht (Sozialisation, Habitualisierung) und stellt die Erzeugungsgrundlage für den hierarchisierenden Geschlechtshabitus von Männlichkeit und Weiblichkeit dar. Sie ist damit die Basis hegemonialer Männlichkeit oder patriarchaler Beziehungsgefüge.

Misogynie ist tief in zahlreichen menschlichen Kulturen verwurzelt. Da sie sozialen Normen oder Idealen jedoch widerspricht, gilt sie gesellschaftlich als „krankhaftes“„abnormes Gefühl“. Aufgrund dieser fundamentalen Widersprüchlichkeit wird Misogynie gesellschaftlich und individuell meist verdeckt – etwa durch Leugnung, Tabuisierung, Höflichkeit oder sozial erwünschte Gleichheitsrhetorik. Dann bleibt sie individuell unbewusst und gesellschaftlich diffus.“

Internalisierte Misogynie

Internalisierte Misogynie bedeutet, dass unbewusst frauenfeindliche Denkmuster übernommen wurden. Sie betrifft alle Geschlechter, die im selben patriarchalen Herrschaftssystem aufgewachsen und geprägt wurden.

  • Internalisierter Sexismus: Wir glauben unbewusst, dass Männer kompetenter, interessanter oder wertvoller sind, weshalb sich oft von Frauen abgegrenzt wird, um „besser“ dazustehen. Auch Frauen selbst tun das.
  • Identifikation mit der dominanten Gruppe: Nach der Sozialen-Identitäts-Theorie neigen Menschen dazu, sich mit Gruppen zu identifizieren, die mehr Macht oder Status haben. Wenn Männer also gesellschaftlich als die „höher bewertete“ Gruppe wahrgenommen werden, versuchen die meisten Menschen sich dieser Gruppe anzunähern, indem sie sich z. B. von Frauen distanzieren.
  • Soziale Rollenbilder und Erziehung: Viele Menschen wachsen in Umfeldern auf, in denen Konkurrenz zwischen Frauen normalisiert wird (z. B. „Frauen sind zickig“, „Man kann Frauen nicht trauen“). Solche Glaubenssätze prägen das Verhalten im Erwachsenenalter.

Die nächsten zwei Beispiele zeigen Situationen, in denen insbesondere Frauen internalisierte Misogynie gegen andere Frauen zeigen. Diese Muster schaden Frauen und ihren Beziehungen zu anderen Frauen. Danach betrifft es wieder die gesamte Gesellschaft.

  • Konkurrenz statt Komplizenschaft: Frauen haben gelernt, dass es immer nur Platz für eine Frau gibt – ein Posten im Aufsichtsrat, eine Auserwählte im Boys Club, eine Prinzessin, die vom Prinzen geheiratet wird. Auch als „Queen-Bee“-Phänomen bekannt: Ein in der Forschung verwendeter Begriff für Frauen in Machtpositionen, die andere Frauen eher blockieren als fördern oder sich distanzieren, um selbst eher akzeptiert oder gefördert zu werden. Diese Konkurrenz unter Frauen begegnet uns auch in Märchen, wo Stiefmütter und Stiefschwestern die bösen Rivalinnen sind. In Wahrheit profitieren wir alle, wenn wir uns gegenseitig unterstützen – statt uns als Gegnerinnen zu sehen.
  • Sich Männern anbiedern statt Frauensolidarität zeigen: Die Liebe und Anerkennung eines Mannes wurde uns als ultimative Sicherheit und einziger Lebenssinn verkauft. Deshalb distanzieren wir uns (auch demonstrativ) von anderen Frauen, um bei Männern besser dazustehen. Wenn eine Frau wiederholt erlebt, dass sie Lob, Aufmerksamkeit oder Vorteile bekommt, wenn sie sich von anderen Frauen abgrenzt („Du bist nicht wie die anderen“), kann sich dieses Verhalten verstärken. Wir machen dann „Ich bin nicht wie andere Mädchen“-Kommentare oder schweigen, wenn Sexismus passiert. Auch bekannt als: Pick-me“-Verhalten. Wir haben gelernt, dass männliche Aufmerksamkeit wertvoller ist, als weibliche Komplizenschaft – was uns alle schwächt.
  • Frauen und Männer lästern darüber, was eine Frau anhat, ob sie ein bestimmtes Kleidungsstück „tragen kann“, oder wie sie ihr Leben gestaltet. Das Problem ist nicht die Frau selbst, sondern, dass wir unbewusst prüfen, ob sie dem Bild von „guter“ und „attraktiver Weiblichkeit“ entspricht, das uns beigebracht wurde. Jedes Mal, wenn wir eine Frau dafür verurteilen, vom patriarchalen Ideal abzuweichen, verfestigen wir die Normen, die uns alle einschränken.
  • Wenn eine Frau „zu viel“ ist – zu laut, zu selbstbewusst, zu erfolgreich, zu direkt – dann zeigt das oft, wo wir (Frauen und Männer) uns selbst klein machen und zurücknehmen. Ihre Stärke triggert unsere eigenen Unsicherheiten und inbesondere bei Frauen die inneren Stimmen, die uns sagen, dass wir bescheidener, leiser und weniger sein sollten. Statt sie zu kritisieren, können Frauen sich fragen: Was würde passieren, wenn ich mir dieselbe Freiheit nehme?
  • Frauen weniger Kompetenz zutrauen: Bei Männern nehmen wir automatisch an, dass sie wissen, was sie tun. Bei Frauen wollen wir Beweise sehen. Wenn eine Frau etwas sagt, hinterfragen wir es eher, als wenn ein Mann etwas sagt. Wir schreiben den Erfolg von Frauen in Führungspositionen ihrem Glück oder ihren Beziehungen zu – nicht ihrer Leistung. Diese doppelten Standards haben wir gesellschaftlich so tief verinnerlicht, dass insbesondere Frauen ihrer eigenen Expertise misstrauen und sich weniger zutrauen, als sie können.
  • Betroffenen die Schuld geben: Victim Blaming ist eine der gefährlichsten Formen internalisierter Misogynie. Was hatte sie an? War sie betrunken? Diese Fragen verschieben die Verantwortung vom Täter auf die Betroffenen. Dahinter steckt für Frauen eine Illusion von Kontrolle: Wenn wir glauben, dass „richtiges Verhalten“ Frauen schützt, fühlen wir uns als Frauen sicherer. Doch die Wahrheit ist: Übergriffe passieren nicht wegen des Verhaltens der Betroffenen, sondern wegen der Entscheidung des Täters. Wenn wir Betroffenen die Schuld geben, stützen wir ein System, das Gewalt gegen Frauen ermöglicht.

Wichtig: Solches Verhalten ist meist kein bewusstes „Verraten“ anderer Frauen, sondern oft eine Anpassungsstrategie an soziale Erwartungen oder Machtverhältnisse. Es sagt mehr über die Strukturen und Erfahrungen eines Menschen aus als über den Charakter.

Um Ungleichheit, Gewalt etc. in Zukunft besser zu vermeiden, müssen wir uns unserer internalisierten Misogynie bewusst werden und unser Verhalten hinterfragen und ändern.

Misandrie

Ist Misandrie, also Männerhass, jetzt das Gegenteil von Misogynie?

The opposite of misogyny is not „misandry“ or the hatred of men. The hatred of men is a reaction to misogyny.The opposite of misogyny is the standing up for the rights of women. The opposite of misogyny is feminism. -Farida D.

Zu deutsch: „Das Gegenteil von Frauenfeindlichkeit ist nicht „Männerfeindlichkeit“ oder der Hass auf Männer. Der Hass auf Männer ist eine Reaktion auf Frauenfeindlichkeit. Das Gegenteil von Frauenfeindlichkeit ist das Eintreten für die Rechte der Frauen. Das Gegenteil von Frauenfeindlichkeit ist Feminismus.“ – Farida D.

Wiki sagt: „Als Misandrie (von griechisch μῖσος misos ‚Hass‘ und ἀνήρ anēr ‚Mann‘, Genitiv ἀνδρός andros), Männerfeindlichkeit oder Männerhass wird eine Abneigung gegen, eine Verachtung für oder eine Reihe Vorurteile über Männer bezeichnet.

In der Kulturanthropologie findet der Begriff – im Gegensatz zu Misogynie – kaum Anwendung, da es in traditionellen Kulturen so gut wie keine institutionalisierte Feindseligkeit gegenüber der Gesamtheit der Männer gebe. Kritisiert wird der Begriff, da er aus antifeministischen Gründen von der Männerrechtsbewegung popularisiert worden sei und seine Verwendung damit frauenfeindliche Deutungsmuster transportiere. […]

Der Ausdruck wird bis heute polemisch und undifferenziert in antifeministischen Diskursen und innerhalb der Männerrechtsbewegung als Kampfbegriff verwendet, der sich gegen Feminismus richtet und diesen mit Männerhass verknüpft. […]

Marc Oulette argumentiert, dass Misandrie (Männerfeindlichkeit) nicht mit Misogynie (Frauenfeindlichkeit) gleichzusetzen sei, da der Misandrie nicht die systematische, transhistorische, institutionalisierte und gesetzlich verankerte Feindseligkeit der Misogynie innewohne. Stattdessen gelte es, Diskriminierung aufzudecken, die sich gegen bestimmte marginalisierte Männlichkeiten richte.

Auch Luca Di Blasi hält den Einsatz gegen einen antimännlichen Sexismus zwar für sinnvoll, warnt aber vor einer Fixierung darauf und vor einer „reaktionären Ressentimentbildung“, die Gleichstellungsbemühungen mit Diskriminierung verwechsle. Der US-amerikanische Soziologe Allan Johnson gibt zu Bedenken, dass sexistische Vorurteile gegenüber Männern nicht mit frauenfeindlichen Vorurteilen vergleichbar seien, da diese „unterschiedliche soziale Grundlagen und sehr unterschiedliche Folgen haben“. Naomi Schor, Michael Kimmel und David Gilmore sprechen sich ebenfalls gegen eine Gleichsetzung von Misogynie und Misandrie aus, da diese die über Jahrhunderte andauernde Benachteiligung von Frauen ausblende.“

Kommentare aus dem Netz:

„Es gibt bei Facebook eine Gruppe mit über 100.000 männlichen Mitgliedern, die sich darüber austauschen, wie sie die Frauen in ihrem Leben am besten betäuben, und dabei filmen. Seit über 7 Jahren versuchen Frauen vergeblich, diese Gruppe schließen zu lassen. Und trotzdem hab ich schon wieder einen wimmernden Mann gesehen, der heult: „Warum dieser Männerhass? Warum seid ihr sooooo gemein zu Männern?“ Es ist unfassbar, wie sehr Männer sich und ihre Gefühle zentrieren und völlig empathiebefreit Frauen gegenüber sind.“

„Ich bin nicht gegen Männer. Ich benenne Strukturen, in denen überwiegend Männer derartige GewaIt ausüben. Wenn 32.000 Männer intime Bilder ihrer Partnerinnen ohne deren Wissen teilen und zehntausende Männer sich in anderen Gruppen über die Umsetzung von sexualisierter GewaIt austauschen, dann ist das keine persönliche Abneigung. Das ist eine gesellschaftliche Realität. Dass du dich davon angegriffen fühlst, ist nicht mein Thema. Das Thema sind die Frauen, deren Rechte, Körper und Grenzen bewusst verletzt wurden. Wer darin Männerfeindlichkeit sieht, verwechselt Kritik an Machtstrukturen mit einem persönlichen Angriff.“

„Männer hassen Männer und Männer hassen Frauen, aber es kommt selten vor, dass Frauen Männer hassen, die nichts getan haben.“

Erlebst du regelmäßig in Social Media, wie Frauen ohne Grund und einfach aus Langeweile Hasskommentare an Männer abgeben? Wie scheiße sie aussehen? Dass sie so niemals eine Frau bekommen und dass sie keine f*cken will? Nein, ich auch nicht.

Frauen hassen Männer also nicht generell, sondern haben keine Lust mehr ständig vor Männern Angst haben zu müssen, ihren Töchtern beibringen zu müssen, sich auf bestimmte Weise zu kleinen oder zu verhalten. Es ist Frust, eine Reaktion auf die strukturelle Ungleichheit, die im Patriarchat unausweichlich ist.

Aber…

„Not all men“

Ja, nicht alle Männer sind so. Wenn du das schonmal kommentiert oder nur ansatzweise gedacht hast, dann lies weiter.

„Not all men“ ist eine Strategie – eine Strategie, um Kritik an einem System, dass Männer strukturell bevorteilt, zu relativieren und klein zu reden.
Dieser passenden Vergleiche aus Kommentarspalten zeigen wunderbar, was hier passiert:

Wird von Frauen und Menstruation gesprochen, ist allen sofort klar, dass hier nur Frauen gemeint sind, die tatsächlich menstruieren. Niemand schreit „Aber nicht alle Frauen menstruieren!“. Es sagt auch niemand: „Manche Frauen können Kinder bekommen.“
Wird von Gewalt gegen Frauen durch Männer gesprochen, ist auch klar, dass nur die Männer gemeint sind, die Gewalt gegen Frauen verüben. Doch nun wird plötzlich eine Pauschalisierung unterstellt. Das Problem dabei ist nicht die klare Sprache, sondern das Erhalten von Macht und Privilegien.

Wieso verlangen wir von emanzipierten Frauen mehr, als vom Rest der Gesellschaft?

Wer sind eigentlich „not all men“?

Schauen wir uns einfach mal an, wer genau diese „not all men“ sind, um die es geht, wenn wir über Gewalt durch Männer an Frauen sprechen:

Definition von Patriarchat

Das hier dargestellte Spektrum bezieht sich nur auf aktive Gewalt gegen Frauen. Wir reden nicht über tatsächliche Gleichberechtigung bzw. deren Verweigerung im Alltag.

Wenn man sich nur ansatzweise anschaut, wie viele Menschen bei Fällen wie Pelicot oder Epstein beteiligt sind und berücksichtigt, wie viele von solchen Fällen noch nicht ans Licht gekommen sind, dann ist das nur die Spitze des Eisbergs ist. Wer dann ruft „ICH ABER NICHT!“ hält sich selbst für die grandiose, bejubelnswürdige Ausnahme und schießt sich damit gleichzeitig selbst wieder ins Aus.

Lasst uns (im dunkelroten Bereich) nicht von Monstern sprechen, denn es sind keine Monster. Es sind Männer, die gewalttätig sind, die schlagen, die all die grausamen Dinge tun können, gerade wegen der patriarchalen Strukturen. Lasst uns von Männern reden. Nicht von Monstern. Vor allem sind es Väter, Onkel, Kollegen … man sieht es ihnen nicht mal an.

Nur die wenigsten Männer verstehen, dass man ein strukturelles Problem benennt und kein individuelles. Und auch die, die sich oft ganz laut und vehement da rausnehmen wollen, profitieren gewollt oder ungewollt, bewusst oder unbewusst von diesen Strukturen.

Kritik am Patriarchat ist eine Kritik an Machtstrukturen, die von Männern dominiert werden und deren Überwindung den allermeisten Menschen, auch den meisten Männern, zugute kommen wird. Abstriche werden nur wenige machen müssen (Elite). Keiner braucht sich per se angegriffen fühlen, aber jeder ist aufgerufen, sein Handeln zu reflektieren und über seine Privilegien nachzudenken.

Ein Gedankenspiel:
Stell dir vor, ich kaufe eine Flasche Tequila und verteile sie auf 6 mit Salzrand verzierte Schnapsgläser. Einen Teller mit geviertelten Limetten stell ich dazu. Nun werde ich ein paar Tropfen Gift in eines der Gläser geben, gerade genug, um ihn zu töten.
Ich werde die Gläser mischen und ihn sich vor mich setzen lassen und sagen, dass alle 6 Gläser für ihn sind, aber eines davon Gift enthält.

„Trink aus!“

Wenn er sagt, aber es enthält Gift, werde ich ihm sagen, dass nicht alle Gläser Gift enthalten.
Wenn er einen Wutanfall bekommt, werde ich ihm sagen, dass es im Grunde Tequila ist und nur ein paar Tropfen Gift.
Wenn er sich weigert zu trinken, werde ich ihn herausfordern und sagen, dass ich sehen werde, wie er ohne Tequila leben kann.
Ich werde ihm sagen, dass er, indem er sich auf ein Schnapsglas konzentriert, alle sechs Gläser vor ihm und den besten Tequila der Welt beleidigt.

Jetzt trink aus!

Wenn er aufsteht und geht, werde ich mich fragen, ob er vielleicht PMS hat.

Von 10 Männern macht 1 einen sexuellen Witz über eine Frau, 2 lachen, 3 finden ihn nicht lustig, kichern aber trotzdem mit, um sich anzupassen, und 4 sagen nichts und tun so, als hätten sie ihn gar nicht gehört. Keiner sagt etwas, und keiner unterbricht ihn. Später glauben alle neun Männer außer demjenigen, der den Witz gemacht hat, dass Männer wie er eine Minderheit sind und die meisten Männer nicht so sind, und sehen sich selbst als Teil der „guten Mehrheit”.

Aus der Perspektive der belästigten Frau gibt es jedoch keinen großen Unterschied zwischen ihnen, denn das Lachen, das Schweigen und das Wegschauen schaffen alle dieselbe Umgebung für die Frau. Wenn Frauen sagen, dass „die meisten Männer gleich sind“alle Männer gleich sind“, meinen sie Folgendes: Zwar belästigt nicht jeder Mann Frauen, aber die meisten Männer tragen dazu bei, das System zu schützen, das dies tut.

When a woman hears about another woman abused by a man she thinks;
it could have been me.
When a man hears about a woman abused by another man he screams;
NOT ME – NOT ALL MEN!
And that’s the problem core and centre;
while women sympathize, men refuse to even recognize
the hurt caused by their own gender. -Farida D.

Zu deutsch: „Wenn eine Frau von einer anderen Frau hört, die von einem Mann misshandelt wurde, denkt sie: „Das hätte auch mir passieren können.“
Wenn ein Mann von einer Frau hört, die von einem anderen Mann misshandelt wurde, schreit er: „ICH NICHT – NICHT ALLE MÄNNER!“
Und genau das ist der Kern des Problems: Während Frauen Mitgefühl zeigen, weigern sich Männer, die durch ihr eigenes Geschlecht verursachten Verletzungen überhaupt anzuerkennen.“
– Farida D.

When a man says:
„Not all men“, what he really means is… „I’m a good guy and it bothers me that you’re not singling me out when you talk about men’s violence MORE THAN it bothers me that you’re experiencing said violence“. And the thing is – this is exactly why he is not a good guy and exactly why his „not all men“ cry is invalid. -Farida D.

Zu deutsch: „Wenn ein Mann sagt: „aber nicht alle Männer…“, meint er in Wirklichkeit: „Ich bin ein guter Mensch und es stört mich MEHR, dass du mich nicht ausklammerst, wenn du über Gewalt von Männern sprichst, als dass es mich stört, dass du diese Gewalt erlebst.“
Und genau das ist der Grund, warum er kein guter Mann ist und warum sein Ausruf „Not all men“ hinfällig ist.“
– Farida D.

„Frauen sind genauso schlimm wie Männer.“
Okay. Dann zeig mir Männer, die Massenvergewaltigungen durch Frauen ausgesetzt sind. Zeig mir erwachsene Frauen, die erwachsene Männer verschleppen, verkaufen, versklaven. Zeig mir Gesetze, die geschrieben wurden, um Männerkörper zu kontrollieren, zeig mir Studentinnenverbindungen, die dafür bekannt sind, Männer zu vergewaltigen. Und wenn Männer mit verätzten Gesichtern aufgrund von geschlechtsspezifischen Säureangriffen herumlaufen, dann werde ich mir diesen Blödsinn, dass „Frauen genauso schlimm sind“, anhören.

Hanna

Hanna

Hanna, Mama von zwei freilernenden Wildfängen, reist seit 2019 Vollzeit mit ihrer Familie im Wohnmobil. Mit Blog, eBooks und Kursen hilft sie als Online Marketing Strategist anderen freiheitsliebenden Familien dabei, ihren eigenen Weg in die Unabhängigkeit zu finden.

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